Tributylamin ist eine chemische Verbindung die vor allem als Lösungsmittel bei Synthesen eingesetzt wird. Es gehört zur Stoffklasse der Amine, genauer der tertiären Amine.

Gewinnung und Darstellung Tributylamin kann durch Alkylierung von Ammoniak mit Butan-1-ol oder Butylhalogeniden hergestellt werden.

Eigenschaften Tributylamin ist eine farblose, hygroskopische Flüssigkeit mit ammoniakartigem Geruch. Sie ist eine Base, ist jedoch auf Grund der relativ größeren Butylgruppen sterisch stärker gehindert als das häufiger verwendete Triethylamin.

Sicherheitstechnische Kenngrößen Tributylamin bildet bei höherer Temperatur entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt zwischen 63 °C und 66 °C. Der Explosionsbereich liegt zwischen 0,7 Vol.‑% (54 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 6,0 Vol.‑% (464 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG). Die Zündtemperatur beträgt 195 °C. Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.

Verwendung Tributylamin wird unter anderem verwendet als: Zwischenprodukt zur Herstellung von anderen chemischen Verbindungen wie z. B. zur Herstellung von Tributylmethylammoniumchlorid (TBMAC, (C4H9)3CH3NCl, CAS-Nummer: ), Tributylbenzylammoniumchlorid (BTBAC, C19H34ClN, CAS-Nummer: ) und weiterer Tetrabutylammoniumsalze Lösungsmittel und Hilfsstoff zur Isolierung und Reinigung von Arzneistoffen Katalysator (Protonenakzeptor) für organische Synthesen und für Polymerisationen (z. B. für Phenolharze und Polyurethane) Korrosionsinhibitor in Hydraulikflüssigkeiten

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Alkylamin