Wylok (; , ) ist eine Siedlung städtischen Typs in der ukrainischen Oblast Transkarpatien mit etwa 3400 Einwohnern. miniatur|links|Kirche im Ort

Die zu 90 Prozent ungarischsprachige Siedlung liegt im Transkarpatischen Tiefland am Ufer der Theiß gegenüber der ungarischen Gemeinde Tiszabecs. Südlich der Ortschaft befindet sich ein Grenzübergang nach Ungarn. Wylok befindet sich im Rajon Berehowe etwa 17 Kilometer südwestlich der Stadt Wynohradiw und 21 Kilometer südöstlich der Stadt Berehowe.

Geschichte Die Ortschaft wurde 1304 zum ersten Mal schriftlich als Wylak erwähnt. 1657 wird sie von den Polen und 1661 von den Tataren verwüstet. 1910 hatte der im Königreich Ungarn im Komitat Ung liegende Ort 3470 Einwohner, davon waren 3411 Ungarn. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam er dann zur neu entstandenen Tschechoslowakei (als Teil der Karpatenukraine) und wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an die UdSSR abgetreten. 1959 erhielt der Ort dann den Status einer Siedlung städtischen Typs. mini|links|Synagoge im Ort

Sehenswürdigkeiten Turul-Denkmal, 1903 errichtet römisch-katholische Kirche von 1788, Sankt Helena geweiht griechisch-katholische Kirche von 1806 im klassizistischen Stil reformierte Kirche von 1727, 1859 umgebaut

Verwaltungsgliederung Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung städtischen Typs zusammen mit 10 umliegenden Dörfern zum Zentrum der neu gegründeten Siedlungsgemeinde Wylok (Вилоцька селищна громада/Wylozka selyschtschna hromada)Розпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 712-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Закарпатської області". Bis dahin bildete sie die Siedlungratsgemeinde Wylok (Вилоцька селищна рада/Wylozka selyschtschna rada) im Westen des Rajons Wynohradiw.

Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon BerehoweВерховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Wylok ein Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch slowakisch ungarisch deutsch Karatschyn Карачин Карачин (Karatschin) Karačiny, Karačfalva Karácsfalva

Matijowo Матійово Матиево (Matijewo) Maťejovo, Maťfalva Mátyfalva

Mischlisne Міжлісне Межлесное Nový Vrbovec, Nagyidajov dvor Újverbőc, Puskina

Nowe Selo Нове Село Новое Село (Nowoje Selo) Nové Selo, Vujhel Tiszaújhely

Perechrestja Перехрестя Перекрестье (Perekrestje) Kerestúr, Tisakerestur Tiszakeresztúr

Ruska Dolyna Руська Долина Русская Долина (Russkaja Dolina)

(Oroszvölgy)

Schalanky Шаланки Шаланки (Schalanki) Šalanky Salánk

Tschornyj Potik Чорний Потік Черный Поток (Tschernyj Potok) Černý Potok Feketepatak

Werbowe Вербове Вербовое (Werbowoje) (Conkáš) Csonkás

Werbowez Вербовець Вербовец Vrbovec, Verbovec Verbőc

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Oblast Transkarpatien Kategorie:Ort an der Theiß Kategorie:Rajon Berehowe Kategorie:Ersterwähnung 1304