mini|Im Hauptgebäude 5350 befinden sich Seminarräume, das Hans-Maurer-Auditorium sowie das Rechenzentrum mini|Mensa (links) und Bibliotheksgebäude 5370 (rechts) mini|Gebäude 5392 beherbergt die Medienstudiengänge und ingenieurwissenschaftliche Labore mini|Gebäude 5351 des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen mini|Gebäude 5354 auf dem Nordgelände wurde 2012 eröffnet und beherbergt u. a. den Gerhard-Mammen-Hörsaal und das CampusCenter mini|Die Hochschulleitung in Gebäude 5365 befindet sich am Rande des Campus
Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach (kurz Hochschule Ansbach, bis 2009: Fachhochschule Ansbach) ist eine staatliche Fachhochschule in Ansbach, Mittelfranken. Seit 2008 ist sie Partnerhochschule des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und kann zahlreiche Deutsche Meister, Olympiasieger und Weltmeister unter ihren Alumni verzeichnen.
Hochschule Ansbach Die Hochschule Ansbach wurde 1996 unter dem Namen Fachhochschule Ansbach gegründet.
2009 erfolgte die Umbenennung in Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Ansbach, und 2013 wurde sie gemäß einer geänderten Satzung in Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach neu benannt. Die Hochschule behält nach wie vor ihren Status als Fachhochschule bei.Art. 1 Abs. 2 des Bayerischen Hochschulgesetzes.
Die Hochschule Ansbach gehört zu den neuen staatlichen Hochschulen des Freistaates Bayern. Zu Beginn des Wintersemesters 2023/24 verzeichnete sie 3.782 Studierende in 38 verschiedenen Studiengängen sowie über 95 Professuren in den drei Fakultäten Wirtschaft, Technik und Medien. Der Anteil der ausländischen Studierenden belief sich auf etwa fünf Prozent.
Im Jahr 1998 wurde die Hochschule Ansbach Gründungsmitglied im MedienCampus Bayern, dem Dachverband für die Medienaus- und Weiterbildung in Bayern, und ist zudem Mitglied der High-Tech-Offensive Bayern.
Im Jahr 2023 wurde der Hochschule Ansbach im Verbund mit der OTH Amberg-Weiden für das Themenfeld Ressourceneffizienz und Digitalisierung das eigenständige Promotionsrecht verliehen.
Standorte Die Hochschule Ansbach ist neben ihrem Hauptstandort in Ansbach ebenfalls an den vier Außenstellen in Herrieden, Weißenburg, Feuchtwangen und Rothenburg (o.d.T.) präsent. In der Stadt Ansbach selbst hat sie neben dem Hauptcampus noch Standorte in der Brauhausstraße, am Pixel Campus und am Retti Campus. Darüber hinaus ist die Hochschule mit einem Büro auf dem Energiecampus in Nürnberg vertreten.
Campus Herrieden Am Standort Herrieden bündelt die Hochschule Ansbach Studienangebote im Bereich Total Productive Management (TPM) durch das CETPM in realistischer Umgebung. Im Modell-Produktionsbetrieb Lehrfabrik wird mit echten Maschinen sowie echten Produkten gearbeitet und Lehrinhalte aus dem Bereich Operational Excellence werden vermittelt. Im angeschlossenen Lehrbüro werden alle Prozesse im administrativen Bereich (Office Excellence) in einem realen Büroumfeld durchlaufen. Am Campus Herrieden ist der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Wertschöpfungsmanagement angesiedelt.
Campus Weißenburg Im Januar 2013 haben sich die Hochschule Ansbach und die Technische Hochschule Deggendorf sowie die Große Kreisstadt Weißenburg in Bayern und der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zusammengeschlossen, um das Technologie- und Studienzentrum kunststoffcampus bayern am Studienort Weißenburg zu gründen. Die Hochschule Ansbach übernimmt dabei den Part des Studienzentrums. Hierbei sollen das Technologie- und Studienzentrum eng miteinander verzahnt sein, sodass die Hochschule Ansbach das Technologiezentrum sowohl für Forschungsprojekte als auch zur Ausbildung nutzen kann. Am Campus Weißenburg sind die berufsbegleitenden Bachelorstudiengänge Angewandte Kunststofftechnik sowie Strategisches Management angesiedelt.
