Die Bremen war eine Fregatte der Deutschen Marine und Typschiff der Bremen-Klasse. Sie war nach der 1915 gesunkenen Bremen das zweite Kriegsschiff einer deutschen Marine, welches diesen Namen trug und nach der Freien Hansestadt Bremen benannt war.

Geschichte Die spätere Bremen wurde am 9. Juli 1979 für die Bundesmarine auf der Bremer-Vulkan-Werft auf Kiel gelegt. Ihre Indienststellung erfolgte am 7. Mai 1982 und sie wurde dem 4. Fregattengeschwader zugeteilt. Ihre Hauptaufgabe sollte die Bekämpfung von U-Booten sein. Die Stadt Bremen übernahm am 29. Mai 1982 die Patenschaft für das Schiff. Taufpatin war die Frau von Bremens Bürgermeister Hans Koschnick, Christine Koschnick.

Die Bremen war das erste Schiff der Baureihe F-122 und erste Schiff der Bundesmarine, das Hubschrauber mitführte. Über 50.000 PS Leistung, die über zwei Wellen auf zwei Sieben-Blatt-Propeller übertragen wurden, ermöglichten ihr Geschwindigkeiten bis zu 30 Knoten. Mehr als 200 Mann Besatzung befanden sich an Bord.

Die Bremen nahm an vielfältigen Einsätzen teil. Dazu gehören neben häufigen Teilnahmen an ständigen Verbänden der NATO Überwachungsaufgaben im Mittelmeer während des Zweiten Golfkriegs 1991 weitere Einsätze: Ende Januar 1992 begleitete das Schiff den vom Zerstörer Mölders gestoppten deutschen Frachter Godewind vom Abfangpunkt südlich Malta zunächst zurück bis zum spanischen Hafen Cartagena, um den Frachter im Anschluss bis auf die Höhe von Lissabon zu geleiten, wo andere Einheiten die Rückführung übernahmen. Im Anschluss stieß die Bremen wieder zum Verband zurück. Die Godewind hatte ohne deutsche Genehmigung 16 (andere Quelle 31) Kampfpanzer T-72 aus tschechischen Beständen von Stettin nach Syrien transportieren wollen. Mit 44 Tagen, davon 38 in See, war es der bis dahin längste zusammenhängende Seetörn der Bremen seit Indienststellung (private Website) 1992 bis 1996: Die Embargo-Operation Sharp Guard in der Adria gegen das ehemalige Jugoslawien. Ab 2002 mehrfach die Operation Enduring Freedom im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. 2009 bis 2010: Operation Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias, wo ihre Hubschrauber am 14. August 2009 einen Piratenangriff auf ein Handelsschiff abwehren konnten. Mai bis September 2012: Operation Atalanta30 Jahre alte „Bremen“ in den Einsatz. In: Wilhelmshavener Zeitung vom 3. Mai 2012, S. 1

Nach 32 Dienstjahren und rund 1,5 Millionen Kilometern zur See wurde die Bremen im Marinearsenal in Wilhelmshaven am 28. März 2014 außer Dienst gestellt und aufgelegt.Pressestelle des Senats vom 28. März 2014: Fregatte „Bremen“ geht in Rente Die Fregatte war bereits seit dem 30. September 2013 aus der Fahrbereitschaft genommen worden. 16 Kommandanten befehligten in dieser Zeit das Schiff.

Im März 2020 wurde die Bremen über die Vebeg zum Abwracken angeboten. Am 13. Oktober 2021 begann im Schlepp der OnyxIMO 9752400 die Überführung von Wilhelmshaven zu den Abwrackwerften von Aliağa.

Kommandanten Nr.NameBeginn der AmtszeitEnde der Amtszeit1.Kapitän zur See Dieter WeigelMai 1982September 19832.Fregattenkapitän Klaus Peter GieseckeOktober 1983September 19853.Fregattenkapitän Volker KleinOktober 1985Juni 19874.Fregattenkapitän Klaus-Uwe WolffJuli 1987Dezember 19885.Fregattenkapitän Detlev SchuthDezember 1988März 19926.Fregattenkapitän Rolf SchmitzApril 1992September 19937.Fregattenkapitän Rainer MayerOktober 1993Juli 19968.Fregattenkapitän Hans Joachim RutzJuli 1996August 19969.Fregattenkapitän Hans-G. GandyraSeptember 1996Juni 199710.Fregattenkapitän André HetkeJuli 1997August 200011.Fregattenkapitän Peter GörgAugust 2000Februar 200312.Fregattenkapitän Dietrich DonkerFebruar 2003Mai 200513.Fregattenkapitän Thorsten WiedemannMai 2005Februar 200714Fregattenkapitän Andreas JedlickaFebruar 2007Mai 200915.Fregattenkapitän Götz EichbergMai 2009März 201216.Fregattenkapitän Ingolf SchlobinskyMärz 2012November 2013

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Bremen-Klasse (1982) Kategorie:Militärschiff (Bremer Vulkan) Kategorie:Fahnenbandträger (Bremen) Kategorie:Abwrackung in Aliağa