Welykyj Bytschkiw (; , deutsch selten Groß-Botschkau, , ) ist eine Siedlung städtischen Typs in der westlichen Ukraine (Oblast Transkarpatien, Rajon Rachiw) etwa 36 Kilometer östlich der Stadt Tjatschiw. mini|links|Blick auf das Zentrum des Ortes

Der etwa 9400 Einwohner zählende Ort liegt im Tal der Theiß beim Zusammenfluss mit dem Fluss Schopurka (Шопурка).

Verwaltung Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung städtischen Typs zusammen mit 1 Siedlung städtischen Type und 7 umliegenden Dörfern zum Zentrum der neu gegründeten Siedlungsgemeinde Welykyj Bytschkiw (Великобичківська селищна громада/Welykobytschkiwska selyschtschna hromada) im Rajon RachiwРозпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 712-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Закарпатської області". Bis dahin bildete sie die Siedlungratsgemeinde Welykyj Bytschkiw (Великобичківська селищна рада/Welykobytschkiwska selyschtschna rada).

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Welykyj Bytschkiw ein Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch slowakisch ungarisch deutsch Kobylezka Poljana Кобилецька Поляна Кобылецкая Поляна (Kobylezkaja Poljana) Kobylecká Poľana, Kabolecká Poljana, Poľana Kobilská Gyertyánliget, Kabola Polyána

Kossiwska Poljana Косівська Поляна Косовская Поляна (Kossowskaja Poljana) Kosovská Poľana Kaszómező, Kaszópolyána

Luh Луг Луг (Lug) Luh Tiszalonka

Plajuz Плаюць Плаюц Plajuk Plajuc

Rossischka Росішка Росошка (Rossoschka) Rozsoška, Rosuška Rászócska, Roszucska

Strymba Стримба Стрымба Strimba Almáspatak

Werchnje Wodjane Верхнє Водяне Верхнее Водяное (Werchneje Wodjanoje) Vyšná Apša Felsőapsa

Wodyzja Водиця Водица (Wodiza) Apšice, Apšica Kisapsa

Geschichte Der Ort wurde 1358 zum ersten Mal schriftlich als Buchku erwähnt und leitet sich vom slawischen Wort für „Stier“ ab. 1556 kam er unter die Herrschaft der Báthorys, 1711 stand im Ort schon ein herrschaftlicher Sitz. Nach dem fehlgeschlagenen Aufstand unter Franz II. Rákóczi und den damit einhergehenden Vertreibungen und Fluchtbewegungen siedelten sich Deutsche im Umfeld des Ortes an. Es entstanden im Laufe der Zeit drei unterscheidbare Siedlungsplätze: Nagybocskó und Kisbocskó („Groß-“ und „Klein-“Botschko), welche das heutige Welykyj Bytschkiw ausmachen und Németbocskó („Deutsch Botschko“), welches auf der südlichen Flussseite auf rumänischem Gebiet liegt und dort Bocicoiu Mare heißt. 1910 hatte der zum Königreich Ungarn im Komitat Máramaros liegende Ort 5955 Einwohner, davon waren 3078 Ruthenen, 1646 Ungarn und 1177 Deutsche. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam er dann zur neu entstandenen Tschechoslowakei (als Teil der Karpatenukraine) und wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an die UdSSR abgetreten. Am 30. Mai 1947 erhielt der Ort dann den Status einer Siedlung städtischen TypsУказ ПВР УРСР від 30.5.1947 "Про віднесення сіл Великий Березний, Великий Бичків, Волове, Іршава, Королеве, Перечин, Рахів, Свалява, Солотвина, Тячів, Чоп і Ясиня, Закарпатської області до категорії селищ міського типу".

Es gibt im Ort eine Chemiefabrik, eine Schwefelsäurefabrik sowie eine Salzraffinerie. Zwischen 1970 und 1998 gab es auch einen Bahnanschluss an die Bahnstrecke Tereswa–Welykyj Bytschkiw und eine 1930 erbaute Waldbahn, welche nach Norden führte und die früher ebenfalls im Ort ansässige Forstwirtschaft unterstützte.

Persönlichkeiten Theodore Romscha (1911–1947), Bischof und Apostolischer Administrator Iwan Jaremtschuk (* 1962), Fußballspieler

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Oblast Transkarpatien Kategorie:Rajon Rachiw Kategorie:Ort an der Theiß Kategorie:Ersterwähnung 1358