Kerlouan (bretonisch Kerlouan) ist ein Ort und eine französische Gemeinde im Département Finistère mit Einwohnern (Stand ).
Lage und Klima Kerlouan befindet sich im Pays de Léon im Nordwesten der Bretagne in unmittelbarer Nähe der Küste des Ärmelkanals. Die Hafenstadt Brest liegt 35 km (Fahrtstrecke) südwestlich und Paris etwa 590 km östlich. Das Klima ist wechselhaft; Regen (ca. 800 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2021Einwohner 3244 3405 2865 2745 2238 2058 Quellen: Cassini und INSEE Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Stilllegung von bäuerlichen Kleinbetrieben („Höfesterben“) haben in hohem Maße zum Rückgang der Bevölkerungszahl beigetragen.
Wirtschaft Die Bevölkerung lebte als Selbstversorger jahrhundertelang von der Landwirtschaft und vom Fischfang. Manchmal verschaffte man sich ein mehr oder weniger legales Zubrot durch die Plünderung gestrandeter Schiffe nach dem Strandrecht (droit de bris). Erst mit der Verbesserung der Infrastruktur wurden regionale und überregionale Absatzmärkte erschlossen. Im 20. Jahrhundert kam der Tourismus als Einnahmequelle hinzu.
Geschichte Die eher kleine und abgelegene Gemeinde lag außerhalb der Interessensphäre der französischen und internationalen Politik.
Sehenswürdigkeiten mini|Ehem. Wachhaus in Ménez Ham (auch Meneham) mini|Weiler Meneham Die Atlantikküste mit ihren massiven Granitfelsen sind ein beliebtes Bouldergebiet, die Felsen am Strand werden vorwiegend aufgrund ihrer niedrigen Höhe zum Bouldern genutzt.Klettern: Bouldern am Meer. Mit Board und Bürste - Kerlouan. Ausgabe 06/2010, abgerufen am 13. Juli 2015 Pfarrkirche Saint-Brévalaire, umgebaut 1864 Herrenhaus im Weiler Kerivoas aus dem 16. Jahrhundert, seit 2001 teilweise als Monument historique anerkannt Allée couverte im Estuaire de la Quillimadec auch Allée couverte von Porz Huel Menhir von Kervizouarn Menhir von Théven Kapelle Saint-Anne aus dem 16. Jahrhundert, weitgehend umgestaltet im 17. Jahrhundert, ehemalige Pfarrkirche Kapelle Saint-Egarec Kapelle Notre-Dame im Weiler Le Croazou, erbaut 1832 Kapelle Saint-Guénal im Weiler Lestorquet, gegen 1521 errichtet Kapelle Saint-Sauveur, erbaut 1863 Museumsdorf Ménez Ham aus dem 18. Jahrhundert Ehemaliger Wachtposten im Weiler Ménez Ham aus dem 18. Jahrhundert, im Zweiten Weltkrieg ausgebaut Reste eines ehemaligen Wachtpostens im Weiler Kerbizien aus dem 18. Jahrhundert Viele Reste von Befestigungen des Atlantikwalls In der Nähe von Kerlouan befindet sich ein 300 m hoher Sendemast des französischen Militärs, über den Befehle an getauchte U-Boote gesendet werden.Sendemast Kerlouan (Kerlouan) - Structurae, abgerufen am 1. September 2015 Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Kerlouan
Literatur Le Patrimoine des Communes du Finistère. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-039-6, S. 750–754.
Weblinks
Einzelnachweise
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