La Chaux ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Inoffiziell wird La Chaux zur Unterscheidung von anderen Gemeinden desselben Namens auch La Chaux-de-Gilley genannt. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pontarlier und ist Mitglied im Gemeindeverband Communauté de communes entre Doubs et Loue. Die Bewohner werden Saugets und Saugettes genannt.
Geographie La Chaux liegt auf , etwa 15 km nordnordöstlich der Stadt Pontarlier (Luftlinie). Das Straßendorf erstreckt sich im Jura, in einer weiten Mulde zwischen den Höhen von Crêt Monniot im Norden und dem Waldgebiet Bois des Courtots im Süden, in der Region Val du Saugeais.
Die Fläche des km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der zentrale Teil des Gebietes wird von einer Längsmulde eingenommen, die in geologisch-tektonischer Hinsicht eine Synklinale im Faltenjura bildet. Diese Senke ist etwas mehr als 1 Kilometer breit, weist eine Länge von 6 km auf und liegt durchschnittlich auf 880 m. Sie wird überwiegend von Wies- und Weideland bedeckt. Das Plateau besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. Nach Norden erstreckt sich das Gemeindeareal bis auf den breiten Kamm des Crêt Monniot, auf dem mit 1113 m die höchste Erhebung von La Chaux erreicht wird. Dieser Höhenzug bildet eine Antiklinale und ist gemäß der Streichrichtung des Juras in dieser Region in Richtung Südwest-Nordost orientiert. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal auf die angrenzenden Waldhöhen mit dem Bois des Courtots und dem Bois de Montflovin (bis 1030 m).
Zu La Chaux gehören neben dem eigentlichen Ort auch verschiedene Weiler und zahlreiche Einzelhöfe, darunter: Les Plans () im westlichen Teil der Senke von La Chaux Les Champs Guyons () in der Senke von La Chaux Le Crêt () in der Senke von La Chaux am Südfuß des Crêt Monniot
Nachbargemeinden von La Chaux sind Aubonne und Arc-sous-Cicon im Norden, Gilley im Nordosten, Pays-de-Montbenoît im Osten und Südosten, Maisons-du-Bois-Lièvremont und Arçon im Süden sowie Bugny und Ouhans im Westen.
Geschichte Im Mittelalter gehörte La Chaux zur klösterlichen Herrschaft Montbenoît. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.
Sehenswürdigkeiten Die Dorfkirche Saint-Antide wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Im Ortskern sind verschiedene Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert im traditionellen Stil des Haut-Doubs erhalten.
Bevölkerung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2010Einwohner 381 380 339 348 351 376 424 Quellen: Cassini und INSEE
Mit Einwohnern (Stand ) gehört La Chaux zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1896 wurden noch 569 Personen gezählt), wird seit Beginn der 1980er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.
Wirtschaft und Infrastruktur La Chaux war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Viehzucht und Milchwirtschaft) geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute verschiedene Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.
Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Gilley nach Bugny führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit La Longeville und Arc-sous-Cicon.
Literatur Le Patrimoine des Communes du Doubs. Band 2, Flohic Editions, Paris 2001, ISBN 2-84234-087-6, S. 743–744.
Weblinks
Informationen über die Gemeinde La Chaux (französisch)
Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté