Elfriede Irrall (* 18. Februar 1938 in Wien; † 26. Februar 2018 ebendaSchauspielerin Elfriede Irrall verstorben. ORF Burgenland, 27. Februar 2018, abgerufen am 27. Februar 2018.) war eine österreichische Schauspielerin.

Leben mini|hochkant=1.3|Wohnhaus von Elfriede Irrall Ihre Ausbildung absolvierte sie von 1952 bis 1955 an der Schauspielschule Krauss in Wien. Nach ihrem Debüt in Wien wechselte sie 1955 an das Stadttheater Bonn, dem sie bis 1957 angehörte. Von 1957 bis 1959 spielte sie an den Bühnen der Stadt Köln, ab 1959 am Theater in der Josefstadt in Wien. Ihre wesentlichen weiteren Engagements waren das Wiener Volkstheater (1960 Lulu von Frank Wedekind, Regie: Gustav Manker), das Renaissance-Theater und die Freie Volksbühne in Berlin, das Schauspielhaus Zürich, das Wiener Burgtheater und Peter Steins Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin.

Dazu kamen zahlreiche Hörfunk-, Film- und Fernseharbeiten wie 1959 eines der berühmten Paul-Temple-Hörspiele, Paul Temple und der Fall Spencer unter der Regie von Eduard Hermann, die Darstellung der Titelfigur in dem ZDF-Zweiteiler Madame Bovary (1968) nach dem gleichnamigen Roman von Gustave Flaubert, mehrere Filme des österreichischen Regisseurs Andreas Gruber sowie Ohrenbär – Radiogeschichten für kleine Leute für den Rundfunk Berlin-Brandenburg Ohrenbär – Radiogeschichten für kleine Leute, abgerufen am 27. Februar 2018..

Irrall gründete 1982 mit Olaf Scheuring die Wanderbühne Theaterspielwerk, mit der sie mehrere Jahre durch den deutschsprachigen Raum tourten. Darüber hinaus absolvierte Irrall Lehrtätigkeiten in der Schauspielausbildung in Berlin und Wien.Goldene Wiener Auszeichnung für Elfriede Irrall und Doris Weiner. Rathauskorrespondenz-Meldung im Presse-Service der Stadt Wien, 14. November 2012, abgerufen am 27. Februar 2018. In Berlin engagierte sie sich 1999 für ein Projekt im Paul-Schneider-Haus, das Jugendlichen die Teilnahme an Theaterkursen ermöglichte.Schauspielerin beteiligt sich an Kulturarbeit der Neustadt: Elfriede Irrall inszeniert Fabeln mit Kindern. Berliner Zeitung, 9. Februar 1999, abgerufen am 27. Februar 2018.

Elfriede Irrall lebte im burgenländischen Lutzmannsburg und in Wien. Nach ihrer Ehe mit Walter Kohut war der Regisseur, Dramaturg und Schauspieler Olaf Scheuring bis zu seinem Tod 2009 ihr Lebensgefährte.Katharina Menhofer: Ein perfektes Paar. Österreich 1, 15. Juni 2010, abgerufen am 27. Februar 2018. Irrall starb wenige Tage nach ihrem 80. Geburtstag in Wien. Irrall und Scheuring wurden kremiert und in einer Privatgrabstätte im Garten ihres Wohnhauses in Lutzmannsburg beigesetzt.

Filmografie (Auswahl) 1960: Herr Puntila und sein Knecht Matti 1961: Die Spur der Leidenschaft (Fernsehfilm) 1962: Das Geheimnis der schwarzen Koffer 1962: Ende schlecht – Alles gut (Fernsehfilm) 1962: Die glücklichen Jahre der Thorwalds 1964: Sechs Personen suchen einen Autor (Fernsehfilm) 1964: Hilfe, meine Braut klaut 1965: Der Gärtner von Toulouse (Fernsehfilm) 1967: Claire (Fernsehfilm) 1967: Abgründe (Fernsehfilm) 1968: Affäre Dreyfuss (Fernsehfilm) 1968: Madame Bovary (Fernsehserie) 1969: Die Glasmenagerie (Fernsehfilm) 1971: Peer Gynt (Fernsehserie) 1973: Die Wollands 1974: Der Kommissar – Schwierigkeiten eines Außenseiters 1974: Lohn und Liebe (Fernsehfilm) 1976: Sladek oder Die schwarze Armee (Fernsehfilm) 1976: Tatort – Abendstern 1979: Lemminge (Fernsehfilm) 1979: Bellas Tod (Buch: Georges Simenon, Regie: Wolfgang Storch) – als Lorraine Sherman 1980: Familie Merian (Fernsehserie) 1980: Die Kinder aus Nr. 67 1981: Etwas wird sichtbar (Dokumentation) 1981: Der Rote Strumpf 1982: Regentropfen 1982: Logik des Gefühls 1983: Variation (Fernsehfilm) 1994: Hasenjagd – Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen 1997: Lamorte (Fernsehfilm) 1997: Die Schuld der Liebe 1998: Glatteis (Fernsehfilm) 1999: Der Vulkan 2000: Abschied. Brechts letzter Sommer 2001: Die Liebe meines Lebens (Fernsehfilm) 2003: Der Landarzt – Wiedersehen in Dänemark 2005: Die Landärztin – Die Landärztin 2009: Kleine Fische 2010: Vielleicht in einem anderen Leben 2010: Tatort – Glaube, Liebe, Tod 2011: Zwischen den Zeilen 2012: SOKO Kitzbühel – Grabesstille 2013: Shirley – Visions of Reality (Film) 2016: Hannas schlafende Hunde 2018: Der Trafikant

Theater 2012: Lotty und Lilya (Katrin Ammon) Stadttheater Walfischgasse Wien 2011: Harold and Maude (Colin Higgins) Volkstheater Wien 2010: Roses Geheimnis (Neil Simon) Volkstheater Wien 2009: John Gabriel Borkman (Henrik Ibsen) Ernst Deutsch Theater 2007–2009: Rose und Walsh (Neil Simon) Hamburger Kammerspiele 2006: Donna Rosit (F.G. Lorca) Schauspielhaus Bochum 2005: Not I (Beckett-Hollinger-Abend) Zeitgenössische Oper Berlin Management Agnes Rehling, abgerufen am 27. Februar 2018 (pdf; 141 kB).

Hörspiele (Auswahl) 1962: Alfred Hartner: Richter Justus Veit (Theresa, Frau des Richters) – Regie: Alfred Hartner (Hörspiel – ORF Wien) 2013: Francis Iles: Verdacht (Nach dem Roman „Before the Fact“) – Übersetzung, Bearbeitung und Regie: Regine Ahrem (RBB) 2014: Christine Nagel: Nach dem Verschwinden – Regie: Christine Nagel (Hörspiel – RBB) 2016: Aldous Huxley: Schöne neue Welt – Regie: Regine Ahrem (Hörspiel – RBB) – in der Rolle der Morgana Mond

Publikationen (als Hg.), Olaf Scheuring: unerhört das leben, Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2012, ISBN 978-3-99028-046-1. mit Olaf Scheuring: Und künde anderen von solchem Glück, Verl. Bibliothek der Provinz, Weitra 2014, ISBN 978-3-99028-363-9. mit Olaf Scheuring: Yggdrasill, Verl. Bibliothek der Provinz, Weitra 2018, ISBN 978-3-99028-684-5.

Auszeichnungen 2012: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 448.

Weblinks

Christina Böck: Vorsatz Lächeln: Elfriede Irrall Interview auf DiePresse.com, 10. Februar 2011 Elfriede Irrall im Verlag Bibliothek der Provinz

Einzelnachweise

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