mini|hochkant|Anatol Regnier, 2006

Donald Maria Anatol Charles Nikolaus Hippolyt Rafael Waldemar Antonio Regnier (* 6. Januar 1945 in Sankt Heinrich) ist ein Schriftsteller, Chansonsänger und Gitarrist.

Leben Anatol Regnier wurde 1945 als zweites Kind von Pamela Wedekind (1906–1986) und Charles Regnier geboren. Eine seiner Schwestern ist die Schauspielerin Carola Regnier. Schon früh lernte er das Gitarrenspiel. Er studierte bei John Williams am Royal College of Music in London und reiste dann als Gitarrist durch das In- und Ausland. Lange dozierte er am Konservatorium in München. 1969 heiratete er die bekannte israelische Sängerin Nehama Hendel (1936–1998); zusammen zogen beide mit ihren zwei Kindern Dilia (* 1970) und Michael (* 1972) 1985 für 10 Jahre nach Australien.https://www.in-muenchen.de/literatur/anatol-regnier-im-interview.html (eingesehen am 2025-04-18). 1997 veröffentlichte er Damals in Bolechow, ein Buch über das Schicksal einer jüdischen Familie aus Galizien. Im Jahre 2003 erschien seine Familienbiographie Du auf deinem höchsten Dach, in der er die Lebensgeschichte seiner Großmutter, der Schauspielerin Tilly Wedekind (1886–1970) erzählt. 2005 veröffentlichte Regnier eine Audio-CD Greife wacker nach der Sünde mit Bänkelliedern und Gedichten seines Großvaters Frank Wedekind, die er gemeinsam mit seiner Schwester Carola Regnier interpretierte. 2008 folgte die Biographie Frank Wedekind – Eine Männertragödie, ein Standardwerk über den Dramatiker. 2014 erschien das Buch Wir Nachgeborenen – Kinder berühmter Eltern. 2020 veröffentlichte er das Buch Jeder schreibt für sich allein – Schriftsteller im Nationalsozialismus. Am 24. August 2023 erschien ein Dokumentarfilm gleichen Namens der beiden Filmemacher Dominik Graf und Felix von Boehm basierend auf dem Sachbuch Jeder schreibt für sich allein von Regnier.

Zu dem dreiteiligen Hörspiel „Zorro“ (BR 1999, CD Der Hörverlag 2005 – ISBN 3-899-40554-4) komponierte er die Musik.

Anatol Regnier lebt in zweiter Ehe in München und am Starnberger Seehttps://www.literaturportal-bayern.de/autorinnen-autoren?task=lpbauthor.default&pnd=115585834 (eingesehen am 2025-04-18)..

Im Jahr 2005 erhielt Regnier den Ernst-Hoferichter-Preis der Stadt München und 2012 den Schwabinger Kunstpreis (Ehrenpreis). 2007 wurde Regnier zu den Münchner Turmschreibern berufen. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Werke

Wie Heinrich Mann trotz Literaturagent scheiterte: Im amerikanischen Exil konnte der Schriftssteller kein Buch publizieren, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung,19.10.2025, Seite 40

Weblinks

Deutschlandfunk: Anatol Regnier und seine Familie (01. Mai 2020), abgerufen am 1. Mai 2020.

Einzelnachweise

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