Proud Like a God ( für ‚Stolz wie ein Gott‘) ist das Debütalbum der deutschen Rockband Guano Apes. In Deutschland erreichte es Platin-, in Österreich und der Schweiz Gold-Status. In: Metal Hammer 8/1999, guanoapes.org; abgerufen am 11. November 2008. In: FOCUS, 14/1999; guanoapes.org; abgerufen am 11. November 2008. 1999 wurde das Album von RCA auch in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.
Entstehung 1996 gewann Guano Apes den von Radio ffn und VIVA veranstalteten Nachwuchswettbewerb „Local Heroes“. auf guanoapes.com Mit dem Preisgeld von 70.000 DM konnten sie ein Studio finanzieren und ihr Debütalbum selbst produzieren. Zudem wurde durch den Sieg bei Local Heroes die Contra Promotion GmbH auf die Band aufmerksam und verschaffte ihr als neues Management einen Plattenvertrag beim BMG-Sublabel Gun Records. auf contrapromotion.com Das Album wurde im Horus Sound Studio in Hannover aufgenommenDiscogs-Eintrag für „Proud like a God“, von dem Gitarrist Henning Rümenapp 1999 Geschäftsführer und Teilhaber wurde.Horus-Website
Stil Das Album reiht sich in den Mitte der 1990er in Deutschland sehr erfolgreichen Stil des Crossovers ein. Dabei stellt besonders die Stimme der Sängerin Sandra Nasić ein herausragendes Merkmal für den Sound von Proud Like a God dar. Im Vergleich zu späteren Alben ist Proud Like a God sehr viel experimentierfreudiger. Die Guano Apes decken auf diesem Album das Spektrum zwischen sowohl härteren energischen Songs als auch melodischeren Balladen ab. Diese Mischung zieht sich durch das ganze Album. Beispiele für härtere Songs auf Proud Like a God sind Open Your Eyes und Lords of the Boards. Als Balladen sind zum Beispiel Maria und Rain zu nennen, bei denen Nasićs Stimme mehr in den Vordergrund rückt.
Titelliste
Alle Titel wurden von Guano Apes geschrieben. Open Your Eyes – 3:09 Maria – 3:46 Rain – 4:37 Lords of the Boards – 3:44 Crossing the Deadline – 3:26 We Use the Pain – 2:32 Never Born – 5:18 Wash It Down – 3:06 Scapegoat – 3:23 Get Busy – 3:23 Suzie – 2:56 Tribute – 9:12 Das Lied Lords of the Boards war bei der ersten Auflage des Albums noch nicht vorhanden und wurde erst Ende 1997 hinzugefügt. Nach dem letzten Stück folgen fünf jeweils vier Sekunden lange Leertracks und dann das Bonusstück Move a Little Closer.Rezension auf amazon.de
Singles Open Your Eyes Open Your Eyes war die erste Singleauskopplung von Proud like a God und wurde am 22. August 1997 veröffentlicht. Durch eine Platzierung auf Teil 6 der erfolgreichen „Crossing all over“-Reihe ihres Labels kurz vor Veröffentlichung des Albums wurde erstmals eine größere Zielgruppe auf Song und Band aufmerksam.Rezension von Don’t Give Me Names auf Plattentests.de Dank massiver Ausstrahlung des Videos durch VIVA[ Biographie] im Allmusic Guide (englisch) erreichte die Single ein halbes Jahr später in Deutschland Platz 5, in Österreich Platz 10 und in der Schweiz Platz 11. In Deutschland verblieb der Song 30 Wochen in den Charts und erreichte mit über 250.000 verkauften Exemplaren im April 2008 Gold-Status. auf emimusicpub.com (englisch) In den amerikanischen Alternative Charts belegte der Song Platz 4. auf musicline.de Plattentests.de bezeichnete den Song rückblickend als den „nach wie vor erfolgreichste[n] und beste[n] Song“ der Band,Rezension von Live auf Plattentests.de laut rock.de handelt es sich um einen „Kracher“. auf rock.de Als Zusatzsongs befinden sich auf der Single We Use the Pain und Wash It Down. Die ursprüngliche Version erschien 1995 auf einem 4-Spur-Kassettendemo.
Lords of the Boards Die zweite Single des Albums war Lords of the Boards und wurde am 12. Dezember 1997 veröffentlicht. Die höchste Chartplatzierung in Deutschland war Platz 10. Als Zusatzsongs befinden sich auf der Single Crossing the Deadline und Suzie. Dieser Song wurde für die Snowboardweltmeisterschaft in Fieberbrunn, Österreich geschrieben, weswegen er von der Band selbst als „Auftragsarbeit“ empfunden wurde.Sophia-Therese Fielhauer: in: GQ, September 1998 (zitiert nach guanoapes.org) Obwohl die Band selbst selten auf dem Snowboard stand, gilt der Song als „Boarder-Hymne“,Rezension von Planet of the Apes auf vampster.com wurde aber auch als „ausgeflippte Skaterhymne“ bezeichnet.
Rain Die dritte Single ist Rain, die am 15. Januar 1998 veröffentlicht wurde. Die höchste Chartposition in Deutschland war Platz 76. Als Zusatzsongs befinden sich auf der Single 360 Degrees Aliendrop und Rain (Album Version). Plattentests.de bezeichnet Rain als „eigentlich recht niedliche Ballade“,Rezension von Planet of the Apes auf Plattentests.de während rock.de den Song als „allenfalls mediokre Ballade“ kritisiert.
Rezeption Rezensionen Laut EMP stellt das Album eine Mischung aus harten Klängen mit eingängigen Melodien und einer beeindruckenden Stimme dar. auf emp.de Claus Böhm von punksite.de beschrieb Proud Like a God als „Karrierestart nach Maß“. punksite.de laut.de bemängelte an der Platte, dass auf ihr
Preise Comet für Proud like a God Echo Pop für das Musikvideo zu Lords of the Boards
Kommerzieller Erfolg Chartplatzierungen
Auszeichnungen für Musikverkäufe Proud Like a God gilt als „das bestverkaufte englischsprachige Debüt einer deutschen Rockband aller Zeiten“. Weltweit wurden über drei Millionen Kopien abgesetzt, deichbrand.de, abgerufen am 22. November 2020. selbst in den Vereinigten Staaten konnten sechsstellige Verkaufszahlen erreicht werden.
Einzelnachweise
Kategorie:Album 1997 Kategorie:Album (Alternative Rock) Kategorie:Album (Nu Metal) Kategorie:Guano Apes