Kastelbell () ist eine Fraktion und der Hauptort der Gemeinde Kastelbell-Tschars im Vinschgau in Südtirol. Das Dorf hat etwa 900 Einwohner. Lage Das Ortszentrum von Kastelbell liegt auf der orographisch linken Seite des Etschtals auf einer Meereshöhe von ca. am Fuße des Sonnenbergs. In direkter Nachbarschaft auf der gegenüberliegenden Seite der Etsch befindet sich der Ortsteil Marein.

Geschichte Die Geschichte des Orts ist eng mit dem namensgebenden Schloss Kastelbell verbunden, das etwas erhöht über dem Ortskern steht. Die erste schriftliche Erwähnung geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Bis 1929 war Kastelbell eine selbstständige Gemeinde, ehe es mit Tschars, Galsaun, Latschinig und Tomberg zur neuen Gemeinde Kastelbell-Tschars fusioniert wurde, mit Kastelbell als dem gemeinsamen Verwaltungssitz.

Bildung In Kastelbell gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule für die deutsche Sprachgruppe.

Verkehr Die ursprünglich durch den Ortskern führende SS 38 wurde im Rahmen eines Umfahrungsprojekts für Kastelbell und das benachbarte Galsaun neu trassiert und in einen 2026 eröffneten Tunnel verlegt. In Marein auf der gegenüberliegenden Seite der Etsch bietet die Vinschgaubahn am Bahnhof Kastelbell eine Zugangsstelle. Das Dorf wird zudem von der Radroute 2 „Vinschgau–Bozen“ durchquert.

Persönlichkeiten

Johann Platzgummer, 1641–1647 Fürstbischof von Brixen, wurde in Kastelbell geboren.

Weblinks

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