Aiquile ist eine Kleinstadt im Departamento Cochabamba im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien. Sie wurde im Mai 1998 von einem starken Erdbeben heimgesucht.Aiquile und Totora: Wenn die Erde bebt Danach war ein beinahe kompletter Wiederaufbau der Ortschaft notwendig.

Lage im Nahraum mini|Charango-Denkmal in Aiquile Aiquile ist der zentrale Ort des Municipio Aiquile und Sitz der Verwaltung der Provinz Narciso Campero. Der Ort liegt auf einer Höhe von in einem Täler der Sierra de Catatiri, die sich zwischen Cordillera Oriental und Cordillera Central in Nord-Süd-Richtung erstreckt.

Geographie Aiquile liegt zwischen den Gebirgsketten der bolivianischen Cordillera Oriental und der Cordillera Central. Das Klima ist geprägt durch ganzjährig frühlingshafte Temperaturen und geringe Niederschläge.

Die Jahresdurchschnittstemperatur der Region liegt bei etwa 20 °C (siehe Klimadiagramm Mizque) und einem Jahresniederschlag von 550 mm. Der Sommer von Oktober bis März weist monatliche Durchschnittstemperaturen von 22 °C auf, kälteste Monate sind Juni und Juli mit gut 17 °C. Von April bis Oktober herrscht Trockenzeit mit Niederschlägen unter 20 mm, der Sommer weist von Dezember bis Februar Niederschläge von 110 bis 135 mm auf.

Verkehrsnetz Aiquile liegt 218 Straßenkilometer entfernt von Cochabamba, der Hauptstadt des Departamentos.

Die Stadt liegt an der 898 Kilometer langen Nationalstraße Ruta 5, die den bolivianischen Altiplano von Nordosten nach Südwesten durchquert. Nach Norden hin führt eine unbefestigte Landstraße über 89 Kilometer nach Epizana und trifft dort auf die Ruta 7, die von Cochabamba aus ins Tiefland nach Santa Cruz führt. Südlich führt die Ruta 5 in das 136 Kilometer entfernte Sucre und von dort weiter nach Westen zur chilenischen Grenze.

Aiquile ist die Endstation der Bahnlinie von Cochabamba über Vila Vila und Mizque. Diese Bahnlinie wurde mit einem Ferrobus bedient, im Januar 2020 jedoch durch starke Regenfälle so stark beschädigt, dass der Betrieb eingestellt werden musste. Im Februar 2026 wurde angekündigt, dass die Strecke baulich instand gesetzt und dann wiedereröffnet werden soll.Reactivan buscarril en tramo Vila Vila-Aiquile auf www.eldiario.net, abgerufen am 14. März 2026 (spanisch)

Außerdem verfügt Aiquile über direkte Busverbindungen nach Cochabamba und Sucre.

Bevölkerung Die Einwohnerzahl der Ortschaft ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um mehr als ein Drittel angestiegen: Jahr Einwohner Quelle 1992 5 525 VolkszählungINE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 1992 2001 7 381 VolkszählungINE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2001 2012 7 863 Volkszählung 2024 8 857Volkszählung

Religion mini|Kathedrale San Pedro Virgen de la Candelaria Aiquile ist Sitz der römisch-katholischen Territorialprälatur Aiquile. Die Kathedrale San Pedro Virgen de la Candelaria ist die Hauptkirche.

Einzelnachweise

Weblinks

Reliefkarte der Region Aiquile 1:250.000 (PDF; 9,35 MB) Municipio Aiquile - Übersichtskarten Nr. 30201 Municipio Aiquile - Detailkarte und Bevölkerungsdaten (PDF; 801 kB) (spanisch) Departamento Cochabamba - Sozialdaten der Municipios (PDF; 7,58 MB) (spanisch)