Jerome Flaake (* 2. März 1990 in Wilhelm-Pieck-Stadt Guben, DDR) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der zuletzt bis zum Ende der Saison 2024/25 bei den Krefeld Pinguinen aus der DEL2 unter Vertrag gestanden und dort auf der Position des linken Flügelstürmers gespielt hat. Zuvor war Flaake unter anderem für die Adler Mannheim, Kölner Haie, Hamburg Freezers, EHC Red Bull München, Düsseldorfer EG, ERC Ingolstadt und Augsburger Panther in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aktiv. Mit dem EHC Red Bull München gewann Flaake in den Jahren 2017 und 2018 jeweils die Deutsche Meisterschaft.
Karriere Flaake wurde in Wilhelm-Pieck-Stadt Guben geboren, zog mit seiner Familie aber nach Königsbrunn, als er zwei Jahre alt war. Im Alter von sieben Jahren begann er das Eishockeyspielen beim ESV Königsbrunn und wechselte später zum Augsburger EV. In der Spielzeit 2005/06 war der Angreifer für den SC Riessersee in der deutschen Nachwuchsliga (DNL) aktiv, schied mit der Mannschaft aber bereits im Playoff-Viertelfinale aus. Die folgende Spielzeit verbrachte Flaake bei den Jungadler Mannheim, der Nachwuchsmannschaft der Adler Mannheim aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Dort avancierte der Linksschütze mit 32 Treffern in 36 Spielen zum erfolgreichsten Torjäger der Vorrunde. Im Finale der Playoffs scheiterte der Stürmer jedoch mit dem MERC an den Kölner Junghaien. mini|links|Flaake im Trikot des ERC Ingolstadt (2023)
Im Sommer 2007 wechselte Flaake schließlich zum damaligen Finalgegner und war in seiner ersten Spielzeit in der Domstadt sowohl für das DNL-Team als auch für die DEL-Mannschaft der Haie spielberechtigt, wo er im Saisonverlauf sein Debüt feierte und 30 Saisonspiele bestritt. Gleichzeitig sicherte sich Flaake mit 74 Punkten in 32 Partien den Titel des Topscorers der DNL. Im Anschluss an die Spielzeit wurde der Flügelstürmer im NHL Entry Draft 2008 in der fünften Runde an 130. Stelle von den Toronto Maple Leafs aus der National Hockey League (NHL) ausgewählt. Zudem wählten ihn die Prince George Cougars aus der kanadischen Juniorenliga Western Hockey League (WHL) im CHL Import Draft an neunter Gesamtposition.
Im Sommer 2010 wechselte Flaake innerhalb der DEL zu den Hamburg Freezers, dort etablierte er sich nach einem Jahr ab der Saison 2011/12 als offensivstarker Flügelstürmerwelt.de An Jerome Flaake führt kein Weg vorbei und bildete in einer Angriffsformation mit Garrett Festerling und David Wolf über mehrere Spielzeiten hinweg eine der besten Sturmreihen der Liga.welt.de Die deutsche Topreihe lässt die Freezers vom Titel träumen In dieser Phase musste Flaake jedoch auch einige Rückschläge in Form von schweren Verletzungen hinnehmen, so erlitt er im März 2013 während des Playoff-Spiels gegen die Eisbären Berlin einen Wadenbeinbruch sowie einen Syndesmosebandriss, was für ihn das vorzeitige Saisonende bedeutete. Im Januar 2015 fiel der Linksschütze nach einer Auseinandersetzung mit Gegenspieler Ryan Button von den Iserlohn Roosters unglücklich zu Boden und zog sich dabei einen Labrumabriss zu, sodass er erneut ein frühzeitiges Saisonaus hinnehmen musste.abendblatt.de Saison-Aus für Freezers-Stürmer Jerome Flaake Zuvor erzielte Flaake im Dezember 2014 gegen den EHC Red Bull München seinen 78. Treffer im Trikot der Hamburger und überholte damit Alexander Barta als zweitbesten Torschützen in der Klubgeschichte.bild.de Die Hamburg Freezers besiegen den Tabellenzweiten Red Bull München
Im Mai 2016 gab der Eigentümer der Freezers, die Anschutz Entertainment Group, bekannt, keine DEL-Lizenz für die Saison 2016/17 zu beantragen. Eine kurzfristig eingeleitete Rettungsaktion vermochte das Aus nicht abzuwenden. Flaake, der in Hamburg noch einen Vertrag bis 2018 besaß, sah sich wie alle Angestellten der Freezers einer Kündigung gegenüber. Am 2. Juni 2016 gab der EHC Red Bull München dann seine Verpflichtung bekannt. Gleich in seinem ersten Jahr in München gewann er mit den Oberbayern die deutsche Meisterschaft und konnte diesen Erfolg ein Jahr später wiederholen. Zur Saison 2018/19 wechselte Flaake zum Ligarivalen Düsseldorfer EG, bei der er in den folgenden drei Jahren zu den torgefährlichsten Angreifern gehörte. Im Mai 2021 erhielt er einen Einjahresvertrag beim ERC Ingolstadt, der später verlängert wurde. Zum Abschluss der Spielzeit 2022/23 wurde der Stürmer mit dem ERCI Vizemeister, verließ den Klub aber daraufhin und wechselte zu den Augsburger Panthern. Bereits im November 2023 wurde der Vertrag mit Flaake auf Wunsch des Spielers aufgelöst und wechselte umgehend zu den Krefeld Pinguinen in die DEL2. Dort erbat er kurz nach dem Start der Saison 2024/25 aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit, sodass er im Verlauf der Spielzeit nur eine Partie für die Pinguine absolvierte.
