Als Biolithe (von griechisch bios, „Leben“ und lithos, „Stein“) werden biogene Sedimente und Sedimentgesteine bezeichnet, die zum größten Teil aus den Resten von Tieren (als Zoolithe) oder Pflanzen (als Phytolithe) bestehen. Unterteilt werden sie petrografisch nach dem Paläobotaniker und Erdölgeologen Robert Potonié (1889–1974)H. Murawski, W. Meyer: Geologisches Wörterbuch. 11. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2004, ISBN 3-8274-1445-8. in brennbare Biolithe, Kaustobiolithe genannt, und nicht brennbare, als Akaustobiolithe bezeichnetes Gestein.

Zu den Kaustobiolithen gehören beispielsweise Kohlengestein, Faulschlammgestein wie Kupferschiefer und Harze. Akaustobiolithe sind unter anderem Radiolarit (Kieselschiefer) und Muschel- und Korallenkalk.Rudolf Hohl (Hrsg.): Die Entwicklungsgeschichte der Erde, Nachdruck der 5. Auflage, Hanau/Main 1985, S. 580

Kaustobiolithe zu den sogenannten Humolithen gehört: Torf aus Hoch- und Flachmooren Braunkohle Steinkohle

sogenannte Sapropelite sind: Sapropel Gyttja Kupferschiefer Bogheadkohle

unter Liptolithen versteht man: Harze Bernstein

Akaustobiolithe Kalkgesteine in diesem Sinne sind: Seekreide Riffkalk Schillkalkstein Kalktuffe Oolithe Onkolithe

Erze: Weißeisenerz See-Erz Minette Silikolithe (Gurgesteine): Kieselgur Radiolariengur Hornstein

Biopelite (Schlickgestein): Wattenschlick Mangrovenschlick Flyschtone Wellenkalk

Einzelnachweise

Kategorie:Biogenes Sedimentgestein