Der heraldische Panther ist ein feuerspeiendes, meist schlankes Fabelwesen in der Wappenkunst. Er hat mit dem natürlichen Panther (schwarzer Leopard oder Jaguar) allerdings keine Gemeinsamkeiten. Er ist eine gemeine Figur.
Gestaltung und Blason mini|hochkant|Das Wappen der Stadt Graz: Ein Panther, dem Flammen aus allen Körperöffnungen schlagen
Eigentlich heißt das Wesen Pantier (Panthier), weitere Bezeichnungen sind Parder und Pantel,Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1984. auch Panthertier.So bei: Er entstammt ursprünglich dem Physiologus, einem frühchristlichen Kompendium der Tiersymbolik, und symbolisiert in der europäischen heraldischen Tradition .Distichon zu den Landeshandfeste, 1523. Zitiert nach Weblink Steiermark
In der italienischen Heraldik wird er mit benannt, das heißt ‚die Süße‘, wegen des legendären .
Die Symbolik ist also durchaus friedvoll und beruft sich auf eine Mission mehr des Wortes als des Schwertes. Da im bayerisch-österreichischen Raum verbreitet, wird ein Zusammenhang mit der – vornehmlich irisch beeinflussten – fränkischen Bajuwaren-, dann bairischen Slawenmission des 7. bis 10. Jahrhunderts angenommen.
Der heraldische Panther wird in der Regel als ein Tier mit dem Unterkörper eines Löwen, Adlerklauen an den Füßen und mit einem gehörnten Drachenkopf dargestellt, auch ein Pferdekopf ist nicht unüblich. Zitiert nach Weblink Steiermark Immer aber ist er feuerspeiend, die Darstellung des Odems als Flamme steht in ikonographischer Nähe zur frühen Darstellung des Heiligen Geists. Manchmal schlägt das Feuer auch aus allen Körperöffnungen.Im Landeswappen der Steiermark ist das als unsittlich abgekommen, die Stadt Graz hat aber wieder die ursprüngliche Darstellung gewählt, also Flammen auch aus Genitalien und Anus schlagend.
Verwendung Im steirischen Raum ist seine Darstellung beliebt – dort als Steirischer Panther silbern auf grünem Feld. Seinen Ursprung soll dieser im Karantanischen Panther haben, oftmals schwarz auf Silber. Auch im bayrischen Raum ist er häufig, etwa blau in Silber im Raum Oberbayern (für die Grafen von Ortenburg, eine Spanheimer Seitenlinie), oder rot in Silber für Niederbayern.
Wappen mit dem Panther silber in Grün: Steirischer Panther blau oder rot in Silber: Ortenburg
Siehe auch Dolce (Wappentier) Weblinks
Nachweise und Anmerkungen Václav Vok Filip: Einführung in die Heraldik. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2000, S. o.A.
Panther! Kategorie:Geschichte der Steiermark