mini|Walter Janssen und Olga Tschechowa, 1953 Walter Janssen (* 7. Februar 1887 in Krefeld; † 1. Januar 1976 in München; gebürtig Walter Philipp Janßen) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.

Leben Janssen begann seine Theaterlaufbahn 1906 in Frankfurt am Main, wirkte dann von 1908 bis 1910 in Kassel und von 1910 bis 1915 wieder in Frankfurt. 1915 wurde seine Tochter Signe von Scanzoni in Frankfurt geboren, die aus Janssens Liaison mit Amélie zu Fürstenberg hervorging. Von 1915 bis 1918 war er in München tätig und ab 1919 am Deutschen Theater in Berlin. Gastspiele führten ihn unter anderem nach London.

Im Jahr 1917 hatte er seinen ersten Filmauftritt. 1921 spielte er in dem Klassiker Der müde Tod den jungen Ehemann, stand hier allerdings im Schatten von Lil Dagover, die als seine Ehefrau verzweifelt um sein Leben ringt. In Zopf und Schwert (1926) verkörperte er Kronprinz Friedrich, in Maria Stuart (1927) Lord Darnley.

Mit dem Übergang zum Tonfilmzeitalter musste Janssen sich mehr und mehr mit Nebenrollen zufriedengeben. Einige Male führte er selbst Regie. In den sechziger Jahren wirkte er bei einigen Fernsehspielen mit. Er konzentrierte sich wieder stärker auf die Welt des Theaters, war in den 1940er Jahren Intendant an den Wiener Kammerspielen und leitete nach dem Zweiten Weltkeieg die Marburger Festspiele. Seinen letzten Theaterauftritt hatte er 1971 in Der Kirschgarten von Tschechow am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Janssen stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Janssen, Walter, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 281

1968 erhielt er das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

Walter Janssen wurde auf dem Waldfriedhof Unterschleißheim beigesetzt (Grab bereits aufgelassen).

Filmografie Darsteller

Regie 1934: Schön ist es, verliebt zu sein 1934: Rosen aus dem Süden 1935: Wer wagt – gewinnt 1935: Alle Tage ist kein Sonntag 1938: Rote Orchideen (Dialogregie) 1951: Die Alm an der Grenze 1954: Rotkäppchen 1954: Hänsel und Gretel

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Vierter Band H – L. Botho Höfer – Richard Lester, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 205 f.

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Einzelnachweise

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