mini|Lage des Laufamholzer Forsts im Landkreis Nürnberger Land Laufamholzer Forst ist ein gemeindefreies Gebiet und eine Gemarkung im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.
Die Fläche vom gemeindefreien Gebiet beträgt 6,553 km² und ist mit der Fläche der Gemarkung deckungsgleich. Die Gemarkung ist in 59 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 111075,88 m² haben.
Lage Der Staatsforst ist der südlich des Nürnberger Stadtteiles Laufamholz und des Ortes Schwaig gelegene Teil des Lorenzer Reichswaldes. Die Autobahn Bundesautobahn 3 bildet die nordöstliche, die Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf die nordwestliche Grenze. Der Hirschenkopf () ist mit die höchste Erhebung in dem Gebiet. Ein Großteil ist Bestandteil des EU-Vogelschutzgebietes-Gebiets Nürnberger Reichswaldwww.protectedplanet.net, Nürnberger Reichswald (Abgerufen am 4. August 2017).
Gewässer Das Gebiet wird im Norden vom Schneidersbach durchflossen.
Geotop Im Südwesten des Laufamholzer Forstes befindet sich der Schüsselstein (), ein großer Sandsteinmonolith in der Sandsteinkeuperregion Mittelfränkisches Becken. Im Fels befinden sich kleinere Höhlen sowie mehrere schüsselähnliche Vertiefungen. Der Name des Felsens kommt von seinen schüsselförmigen Vertiefungen, die nach Regen teilweise mit Wasser gefüllt sind. Der Fels ist als Geotop 574R005Geotop: 574R005Schüsselstein (PDF-Datei; 168 kB) und als Bodendenkmal ausgewiesen.
Denkmäler Mordopfer 1. Juni 1945 An der Forststraße von Schwaig (Oberer Röthelweg) nach Brunn (Drei Hutbuchen) befindet sich ein im Jahre 1982 errichteter Gedenkstein (), der an neun Mordopfer des 1. Juni 1945 erinnert. Hier wurden nach Kriegsende des Zweiten Weltkrieges an der so genannten „Steinernen Bank“ neun Menschen im Alter von 6 bis 63 Jahren getötet. Das Schicksal der drei Männer, der fünf Frauen und des Kindes bleibt auch durch einen amerikanischen Tagesbericht, der im Nürnberger Staatsarchiv liegt, ungeklärt.Behringersdorf — Malmsbach — Schwaig. Bilder aus dem Leben einer Gemeinde im Nürnberger Land – einst und jetzt. Herausgegeben vom Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf e. V., ISBN 978-3-00-016895-6, Schwaig, Oktober 2005.
Forstreviergrenzsteine Um den Zustand der devastierten Wälder zu ermitteln, wurde 1840/41 im Nürnberger Reichswald eine Forsteinrichtung durchgeführt. In diesem Zusammenhang entstanden auch solche Forstreviergrenzsteine (Reviergrenzsäulen). Sie zeigen auf jeder Seite das damals angrenzende Revier. Darauf abgebildet sind Waldhämmer. Damit markierten die Förster jeden einzelnen Baum um Holzdiebstahl zu unterbinden.
Forstreviergrenzstein beim Schüsselstein Westlich vom Schüsselstein unmittelbar an der Forststraße () befindet sich dieser Forstreviergrenzstein. Hier sind Laufamholz, Brunn und Forsthof abgegrenzt.Bayerische Staatsforsten, Denkmäler im Nürnberger Reichswald Der dreieckige Sandsteinpfeiler mit Nischenaufsatz ist vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal (D-5-64-000-2245) ausgewiesen.
Forstreviergrenzstein Drei Hutbuchen Nördlich von Schwaig bei den Drei Hutbuchen an einer Forststraßenkreuzung () befindet sich dieser Forstreviergrenzstein. Hier sind Laufamholz, Brunn und Röthenbach abgegrenzt.
Siehe auch Liste der gemeindefreien Gebiete in Bayern Liste der Bodendenkmäler im Laufamholzer Forst Liste der Geotope im Landkreis Nürnberger Land Liste der Fließgewässer im Flusssystem Pegnitz Liste der Baudenkmäler in gemeindefreien Gebieten in Bayern
Bildergalerie
Weblinks
Gebietsverlauf Laufamholzer Forst in OpenStreetMap (Abgerufen am 2. Juni 2015)
Einzelnachweise Flächenangaben bei www.destatis.de, Stand 31. Dezember 2018, abgerufen am 1. August 2020.
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