Die Xanthochromie, auch Xanthochromasie oder Liquorxanthochromie (von griechisch xantho- = Wortteil „gelb“; und chromie von chroma abgeleitet = „Farbe“) ist der medizinische Begriff für die gelbe, rosa, oder rotbraune Verfärbung des Liquor cerebrospinalis, die als Folge einer Einblutung in den Liquorraum oder einer erhöhten Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Bilirubin auftritt. Kommt es zu einer Einblutung in den Liquorraum, tritt Hämoglobin aus den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) aus. Das Hämoglobin und dessen Abbauprodukte geben dem Liquor die veränderte Farbe.
Dass die Xanthochromie Ausdruck einer EiweißerhöhungWolfgang Seeger, Carl Ludwig Geletneky: Chirurgie des Nervensystems. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung. Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 229–262, hier: S. 232. sein kann, stellte G. Froin 1903G. Froin: Inflammations méningées avec réactions chromatique, fibrineuse et cytologiqeu du liquide céphalorachidien. In: Gaz. D’hôp. Band 72, 1903, S. 1005 ff. fest.
Typische Ursachen der Xanthochromie können sein: schwerer Ikterus Subarachnoidalblutung exzessive Eiweißvermehrung
Einzelnachweise
Kategorie:Untersuchungsbefund in der Neurologie