International Im Juniorenbereich spielte Flaake mit der deutschen U18-Auswahl bei den Weltmeisterschaften 2007 und 2008 in der Top-Division. Für die deutsche U20-Eishockeynationalmannschaft trat er bei den Weltmeisterschaften 2009 in der Top-Division sowie 2008 und 2010, als er zum besten Stürmer gewählt wurde, in der Division I an.
Seit 2010 steht Flaake regelmäßig im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, musste jedoch auf Teilnahmen an den Weltmeisterschaften in den Jahren 2013, 2014 und 2015 jeweils verletzungsbedingt verzichten.focus.de Jerome Flaake und Michael Wolf sagen WM-Teilnahme ab Er nahm jedoch im Februar 2013 am Qualifikationsturnier für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 teil, bei dem die deutsche Auswahl an Österreich scheiterte. Im Mai 2016 gab er sein Weltmeisterschaftsdebüt.
Erfolge und Auszeichnungen 2007 Torschützenkönig der DNL-Hauptrunde (gemeinsam mit Martin Hinterstocker) 2008 Topscorer der DNL-Hauptrunde 2017 Deutscher Meister mit dem EHC Red Bull München 2018 Deutscher Meister mit dem EHC Red Bull München 2023 Deutscher Vizemeister mit dem ERC Ingolstadt
International 2008 Aufstieg in die Top Division bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft der Division I, Gruppe A 2010 Aufstieg in die Top Division bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft der Division I, Gruppe A 2010 Bester Stürmer der U20-Junioren-Weltmeisterschaft der Division I, Gruppe A
Karrierestatistik Stand: Ende der Saison 2024/25 Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2005/06 SC Riessersee DNL 36 17 19 36 36 3 0 2 2 0 2006/07 Jungadler Mannheim DNL 36 32 31 63 36 6 4 3 7 8 2007/08 Kölner Junghaie DNL 32 33 41 74 68 4 2 4 6 41 2007/08 Kölner Haie DEL 30 0 1 1 4 − − − − − 2008/09 Kölner Haie DEL 43 5 11 16 22 − − − − − 2009/10 Kölner Haie DEL 42 3 6 9 45 − − − − − 2009/10 Fischtown Pinguins Bremerhaven 2. Bundesliga 2 0 3 3 0 − − − − − 2010/11 Hamburg Freezers DEL 47 4 11 15 18 − − − − − 2011/12 Hamburg Freezers DEL 50 16 19 35 12 5 0 0 0 4 2012/13 Hamburg Freezers DEL 52 20 25 45 50 4 1 2 3 0 2013/14 Hamburg Freezers DEL 50 25 19 44 32 12 2 5 7 6 2014/15 Hamburg Freezers DEL 43 15 21 36 52 − − − − − 2015/16 Hamburg Freezers DEL 51 14 21 35 57 − − − − − 2016/17 EHC Red Bull München DEL 50 9 9 18 22 14 2 2 4 6 2017/18 EHC Red Bull München DEL 41 2 6 8 16 17 0 5 6 4 2018/19 Düsseldorfer EG DEL 22 3 5 8 4 6 1 0 1 4 2019/20 Düsseldorfer EG DEL 52 18 13 31 18 – – – – – 2020/21 Düsseldorfer EG DEL 34 12 6 18 12 – – – – – 2021/22 ERC Ingolstadt DEL 41 6 4 10 6 2 1 0 1 0 2022/23 ERC Ingolstadt DEL 50 9 11 20 18 3 0 0 0 0 2023/24 Augsburger Panther DEL 12 1 2 3 8 – – – – – 2023/24 Krefeld Pinguine DEL2 24 7 6 13 10 7 0 5 5 6 2024/25 Krefeld Pinguine DEL2 1 0 0 0 0 – – – – – DNL gesamt 104 81 92 173 134 13 6 9 15 49 2. Bundesliga/DEL2 gesamt 27 7 9 16 10 7 0 5 5 6 DEL gesamt 710 162 190 352 396 63 7 14 21 26
International Vertrat Deutschland bei: U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2007 U20-Junioren-Weltmeisterschaft der Division I 2008 U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2008 U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2009 U20-Junioren-Weltmeisterschaft der Division I 2010 Qualifikationsturnier für die Olympischen Winterspiele 2014 Weltmeisterschaft 2016
Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM 2007 Deutschland U18-WM 8. Platz 6 4 2 6 12 2008 Deutschland U20-WM Div. I 1. Platz 5 3 3 6 4 2008 Deutschland U18-WM 5. Platz 5 1 2 3 6 2009 Deutschland U20-WM 9. Platz 6 3 2 5 12 2010 Deutschland U20-WM Div. I 1. Platz 5 4 1 5 4 2013 Deutschland Olympia-Quali 2. Platz 3 1 2 3 0 2016 Deutschland WM 7. Platz 5 0 0 0 2 Junioren gesamt 27 15 10 25 38 Herren gesamt 8 1 2 3 2
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Einzelnachweise
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