Campus Feuchtwangen In Zusammenarbeit mit der Stadt Feuchtwangen und der Bayerischen BauAkademie wurde im Spätsommer 2014 eine weitere Außenstelle der Hochschule Ansbach ins Leben gerufen – der Campus Feuchtwangen. Hier sind der Bachelorstudiengang Angewandte Ingenieurwissenschaften sowie die Masterstudiengänge Smart Energy Systems und Sustainable Building Systems angesiedelt. Hier liegt der Fokus auf der Verknüpfung von interdisziplinären Elementen der Versorgungs-, Automatisierungs, Gebäude- und Haustechnik mit den Grundlagen des Bauingenieurwesens. Im November 2022 erfolgte der offizielle Spatenstich zur Erweiterung des Campus durch den Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume. Im Zuge der Baumaßnahmen erhält der Campus Feuchtwangen neben der bestehenden Laborhalle ein Lehrsaalgebäude mit Seminarräumen, Büros und einem großen Hörsaal.
Campus Rothenburg Im Sommer 2015 hat der Standort Rothenburg ob der Tauber grünes Licht von der Bayerischen Staatsregierung erhalten, was den Beginn einer umfangreichen Modernisierung der früheren Luitpoldgrundschule markierte. Bereits 2017 konnte der Lehrbetrieb am neuen Campus in Rothenburg aufgenommen werden. Die offizielle Einweihung folgte im darauffolgenden Jahr, 2018. Das denkmalgeschützte Gebäude der Luitpoldgrundschule aus dem Jahr 1901 wurde mit einem modernen Innenleben versehen. Neben Seminarräumen, die auch Live-Übertragungen zu anderen Hochschulen ermöglichen, bietet der Campus Lern- und Kreativräume, eine Bibliothek, Multimediaräume, einen Academic-Dining-Room sowie ein Auditorium mit Keynote-Stage. Seit 2016 ist am Campus Rothenburg der Bachelorstudiengang Interkulturelles Management in Kooperation mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg angesiedelt. Der Campus ist seit 2020 zudem Lehrstandort für den Masterstudiengang Digital Marketing, dessen Vorlesungen im Blended-Learning-Modus, einer Kombination aus Onlinestudium und Präsenzveranstaltungen, stattfinden. Die Lehre im Blended-Learning-Modus bietet den Studierenden größtmögliche Flexibilität. Am Campus Rothenburg studieren rund zehn Prozent der an der Hochschule Ansbach immatrikulierten Studierenden.
Brauhausstraße Etwas nordöstlich und damit außerhalb des Campus liegt das Bürogebäude in der Brauhausstraße. Hier ist vor allem die Weiterbildungseinrichtung der Hochschule, die School of Business and Technology, zu Hause.
Pixel Campus Zentral in Ansbach gelegen, zwischen Reitbahn und Rathaus, findet man in einer der schönsten Straßen Ansbachs den Pixel Campus. Die schmucken Räumlichkeiten dienen als medialer Showroom der Hochschule. Gleichzeitig ist er die Schnittstelle für Kooperationen zwischen Studierenden, Unternehmen und Alumni. Hier ist auch die Gründungsberatung der Hochschule Ansbach angesiedelt.
Retti Campus Die neueste bauliche Errungenschaft der Hochschule Ansbach liegt nordöstlich vom Zentralcampus in der namensgebenden Rettistraße. Auf dem ehemaligen Gelände der Telekom bespielt die Hochschule auf circa 2.000 Quadratmetern zukunftsgewandte Studiengebiete. Außerdem haben dort das Zentrum für angewandte KI und Transfer AN[ki]T sowie das Mittelstand-Digital Zentrum Franken ihre Heimat gefunden.
Technologietransferzentren Die Hochschule Ansbach betreibt zwei Technologietransferzentren (TTZ) – in Neustadt an der Aisch und in Stein.
Das Technologietransferzentrum für Secure & Smart Data & Process Management Neustadt an der Aisch wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Neustadt a. d. Aisch und dem Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim betrieben. Es konzentriert sich auf den sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) für Daten- und Prozessmanagement in Unternehmen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen und Organisationen sollen die regionale Wirtschaft gestärkt und innovative Entwicklungen vorangetrieben werden.
