ist eine Stadt im Distrikt der Region auf der Nordinsel von Neuseeland. Die Stadt ist Sitz des und auch als Kurort sehr beliebt.
Namensherkunft Die Stadt wurde bei ihrer Gründung nach dem gleichnamigen See benannt, der von einem Urahn des Stammes der nach dem als zweiter See entdeckt und deshalb von ihm auch so benannt wurde. In der Sprache der steht „rotu“ für See und „rua“ für zwei.
Geographie Die Stadt befindet sich rund 53 km südlich von am südlichen Ende des , dem nach dem zweitgrößten See der Nordinsel. Die Stadt befindet sich rund 94 km westnordwestlich und die Stadt und 62 km südsüdwestlich.
Geologie ist bekannt für seine „blubbernden Tümpel“ und den allgegenwärtigen Geruch von Schwefel in der Stadt, die mit ihrem Umland Teil des ist und hier im Speziellen geothermische und vulkanische Aktivitäten, wie Geysire, Thermalquellen und brodelnde Schlammtümpel und Teiche zu beobachten sind. An vielen Stellen in der Stadt, unter anderem im Kuirau-Park im Stadtzentrum, tritt heißer Dampf mit Schwefelgeruch aus Tümpeln und Erdspalten hervor, was zum einen eine touristische Attraktion darstellt und zum anderen darauf hinweist, dass die Stadt auf einem Vulkan gebaut wurde. Viele ihrer Thermalquellen werden für Bäder und Kureinrichtungen oder auch zum Heizen in den kühleren Jahreszeiten verwendet.
Nach anhaltenden schweren Regenfällen, mit einem lokalen Rekordwert an stündlichem Niederschlag, bildete sich bei Rotorua in einer Wiesen-Weide-Landschaft eine rund 200 m lange und bis zu 30 m breite und bis zu 20 m tiefe Erdspalte.Riesiges Erdloch in Neuseeland entdeckt. Auf: n-tv.de vom 4. Mai 2018, abgerufen am 28. August 2018.
Geschichte Die Gegend um war seit dem 14. Jahrhundert das Siedlungsgebiet des Stammes der . In den 1860er Jahren war die Gegend ein bedeutender Schauplatz der Neuseelandkriege. Zwanzig Jahre später wurde das Gebiet um Rotorua zu einem special town district, einem besonderen Stadt-Distrikt, ausgerufen, um Rotoruas Potential als Kurort zu privilegieren. Bis 1886 befanden sich unweit von hier bei Tarawera die Pink and White Terraces, ein beliebtes Ausflugsziel, das beim Ausbruch des Tarawera-Vulkans vollständig zerstört wurde.
Rotorua war unter anderem einer der Austragungsorte bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1987 und der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011.
Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte die Stadt 53.265 Einwohner. Nahezu 40 % der Bevölkerung zählen sich zur Ethnie der , damit ist nach die Stadt mit dem zweithöchsten Anteil an innerhalb der Stadtbevölkerung.
Wirtschaft
Den mit Abstand wichtigsten Wirtschaftszweig der Stadt stellt der Tourismus dar. ist aber auch das Handels- und Dienstleistungszentrum des Distriktes, in dem nach dem Tourismus die Farm- und Forstwirtschaft mit die wichtigsten Einkommensquellen darstellen. In der Landwirtschaft besitzt die Schaf- und Rinderzucht eine große Bedeutung. In der Stadt selbst finden sich auch Industrieunternehmen wieder, die Baustoffe herstellen, Drahtseile produzieren oder auch chemische Endprodukte für den Endverbraucher fertigen.
Infrastruktur Straßenverkehr In und um treffen vier zusammen, von denen zwei durch die Stadt führen. Der , kommt von Nordwesten aus der Richtung , durchquert die Stadt und führt nach Süden zur Stadt . Der hingegen kommt von Osten von , führt ebenfalls quer durch die Stadt und geht in Richtung Südwesten zum Kraftwerk ab. Von , von Nordnordwesten kommt der und verbindet sich bei , rund 7 km vor der Stadt mit dem und von von Nordnordost kommend, endet der bei auf dem , rund 9 km nordöstlich der Stadt.
