Stephan Volkert (* 7. August 1971 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Leistungsruderer, der zwei olympische Goldmedaillen, sechs Weltmeistertitel und einen Juniorenweltmeistertitel gewann.Stephan Volkert. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 31. Juli 2004.

Leben Volkert wurde 1971 in Köln geboren. Er war ursprünglich gelernter Industriemechaniker, bevor er sich hauptberuflich auf den Leistungssport konzentrierte. Volkert ist verheiratet, hat fünf Kinder und lebt mit seiner Familie bei Köln. Sein Sohn Luca Volkert war ebenfalls erfolgreich im Rudersport und gewann unter anderem die NRW-Meisterschaften und bei den Deutschen Sprintmeisterschaften der Junioren 2025.

1992 wurde Stephan Volkert im Zusammenhang mit seinem Olympiasieg ein Bambi verliehen.Mehr als ein halbes Jahrhundert Bambi-Verleihung: alle Preisträger und preisgekrönten Produktionen 1948–2005. In: Stuttgarter Zeitung. 27. November 2006. Zudem wurde er vom Magazin Kölnsport zum Sportler des Jahres 1996 gewählt.Birgit Rauschen: Stephan Volkert ist „Kölns Sportler des Jahres 1996“. In: Kölnsport Magazin. 10/96. S. 8–12. Für seine sportlichen Erfolge wurde er am 23. Juni 1993 von Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Karriere Volkert, zwei Meter groß und im Schnitt 100 Kilogramm Gewicht, startete auf nationaler Ebene für den RTHC Bayer Leverkusen und gilt als erfolgreichster Ruderer des Vereins. Er wurde als Skullruderer 14 Mal Deutscher Meister im Doppelvierer und Doppelzweier sowie viermal Deutscher Meister im Einer-Sprint, einmal Sprintmeister im Doppelvierer und viermal Sprintmeister im Vierer mit Steuermann.

International gewann Volkert im Doppelzweier erstmals 1989 eine Goldmedaille in den U23-Weltmeisterschaften. Er nahm insgesamt viermal an Olympischen Spielen teil: 1992 holte er in Barcelona gemeinsam mit Michael Steinbach, Andreas Hajek und André Willms im Doppelvierer erstmals Gold.„Goldenes Wochenende“ für das deutsche Olympia-Team. In: Nordwest-Zeitung. 3. August 1992. 1996 gewann er bei den Olympischen Spiele erneut, diesmal in Atlanta im Doppelvierer mit André Steiner, André Willms und Andreas Hajek.Rudern: insgesamt vier Medaillen – Die Bilanz ist nicht optimal. In: Stuttgarter Zeitung. 29. Juli 1996. Im Jahr 2000 erreichte er in Sydney den dritten Platz, 2004 in Athen den fünften Platz. Volkert gewann 1994 zudem die Henley Royal Regatta im Doppelvierer. Er wurde außerdem viermal Weltmeister im Doppelvierer (1993, 1999, 2002, 2003) und gewann eine Bronzemedaille (1994). Hinzu kommen zwei Weltmeistertitel im Doppelzweier (1997, 1998) sowie ein Vizeweltmeistertitel (1995). Volkert gewann zudem 1997 mit Andreas Hajek im Doppelzweier den World Rowing Cup, ebenso 2004 im Doppelvierer.Erste Niederlage für den Deutschland-Achter Paris. In: Frankfurter Neue Presse. 22. Juni 1997. 2005 siegte er mit seinem Team vom RTHC Bayer Leverkusen beim Kölner Stadtachter.Ines Rzepka: Kölner Erfolg, aber im falschen Boot. In: Kölnische Rundschau. 11. Juli 2005.

Nach den Olympischen Spielen in Athen 2004 gab Volkert seinen Rückzug aus dem Leistungssport bekannt.Alfred Weinzierl: Angriff auf die Schattenwelt. In: Der Spiegel. 3. Januar 2005.

Für den RTHC Bayer Leverkusen war Volkert schon während seiner aktiven Zeit, seit 1996, auch als Trainer im Einsatz. Nach seinem Rücktritt vom Leistungsrudern leitete er das Kinder- und Jugendtraining des VereinsMalte Knuth: Vorbild mit kribbelnden Armen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 15. November 2005. und wechselte später ins Personalmarketing der Bayer AG.

Sportliche Erfolge

International 1989: Juniorenweltmeister 1992: 1. Platz Olympische Spiele in Barcelona im Doppelvierer 1993: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier 1994: 3. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer 1995: 2. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier 1996: 1. Platz Olympische Spiele in Atlanta im Doppelvierer 1997: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier 1998: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier 1999: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer 2000: 3. Platz Olympische Spiele in Sydney 2002: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer 2003: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer

National

Deutsche Meisterschaften 1990: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 1991: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 1992: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 1993: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 1993: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier 1994: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 1994: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier 1995: 2. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier 1996: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 1997: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier 1998: 3. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier 1999: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 2000: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 2001: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier 2002: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer 2003: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer

Sprintmeisterschaften 1997: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Doppelvierer (400 m) 1998: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (500 m) 2001: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (400 m) 2002: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (400 m) 2009: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (310 m) 2013: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Vierer (350 m) 2014: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m) 2015: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m) 2016: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m)

Weblinks

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Einzelnachweise

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