Maulévrier ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire. Sie gehört zum Arrondissement Cholet und ist Mitglied im Gemeindeverband Cholet Agglomération. Die Einwohner werden Maulévrais und Maulévraises genannt.
Die Gemeinde erhielt 2023 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.
Geografie
Maulévrier liegt etwa 12 Kilometer ostsüdöstlich von Cholet und etwa 54 Kilometer südsüdwestlich von Angers in der Région naturelle Mauges und, historisch gesehen, im Südwesten der Provinz Anjou. Die Gemeinde erstreckt sich am südlichen Rand des Départements Maine-et-Loire an der Grenze zum benachbarten Département Deux-Sèvres. Sie befindet sich im Einzugsgebiet der Loire auf etwa Höhe. Die Moine durchquert das südliche Gemeindegebiet, bevor sie es im Südwesten begrenzt. Sie wird zunächst zum Lac du Verdon aufgestaut, im weiteren Verlauf erneut zum Lac du Ribou aufgestaut, zusammen mit dem Trézon, der die Gemeinde abschnittsweise im Norden begrenzt. Außerdem wird die Gemeinde vom Ruisseau de la Haie de Rez, vom Ruisseau de la Guichardière, vom Ruisseau de la Blanche aus Moines, vom Ruisseau de Chantoiseau, von der Rivière Noire, vom Ruisseau des Arcis, vom zeitweise trockenfallenden Ruisseau de Touchou und verschiedenen kleineren Bächen entwässert.
Teile des Gebiets von Maulévrier gehören zur ZNIEFF-Naturzone „Lac du Verdon“ (520005709). Etwa 90 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich genutzt, der Anteil an Wasserflächen beträgt etwa 3 %, der bebauten Flächen etwa 4 %.
Umgeben wird Maulévrier von den sechs Nachbargemeinden:
Geschichte Der Name Maulévrier stammt vom lateinischen Malum Leporarium, woraus Malus Leporium und Malus Levrarius; in jedem Fall ein Ort, der für Hasen ungesund ist.
Bevölkerungsentwicklung
Sehenswürdigkeiten
Jungsteinzeitlicher Menhir de la Grande Moinie oder Pierre au Sel im Weiler Le Pré de la Grande-Pierre, seit 1975 als Monument historique klassifiziert Pfarrkirche Saint-Jean-Baptiste mit Ursprüngen aus dem 13. Jahrhundert Kapelle Notre-Dame-de-Recouvrance aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kapelle Notre-Dame-de-Toutes-Aides aus dem 17. und 18. Jahrhundert Kapelle Saint-Barthélemy im Weiler Les Valotières aus dem 18. Jahrhundert Kapelle Notre-Dame-de-la-Forge im Weiler Les Jahandières aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Schloss Les Colbert aus dem 17. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert nach den Zerstörungen während der Französischen Revolution umgestaltet, seit 1995 in Teilen als Monument historique eingeschrieben Parc oriental de Maulévrier, der größte japanische Garten Frankreichs Herrenhaus La Guichardière aus dem 15. und 16. Jahrhundert Herrenhaus Touvois aus dem 15. und 16. Jahrhundert Herrenhaus La Vieillère aus dem 16. und 17. Jahrhundert Herrenhaus L’Oumois vermutlich aus dem 18. Jahrhundert Herrenhaus La Brunière aus dem 16. Jahrhundert Burg Frogerie aus dem 15. Jahrhundert Mehrere Häuser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert Windmühle im Weiler Le Haut-Robé, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert
Verkehr Die Departementsstraße D 20 führt in nordwestlicher Richtung nach Cholet, die D 65 in nördlicher Richtung nach Vezins, die D 25 in nordöstlicher Richtung nach Lys-Haut-Layon, die D 157 in südöstlicher Richtung nach Nueil-les-Aubiers, die D 41 in südlicher Richtung nach Mauléon. Eine Buslinie der Transportgesellschaft Choletbus des Gemeindeverbands verbindet die Gemeinde mit Cholet und mit Somloire.
Städtepartnerschaften Maulévrier ist seit 2005 mit der Gemeinde Coppet im Kanton Waadt in der Schweiz durch eine Partnerschaft verbunden.
Persönlichkeiten Louis-Henri-Joseph Kardinal Luçon (1842–1930), französischer Geistlicher und Erzbischof von Reims, geboren in Maulévrier Jean-Marc Ayrault (* 1950), französischer Politiker der Parti socialiste, geboren in Maulévrier
Literatur Le Patrimoine des Communes de Maine-et-Loire. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-117-1, S. 520–525.
Weblinks
Einzelnachweise
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