Die Kleinlokomotiven der Baureihe Ks (später: Ka genannt) sind kleine elektromotorisch angetriebene Akku-Lokomotiven für den leichten Verschub- und Rangierdienst. Der Buchstabe „s“ bzw. „a“ in der Baureihenbezeichnung steht für „Speicher-Antrieb“ bzw. „Akku-Antrieb“. Sie wurden nach der Erprobung einiger Versuchslokomotiven ab 1935 bei der Deutschen Reichsbahn in Dienst gestellt.
Baureihe Ks
mini|DB Ka 4013 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen mini|DB 381 020-7 im Sommer 1984 im Bw Hanau
Folgende 46 Maschinen wurden in den 1930er Jahren gebaut: Baujahr Ks Hersteller Anzahl 1930 4012–4015 AEG 4 1932 4071 AEG 1 1935 4815–4820 BMAG 6 193619371938 4859–48704903–49104979–4993 Windhoff 35 Die 35 von Windhoff gebauten Serienmaschinen sind den dieselgetriebenen Schwestermaschinen der Baureihe Kö/Köf II äußerlich sehr ähnlich.
Die Lokomotiven der Baureihe Ks wurden der Leistungsgruppe II zugeteilt. Die Deutsche Bundesbahn zeichnete die Maschinen ab 1960 in die Baureihe Ka um. Ab 1968 erhielten die verbliebenen 22 Maschinen die EDV-Baureihenbezeichnung Baureihe 381, darunter die Vorserien-Sonderlinge 381 101 (vorher Ka 4015) und 381 201 (vorher Ka 4071) sowie auch drei BMAG-Maschinen (381 001 bis 003).
Verbleib
Von der Vorserie blieben Ka 4013 (Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen) und Ka 4015 (Bayerisches Eisenbahnmuseum e. V., Nördlingen) sowie die Ka 4071 als Denkmal auf dem Bahnhofsvorplatz von Limburg der Nachwelt erhalten. Die Serienmaschine 381 018 ist weiterhin im DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau als Gerät im internen Verschub im Einsatz. Auch 381 020 (Mainz) ist noch als Gerät vorhanden. 381 005 war ebenfalls lange nach ihrer Ausmusterung noch in Köln-Deutzerfeld als Gerät im Einsatz, zählt aber inzwischen zum Bestand des DB Museum Koblenz. 381 013 (Ka 4986) steht seit 1998 im Torfbahnhof Rottau.Fahrzeugportrait Windhoff 405, abgerufen am 31. Juli 2022
mini|DB 382 001 im Bw Hamburg-Ohlsdorf, August 1983 mini|Dieselbe Lokomotive, immer noch in Ohlsdorf im September 2017
DB-Nachbauten
1955 wurden von Gmeinder für die Deutsche Bundesbahn noch zwei Maschinen mit den Nummern Ks 4992 und 4993, ab 1960 Ka 4992 und 4993, nachgebaut (die Vorkriegskonstruktionen Ks 4992 und 4993 von Windhoff waren als Kriegsverlust bereits ausgemustert); sie wurden ab 1968 im EDV-Baureihenschema der DB als 382 001 und 382 101 geführt. Die Ka 4993 hatte durch ein Nachschaltgetriebe eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Sie waren nach verschiedenen Stationierungen in Kempten, Augsburg, Aalen, Friedrichshafen, Nürnberg-Doos und im Aw Limburg seit 1977 im Hamburg-Ohlsdorfer S-Bahn-Betriebswerk beheimatet. 382 101 wurde 1984 verschrottet, 382 001 ist als Eigentum der S-Bahn Hamburg GmbH immer noch in Ohlsdorf im Einsatz.
Literatur Loyal/Große/Glaubitz: Kleinlokomotiven der Leistungsgruppen I–III, Verlag Dr. Abend 1990, ISBN 3-926243-07-4
Weblinks
deutsche-kleinloks.de, umfangreiche Datenbank aller Köf und Ka Foto von dem Ks 4014 1952 bei eisenbahnstiftung.de
Einzelnachweise
Ks Ks Kategorie:Akkulokomotive Kategorie:Schienenfahrzeug (Spurweite 1435 mm)