Die Patrone 7,5 × 54 mm war mehrere Jahrzehnte lang die Standard-Gewehrmunition der französischen Streitkräfte. Sie entstand nach dem Ersten Weltkrieg und war als längst überfälliger Ersatz für die veraltete Randpatrone 8 mm Lebel gedacht.
Entwicklung mini|links|hochkant=0.5|Patrone 7,5 × 54 mm Der ursprüngliche Entwurf Modèle 1924 besaß eine randlose Hülse von 58 mm Länge. Diese Version bewährte sich jedoch nicht. Sie sah der deutschen Patrone 7,92 × 57 mm sehr ähnlich, die reichlich in Beutebeständen vorhanden war, was zu folgenschweren Verwechslungen führte. Die deutsche Munition passte zwar ins Patronenlager, doch das größere Geschoss konnte beim Feuern den Lauf bersten lassen. Mit der verkürzten Version Modèle 1929 löste das Problem, denn nun konnte der Verschluss nicht mehr verriegeln, wenn versehentlich eine 8 × 57 mm IS zugeführt wurde. Frankreich hielt noch bis in die 1980er-Jahre an der Patrone fest, erst danach wurden auch dort NATO-Kaliber eingeführt.
Waffen Maschinengewehre MAC-24/29, MAC-31, MAC-34, Darne, AA-52 Mehrladegewehr MAS-36 Selbstladegewehr MAS-49 Scharfschützengewehr FR F1, später auf 7,62 × 51 mm NATO umgerüstet
Andere Bezeichnungen 7,5 mm MAS 7,5 mm French (Service) 7,5 mm M1929
Literatur Reiner Lidschun, Günter Wollert: Enzyklopädie der Infanteriewaffen – 1918 bis 1945 – Band 1. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8289-0406-8, S. 78.
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