Schienenverkehr Der letzte Abschnitt der Bahnstrecke Morrinsville–Rotorua und damit auch die Bahnanbindung der Stadt wurde am 8. Dezember 1894 eröffnet.Appendix to the Journals of the House of Representatives Public Works Statement, by the Minister for Publik Works, the Hon. R. J. Seddon; abgerufen am 27. November 2020. Hier verkehrte der Rotorua Express, der 1930 in Rotorua Limited umbenannt wurde – damals der prestigeträchtigste Zug Neuseelands. Später verkehrte der Rotorua Express, dessen Fahrplan mehr Halte aufwies. 1959 wurde der lokomotivbespannte Zug durch Dieseltriebwagen der Baureihe RM mit 88 Sitzplätzen ersetzt. Als diese 1968 zu störanfällig und unzuverlässig wurden, stellte die Bahn den Personenverkehr auf der Strecke komplett ein. 1989 wurde der Personenbahnhof von Rotorua aufgegeben, die letzten 2 km der Strecke abgebaut und das Streckenende zum Güterbahnhof Koutu an den Stadtrand von Rotorua verlegt. Ab 1991 fand erneut Schienenpersonenverkehr auf der Strecke statt, nun mit Silver Fern-Triebwagen (Baureihe RM24). Da der Personenbahnhof von Rotorua nicht mehr existierte, endeten die Züge auf dem Güterbahnhof bis 1995 ein kleiner provisorischer Personenbahnhof vom Second Chance Train Trust eröffnet wurde. Das war als vorübergehend gedacht, bis die Strecke wieder zu einem neuen Personenbahnhof in der Innenstadt würde verlegt werden können, der vom Second Chance Train Trust und der Stadtverwaltung von Rotorua angestrebt wurde. Der neue Bahnhof wurde nie gebaut. 2001 wurde der Personenverkehr erneut eingestellt. Der planmäßige Güterverkehr wurde 2002 aufgegeben. 2012 wurde für ein Straßenprojekt auch die Anbindung des Bahnhofs Rotorua-Koutu abgeschnitten, der nun auch nicht mehr angefahren werden kann.
Flugverkehr Vom Flughafen Rotorua werden mehrere inländische Ziele angeflogen.
Sehenswürdigkeiten Neben den Geothermalparks stellt der , die Thermalfelder von nahe der Stadt und die einzige Schnitz- und Kunstakademie der die wichtigsten Attraktionen der Stadt dar. Auch der botanische Garten besitzt eine gewisse Bekanntheit. Das früher sowohl von als auch von Europäern gegründete , eine kleine Ortschaft unweit s, die bis 1886 als Ausgangspunkt zu den diente, wird immer öfter besucht. In dem einst durch einen Vulkanausbruch verschütteten und wieder ausgegrabenen Dorf wurde ein Museum zur Geschichte der Siedlung eingerichtet.
Persönlichkeiten
Ruth Wilkinson (1901–1985), neuseeländische Apothekerin, Lokalhistorikerin und Autorin einiger Bücher Jon Mark (1943–2021), britischer Musiker; lebte und starb in Rotorua Temuera Morrison (* 1960), Schauspieler Donna Guy (* 1961), Judoka Susan Devoy (* 1964), Squashspielerin Simon Wi Rutene (* 1966), Skirennläufer Todd McClay (* 1968), Politiker Cliff Curtis (* 1968), Schauspieler Jo Luxton (* 1973), Politikerin Valerie Adams (* 1984), Leichtathletin Sarah Cowley (* 1984), Leichtathletin Logan Hutchings (* 1984), Radrennfahrer Clinton Avery (* 1987), Radrennfahrer Sam Bewley (* 1987), Radsportler Trent Boult (* 1989), Cricketspieler Evan Williams (* 1989), Squashspieler Simeon Brown (* 1991), Politiker Amanda Landers-Murphy (* 1991), Squashspielerin Richie Stanaway (* 1991), Automobilrennfahrer Steven Adams (* 1993), Basketballspieler Alex Beddoes (* 1995), Leichtathlet der Cookinseln Campbell Wright (* 2002), Biathlet und Skilangläufer
Partnerstädte Beppu, Japan , USA , Australien Stadtbezirk Wuzhong der Stadt Suzhou, China
Siehe auch Liste der Baudenkmale in Rotorua
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Region Bay of Plenty