Qeqertarsuaq [] (nach alter Rechtschreibung K'eĸertarssuaĸ; Inuktun Qikertarraaq []) ist eine wüst gefallene grönländische Siedlung im Distrikt Qaanaaq in der Avannaata Kommunia.
Lage Der Ort liegt im Osten der gleichnamigen Insel () etwa 23 km westlich von Qaanaaq. Zwischen beiden Orten verläuft der Murchison Sund.Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.
Geschichte Qeqertarsuaq wurde 1953 zusammen mit Qaanaaq gegründet, als die Bewohner von Uummannaq (Dundas) wegen des Baus der Thule Air Base zwangsumgesiedelt wurden. Ein kleinerer Teil ließ sich dabei am westlichen Ufer des Murchison Sund in/auf Qeqertarsuaq nieder. 1953 hatte der Ort 28 Einwohner. 1960 gab es bereits 37 und 1970 51 Einwohner in Qeqertarsuaq. 1968 wurden eine Telestation und eine Schulkapelle errichtet. Zudem gab es ein Speckhaus und einen Laden. 1988 beschloss man Qeqertarsuaq ebenso wie Moriusaq und Qeqertat zu entvölkern und zu schließen.Merete Lindstrøm: Qeqertat skal være bygd igen. Kalaallit Nunaata Radioa (6. März 2018). 2005 verließen schließlich die letzten Einwohner den Ort. Heute wird Qeqertarsuaq nur noch im Sommer zum Jagen aufgesucht.Einar Lund Jensen, Rasmus Ole Rasmussen: Qeqertarsuaq. Den Store Danske.Qaanaaq. Kommunalplan der Avannaata Kommunia (2018–2030).
Bevölkerungsentwicklung Die Einwohnerzahl von Qeqertarsuaq ging seit Beginn der Bevölkerungsmessungen in einzelnen Orten Ende der 1970er Jahre zurück. Zuletzt lebten nur noch eine Handvoll Menschen im Ort.Tim Bespyatov: Einwohnerzahlen in Grönland. (Auf Basis der früheren Datenbank von Grønlands Statistik).
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Distrikt Qaanaaq