mini|Florian Bartholomäi, 2020 Florian Bartholomäi (* 10. Januar 1987 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben und Wirken Florian Bartholomäi wuchs in Frankfurt am Main auf und besuchte dort das Gymnasium Musterschule. Sein Vater Paul Bartholomäi moderierte bis Herbst 2011 Klassiksendungen bei Radio hr2-kultur.Adieu Paul Bartholomaei Pressemitteilung von hr-kultur vom 8. September 2011Florian Bartholomäi - der häufigste Mörder der Tatort-Geschichte Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 3. Februar 2018

Nach ersten Statistenrollen an der Oper Frankfurt (in der Kinderoper Cinderella von Peter Maxwell Davies und in Giacomo Puccinis Tosca) wurde er 2003 bei einem Casting für seine erste Hauptrolle in Mirko Borschts Spielfilm Kombat Sechzehn entdeckt. Für diese Rolle wurde er 2005 als bester Filmdebütant für den Undine Award nominiert.

Seine zweite Hauptrolle in einem Kinofilm spielte er 2006 neben Edgar Selge in Ingo Raspers Reine Geschmacksache. Die Komödie erhielt 2007 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis den Publikumspreis; Bartholomäi wurde als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet.

Florian Bartholomäi wirkte bereits in mehreren Filmen der Fernsehreihe Tatort mit, wo er häufig den Mörder spielte. 2005 war er erstmals in der Fernsehreihe zu sehen. In dem Tatort-Krimi Freischwimmer verkörperte er Ralf Salchow, der einen behinderten Jungen im Schwimmbad ertränkt. Auf gleiche Weise bringt er als Maximillian von Stein im Konstanzer Tatort Herz aus Eis (2009) einen seiner Mitschüler um. Im Tatort Hilflos (2009) schubst er sein Opfer in die Tiefe, im Tatort Die Unsichtbare (2010) erwürgt er die Mutter seiner Halbschwester, als geistig zurückgebliebener Aaron stößt er in Ein ganz normaler Fall (2011) sein Opfer die Treppe herunter und im Auf ewig Dein (2014) stranguliert er zwei junge Mädchen mit einem Lederriemen und behauptet, etwas mit dem Tod der Familie des Dortmunder Hauptkommissars Peter Faber zu tun gehabt zu haben. Im Tatort Kalter Engel (Erstausstrahlung: November 2013) übernahm er erneut eine Gastrolle. Er spielte den Studenten Michael Danckert, der seine Freundin Lisa Kranz mit seiner Mitstudentin Anna Siebert betrügt. Mit seiner Darstellung „riss er, gemeinsam mit Henriette Confurius, Kalter Engel aus der totalen Durchschnittlichkeit“.Die Generation Praktikum erreicht den „Tatort“. Kritik: in: Die Welt vom 26. Februar 2013. Im letzten Tatort von Felix Stark, Vielleicht (2014), war er in der Rolle des Studenten Florian Patke, der von einer in Berlin lebenden norwegischen Psychologiestudentin erfährt, dass seine Freundin Lisa Steiger in ihrer Wohnung von einem Mann in blauer Latzhose ermordet wird, zu sehen. Im selben Jahr war Bartholomäi im Saarbrücker Weihnachtstatort Weihnachtsgeld in der Rolle des Josef zu sehen. 2016 war er in der Jubiläumsfolge Taxi nach Leipzig zu sehen, in der er einen traumatisierten Taxifahrer spielt, der die Kommissare Charlotte Lindholm und Klaus Borowski entführt. 2018 nahm er in der Episode Tollwut seine Rolle des Markus Graf aus Auf ewig Dein noch einmal auf.

2009 wurde Bartholomäi für seine Doppelrolle als Zwillingspaar Lukas und Lasse Hilversum in Bloch: Schattenkind als bester Nebendarsteller mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2011 verkörperte Bartholomäi den Prinzen Viktor in dem Märchenfilm Aschenputtel. In den Verfilmungen der Romane Rubinrot (2013), Saphirblau (2014) und Smaragdgrün (2016) aus der Buchreihe Liebe geht durch alle Zeiten von Kerstin Gier übernahm er die Rolle des Paul de Villiers.

2016 stand Florian Bartholomäi am Kleinen Theater am Südwestkorso in Berlin zum ersten Mal auf der Bühne. Er spielte die Titelrolle in Oscar Wildes Das Bildnis des Dorian Gray (Regie: Boris von Poser). Seit Januar 2018 ist Bartholomäi, mit Birge Schade als Partnerin, auf der Bühne des Kleinen Theaters am Südwestkorso in Berlin in der Berliner Erstaufführung des Stücks Switzerland der australischen Autorin Joanna Murray-Smith über die Schriftstellerin Patricia Highsmith zu sehen.Berliner Erstaufführung: Switzerland. In: Berliner Morgenpost vom 21. Dezember 2017. Abgerufen am 18. Februar 2018Berliner Erstaufführung: Switzerland. Internetpräsenz des Kleinen Theaters am Südwestkorso. Abgerufen am 18. Februar 2018

Florian Bartholomäi lebt seit 2006 in Berlin-Friedrichshain.Der stille Star aus Friedrichshain. Berliner Morgenpost vom 30. Oktober 2009 Seit seiner Jugend betreibt Bartholomäi Kampfsport, zunächst Taekwondo, heute vornehmlich Wing Tai und trainiert auch Jugendliche.Florian Bartholomäi - der häufigste Mörder der Tatort-Geschichte Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 3. Februar 2018

Filmografie (Auswahl) mini|hochkant|Florian Bartholomäi bei der Deutschlandpremiere von Smaragdgrün, Köln, 2016 Kino 2005: Kombat Sechzehn – Regie: Mirko Borscht 2005: Haus 7 (Kurzfilm) – Regie: Philipp Osthus 2007: Reine Geschmacksache – Regie: Ingo Rasper 2007/2009: Die Ballade von der Hingabe / Von der Hingabe / Purple Sunrise (Kurzfilm) – Regie: Nina Vukovic 2007: Pietas (Kurzfilm) – Regie: Matthias vom Schemm 2006/2008: Weltstadt / Heimatfilm – Regie: Christian Klandt 2008: Der Vorleser (The Reader) – Regie: Stephen Daldry 2008: Biester müssen sterben – Regie: Ingo Heise 2009: Der Grenzgänger (Kurzfilm) – Regie: Gregor Schmidinger 2013: Rubinrot (Paul de Villiers) – Regie: Felix Fuchssteiner 2014: Saphirblau (Paul de Villiers) – Regie: Felix Fuchssteiner 2016: Smaragdgrün (Paul de Villiers) – Regie: Felix Fuchssteiner 2018: Werk ohne Autor – Regie: Florian Henckel von Donnersmarck 2018: Kahlschlag – Regie: Max Gleschinski

Fernsehen

Auszeichnungen 2007: Max Ophüls Preis als Bester Nachwuchsdarsteller für Reine Geschmacksache 2007: Undine Award als Publikumspreis 2009: New Faces Award als bester Nachwuchsschauspieler für Bloch: Schattenkind und Tatort: Herz aus Eis 2009: Deutscher Fernsehpreis als Bester Nebendarsteller für Bloch: Schattenkind 2009: Hessischer Fernsehpreis als Bester Darsteller für Bloch: Schattenkind

Weblinks

Florian Bartholomäi bei der Agentur Above The Line

Einzelnachweise

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