Doris Schade (* 21. Mai 1924 in Frankenhausen; † 25. Juni 2012 in MünchenSie konnte das alles. In: Süddeutsche Zeitung. 26. Juni 2012.Schauspielerin Doris Schade ist tot. In: Die Welt. 26. Juni 2012.) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Geboren in Thüringen als Tochter des Ingenieurs und Direktors der Junkers Luftverkehr AG, Eugen Herbert Schade, wuchs sie auf in Moskau und Tokio.Uwe Klein: 19. Dezember 2015. Von 1942 bis 1944 erhielt sie eine Schauspielausbildung am Alten Theater Leipzig. Ihr Debüt gab sie 1946 als Luise in Kabale und Liebe an den Städtischen Bühnen Osnabrück.Doris Schade gestorben. In: Die Welt. 26. Juni 2012.
Danach erhielt Irina Doris Schade feste Engagements an den Bühnen der Freien Hansestadt Bremen (1947 bis 1949), an den Städtischen Bühnen Nürnberg (1949 bis 1954) und an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1954 bis 1961). Von 1961 bis 1972 war sie im Ensemble der Münchner Kammerspiele und von 1972 bis 1977 im Ensemble am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg verpflichtet. Weiterhin gastierte sie 1975 mehrfach am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Köln und Düsseldorf und am Burgtheater in Wien sowie bei den Salzburger Festspielen.Deutsche Schauspielerin Doris Schade. Deutschland 1970er Jahre. Stockfoto
Ab 1977 gehörte sie erneut bis zuletzt dem festen Ensemble der Münchner Kammerspiele an. In: Der Spiegel. 26. Juni 2012.Das Seelenlächeln der Doris Schade. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 27. Juni 2012.Schauspielerin Doris Schade gestorben. auf: nachtkritik, 26. Juni 2012.Alle Lust will Ewigkeit. In: Stern vom 26. Juni 2012 Sie arbeitete auf der Bühne mit Regisseuren wie Fritz Kortner, Hans Lietzau, Peter Zadek, Dieter Dorn,Der liebende Kaiser. auf: nachtkritik, 7. Juli 2011. Ernst Wendt, Christian Stückl und Claus Peymann.
Als vielbeschäftigte Theaterschauspielerin war Doris Schade auch häufig im Fernsehen zu sehen. Zunächst bei aufgezeichneten Theaterinszenierungen, wie Die Sehnsucht der Veronika Voss von Rainer Werner Fassbinder und Jenseits der Stille von Regisseurin Caroline Link, später wirkte sie in bekannten Fernsehspielen und -serien wie Derrick und Tatort mit. 1981 kam sie in Margarethe von Trottas Die bleierne Zeit zu ihrer ersten Rolle in einem Kinofilm. Auch in Heller Wahn (1982), in Rosa Luxemburg (1985), wo sie Clara Zetkin verkörperte, und in Rosenstraße (2003) arbeitete sie unter von Trottas Regie. Populär wurde sie auch als Oma Slättberg in den Kinderfilmen Die Wilden Hühner (2006), Die Wilden Hühner und die Liebe (2007) und Die Wilden Hühner und das Leben (2009).
Doris Schade war mit dem Schauspieler und Theaterintendanten Heinz-Joachim Klein († 1998) verheiratet und Mutter eines Sohnes. Sie lebte in München.
Doris Schade starb im Juni 2012 im Alter von 88 Jahren.
Filmografie 1957: Korruption 1964: Mein oder Dein 1964: Geschichte von Joel Brand 1965: Klaus Fuchs – Geschichte eines Atomverrats 1966: Kostenpflichtig zum Tode verurteilt 1967: Der Auswanderer 1967: Liebe für Liebe 1968: Prüfung eines Lehrers 1969: Sag’s dem Weihnachtsmann 1969: Eine Frau ohne Bedeutung 1970: Vor Sonnenuntergang 1971: Wer kennt diesen Mann... 1972: Der Prozeß gegen die neun von Catonsville 1974: Cautio Criminalis oder Der Hexenanwalt 1974: Der Kommissar – Jähes Ende einer interessanten Beziehung 1975: Polly oder Die Bataille am Bluewater Creek 1975: Der Biberpelz 1979: Bourbon Street Blues 1979: Derrick 54 – Anschlag auf Bruno 1979: Kur in Travemünde 1980: Kaiserhofstraße 12 1981: Die bleierne Zeit 1982: Die Sehnsucht der Veronika Voss 1982: Derrick 96 – Hausmusik 1983: Der Alte – Spuren eines Unsichtbaren (Fernsehserie) 1983: Heller Wahn 1984: Wenn ich mich fürchte 1986: Rosa Luxemburg 1987: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 26, Episode: "Man muß dran glauben") 1987: Derrick 153 – Die Nacht des Jaguars 1990: Der zerbrochne Krug 1992: Abgetrieben 1993: Der Nebenbuhler 1993: Die Denunziantin 1994 Derrick, Folge 241: Nachtgebete 1994: Tödliche Wahrheit 1996: Jenseits der Stille 1998: Im Atem der Berge 1999: Nichts als die Wahrheit 1999: Tatort – Das Glockenbachgeheimnis 2000: Altweibersommer 2002: Charlotte Link – Das Haus der Schwestern 2002: Gameboy 2002: Bobby 2003: Rosenstraße 2003: Tatort – Wenn Frauen Austern essen 2005: Die schönsten Jahre 2006: Die Wilden Hühner 2007: Die Wilden Hühner und die Liebe 2008: Der Alte – Reise in den Tod (Fernsehserie) 2009: Die Wilden Hühner und das Leben
Hörbücher Der geheime Garten. Der Audio Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-89813-473-3. (Hörspiel, 1 CD, 55 min) Max Frisch: Der Laie und die Architektur. 1954. (2016, ISBN 978-3-95615-824-7, hr media, HR2 Kultur, Hörspiel, MP3 Var. Bitrate, 50 Minuten)
Hörspiele (Auswahl) 1999: Frances Hodgson Burnett: Der geheime Garten (Erzählerin) – Regie: Götz Fritsch (Hörspielbearbeitung, Kinderhörspiel – SWR) 2002: Edith Nesbit: Die Kinder von Arden (Amme) – Regie: Robert Schoen (Kinderhörspiel – SWR) 2006: Ed McBain: Hitze (Susan Newman) – Regie: Ulrich Lampen (Kriminalhörspiel – HR)
Auszeichnungen 1986: Gertrud-Eysoldt-Ring für herausragende schauspielerische Leistungen 1993: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland 1999: Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst 2002: München leuchtet – Medaille in Gold 2002: Bayerischer Theaterpreis für ihr Lebenswerk (Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten)
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 892. C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 598 f.
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