Luc Abalo (* 6. September 1984 in Ivry-sur-Seine, Frankreich) ist ein ehemaliger französischer Handballspieler togoischer Abstammung, der auch für die französische Handballnationalmannschaft auflief.
Karriere Vereinskarriere links|mini|Luc Abalo bei einem Spiel der Französischen Nationalmannschaft Seit seiner Jugend spielte Abalo in seiner Heimatstadt bei US Ivry HB, wo er 2005 auch seinen ersten Profivertrag erhalten hatte. 2005/06 war sein Club Vierter der 1. französischen Division und erreichte das Pokalfinale, 2006/07 gewann man sogar die französische Meisterschaft. 2005, 2006 und 2007 wurde Luc Abalo jeweils zum besten Rechtsaußen der 1. französischen Division gewählt. 2008 – und nicht wie zuerst geplant 2007 – wechselte er zum spanischen Topclub BM Ciudad Real. Mit Ciudad Real gewann er 2009 die spanische Meisterschaft und die EHF Champions League. 2010 kam ein weiterer spanischer Meistertitel hinzu. 2011 war die am wenigsten erfolgreiche Saison für ihn, seitdem er zu Ciudad Real gewechselt war. Er gewann mit seinem Team nur den Spanischen Pokal. Nach der Saison 2010/11 wurde er auch mit dem THW Kiel in Verbindung gebracht, nachdem Ciudad Real bekannt gab, aus finanziellen Gründen nach Madrid wechseln zu wollen.archiv.thw-handball.de: Sprungwunder zum THW?, abgerufen am 29. April 2019 Er blieb dem Verein aber treu, und wechselte mit dem kompletten Verein BM Ciudad Real zu BM Atlético Madrid. Im Sommer 2012 unterschrieb er einen Vertrag beim französischen Erstligisten Paris Saint-Germain.Endlich zurück in Frankreich: Abalo unterschreibt in Paris Mit Paris gewann er 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 die Meisterschaft sowie 2014, 2015 und 2018 den französischen Pokal. Zur Saison 2020/21 wechselte Abalo zum norwegischen Erstligisten Elverum Håndball.handball-world.news: Transfer-Überraschung: Luc Abalo wechselt nach Norwegen, abgerufen am 28. Mai 2020 Mit Elverum gewann er 2020 den norwegischen Pokal sowie 2021 die norwegische Meisterschaft. Nach der WM in Ägypten im Januar 2021 hielt er sich in Paris fit und nahm nur noch an den Champions-League-Spielen teil, da ihm auf Grund der strengen Einreiseregeln für Ausländer in Norwegen die Rückkehr nicht erlaubt war. Im September 2021 unterschrieb er beim japanischen Erstligisten Siegstar Tokio.re-how.net Signed with Luc Abalo, the legend of France’s handball team abgerufen am 17. September 2021 Nach der Saison 2022/23 beendete er seine Karriere.handball-world.news: Dreifacher Olympiasieger Luc Abalo beendet Handball-Karriere abgerufen am 14. Februar 2023
Nationalmannschaftskarriere Luc Abalo hat 286 Länderspiele für die französische Handballnationalmannschaft bestritten und wurde jeweils dreimal Olympiasieger, Weltmeister und Europameister. Zwischen 2010 und 2013 hielt er als Nationalspieler alle drei großen Titel gleichzeitig. Nach seinem dritten Olympiasieg am 7. August 2021 beendete er seine Karriere in der Nationalmannschaft.ehfcl.eurohandball.com: Elverum with the drive to break top-six barrier, abgerufen am 4. August 2021
Sonstiges Abalo ist Offizier des französischen Nationalverdienstordens. auf legiondhonneur.fr, abgerufen am 21. März 2013 und auf elysee.fr, abgerufen am 21. März 2013 Im September 2021 wurde ihm für den Gewinn der Goldmedaille mit der französischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio der Offiziersorden der Französischen Ehrenlegion verliehen.
Erfolge Französische Nationalmannschaft Weltmeister: 2009, 2011, 2017 Europameister: 2006, 2010, 2014 Olympiasieger: 2008 in Peking, 2012 in London und 2020 in Tokio Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro All-Star-Team EM 2010, EM 2014
Verein US Ivry HB Französischer Meister: 2007 Paris Saint-Germain Französischer Meister: 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020 Französischer Pokalsieger: 2014, 2015, 2018 Ciudad Real Spanischer Meister: 2009, 2010 Spanischer Pokalsieger: 2011 Champions League Sieger: 2009 Super Globe Sieger: 2010 Elverum Håndball Norwegischer Meister: 2021 Norwegischer Pokalsieger: 2020
Weblinks
Porträt beim französischen Handballverband
Einzelnachweise
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