Das Technologietransferzentrum für Digitalisierung in der notfallmedizinischen Bildung Stein basiert auf dem Institut für Notfallmedizinische Bildung (INOB), welches seit Oktober 2021 ein AN-Institut der Hochschule Ansbach ist. In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth (AGNF) und dem Klinikum Fürth konzentriert sich das Zentrum auf die Digitalisierung in der notfallmedizinischen Bildung durch den Einsatz moderner Methoden wie KI und Virtual Reality (VR). Neben Aus- und Weiterbildung liegt ein Schwerpunkt auch auf Bildungsforschung im Bereich Notfallmedizin, Rettungswesen und Patientensicherheit.
Beide Einrichtungen werden durch Stiftungsprofessuren unterstützt, die von regionalen Unternehmen und Organisationen bereitgestellt werden. Diese Professuren übernehmen den Aufbau und die wissenschaftliche Leitung der TTZs und sollen ein Netzwerk mit der regionalen Wirtschaft und Organisationen aufbauen.
Präsidenten
1996–2003: Bernhard Krämer 2003–2012: Gerhard Mammen 2012–2020: Ute Ambrosius 2021-heute: Sascha Müller-Feuerstein
Geschichte Mit dem Ziel, die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg zu entlasten, wurde im Jahr 1991 beschlossen, eine Abteilung der Fachhochschule Nürnberg in Ansbach zu errichten. Hierfür wurde ein Gründungsbeirat einberufen, dessen Vorsitz der damalige Rektor der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule, Helmut Stahl, übernahm. 1992 wurde Bernhard Krämer zum Gründungsbeauftragten für den Fachbereich Betriebswirtschaft II am Standort Ansbach bestellt und noch im selben Jahr wurde der Bauantrag eingereicht. Im Jahr 1994 kam der Wissenschaftsrat zu dem Schluss, dass die Region Westmittelfranken grundsätzlich für den Aufbau einer eigenständigen Fachhochschule Ansbach geeignet wäre. Daraufhin wurde ein Strukturbeirat eingesetzt, um ein umfassendes Konzept zur Organisation und fachlichen Aufteilung des Studienangebots für die eigenständige Fachhochschule Ansbach zu erarbeiten. Der Bayerische Landtag beschloss schließlich im Jahr 1996 die Gründung der Fachhochschule Ansbach.
Mit Wirkung vom 1. Juni 1996 wurde Bernhard Krämer zum Präsidenten der Fachhochschule Ansbach bestellt. Durch einen Vertrag zwischen dem Freistaat Bayern und der Stadt Ansbach erhielt die Fachhochschule Ansbach unentgeltlich Räume für eine vorläufige Geschäftsstelle in der Schalkhäuser Straße und die erforderlichen Sachmittel zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Die endgültige Unterbringung der Fachhochschule sollte auf einem Teil des Geländes der ehemaligen Hindenburgkaserne erfolgen. Innerhalb von fünf Monaten entstanden in drei der bereits bestehenden Gebäude auf dem Kasernengelände (Gebäude 5365, 5353 und 5370) Hörsäle, Seminarräume, eine vorläufige Bibliothek, ein moderner PC-Pool sowie Räume für die Allgemeine und die Studien-Verwaltung. Somit waren die räumlichen Voraussetzungen für einen Studienbeginn zum 1. Oktober 1996 geschaffen. Ab 1997 erfolgte der Umbau des Gebäudes 5351 für die Studienrichtung Ingenieurwesen. Kurz darauf folgten der Umbau des Zentralgebäudes 5350, der Ausbau der Bibliothek im Gebäude 5370 sowie der Neubau eines Labor- und Lehrsaalgebäudes (5392) und der Mensa (5387). Im Jahr 2011 wurde der Erweiterungsbau der Bibliothek fertiggestellt. Im September 2012 wurde schließlich der Neubau auf dem Nordgelände (5354) vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Heubisch, eingeweiht.
Gelände Der Campus, der sämtliche Gebäude einschließlich des Studentenwohnheims umfasst, ist bequem in 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ansbach erreichbar. Er befindet sich am nördlichen Rand des Zentrums der Stadt Ansbach. Das „70er“-Gebäude mit der im Jahr 2001 renovierten und 2011 erweiterten Bibliothek bildet das Herzstück des Campus. Zudem befinden sich das Studentenwohnheim Schöneckerstraße sowie der 2012 fertiggestellte Neubau 5354 auf dem Nordgelände.