miniatur|Hans Hermann Schaufuß als Theaterdirektor Emanuel Striese in dem Stück Der Raub der Sabinerinnen, 1945 Hans Herrmann Schaufuß (auch Hans-Hermann Schaufuß,Schaufuß, Hans-Hermann. In: Paul S. Ulrich: Theater, Tanz und Musik im Deutschen Bühnenjahrbuch. Ein Fundstellennachweis von biographischen Eintragungen, Abbildungen und Aufsätzen aus dem Bereich Theater, Tanz und Musik, die von 1836 bis 1984 im Deutschen Bühnenjahrbuch, seinen Vorgängern oder einigen anderen deutschen Theaterjahrbüchern erschienen sind. = Theatre, Dance and Music in the Deutsches Bühnenjahrbuch. Band 2: M – Z. Arno Spitz, Berlin 1985, ISBN 3-87061-266-5, S. 1322.) (voller Name Paul Richard Hans Schaufuß, * 13. Juli 1893 in Leipzig; † 30. Januar 1982 in München) war ein deutscher Schauspieler.

Leben Der aus einer Schauspielerfamilie stammende Schaufuß erhielt seine künstlerische Ausbildung in der Truppe seines Vaters. Im Oktober 1910 gab er sein Debüt am Sommertheater von Mayen bei einer Aufführung von Charleys Tante. Noch im selben Jahr gelangte er an das Stadttheater Trier. Bad Wildungen und Würzburg wurden weitere Stationen seines Schaffens.

In der Spielzeit 1918/19 folgte ein Engagement an den Hamburger Kammerspielen, 1922 ging er nach Berlin, wo er sich an verschiedenen Theatern wie dem Theater in der Königgrätzer Straße, dem Deutschen Theater, dem Lessingtheater, an der Volksbühne, am Schillertheater und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges am Hebbeltheater als Charakterkomiker profilierte. Er trat auch in Kabaretts auf. 1950 bis 1958 gehörte Schaufuß zum Ensemble des Münchner Residenztheaters. Danach wirkte er wieder in Berlin und am Staatstheater Stuttgart. Er verkörperte unter anderem die Figuren Puck und Zettel in Ein Sommernachtstraum, Striese in Der Raub der Sabinerinnen und Jakobowski in Werfels Jakobowski und der Oberst. Schaufuß stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Schaufuss, Hans Hermann, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 515

Schaufuß wirkte in einer Vielzahl von Spielfilmen mit, allerdings meist in kleinen und sehr kleinen Rollen. Zum Beispiel als Diener, Arzt oder Beamter hatte er einen kurzen Auftritt, ohne den Gang der Handlung wesentlich zu beeinflussen. Seine Söhne Hans Joachim Schaufuß und Peter-Timm Schaufuß wurden ebenfalls Schauspieler.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele 1952: Nikolai Gogol: Der Revisor (Bobtschinsky) – Regie: Walter Ohm (BR) 1952: Paul Verhoeven, Toni Impekoven: Das kleine Hofkonzert – Regie: Heinz-Günter Stamm (Hörspielbearbeitung – BR) 1953: Carl Zuckmayer: Ulla Winblad oder Musik und Leben des Carl Michael Bellmann (Jergenpuckel) – Regie: Walter Ohm (BR/RB/SWF) 1959: Thierry: Pension Spreewitz (Das Skatspiel, Folge 30, Erstsendung 24. Januar 1959) – Regie: Ivo Veit (RIAS Berlin) 1969: Dylan Thomas: Unter dem Milchwald – Regie: Raoul Wolfgang Schnell (BR/WDR)

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Siebter Band R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 87 f.

Weblinks

(Einträge sind mit Vorsicht zu genießen. Anders als dort behauptet, hat sich Schaufuß nie "Hans Hermann" genannt) Biografie mit Foto

Einzelnachweise

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