Daniel, der Zauberer ist ein halbdokumentarischer deutscher Kinofilm um den Casting-Star Daniel Küblböck, der sich selbst spielt. Der Film wird oft als einer der bisher schlechtesten Filme genannt. Moviepilot, abgerufen am 6. Juni 2014.
Handlung Der erfolgreiche Sänger Daniel Küblböck wird „von Millionen geliebt, von Vielen gehasst“ (so der Untertitel). Die beiden Teenager Rike und Tom fassen den Entschluss, Daniel zu töten. Moralisch, nicht aber direkt, unterstützt werden sie dabei von Baltazar. Daniel hingegen wird von seinem toten Großvater Johnny unterstützt, der meist ein Tenorhorn und einen Zauberstab bei sich trägt, manchmal nur einen Arm hat und eine Mütze unter seinem Zylinderhut trägt.
Ein erster Mordanschlag auf Daniel schlägt fehl, da die Teenager von Daniels Gesangslehrer entdeckt und verscheucht werden. Während Daniel an einem Screen Test für Hollywood teilnehmen soll, sprechen Johnny und Baltazar miteinander. Baltazar wird von Johnny unvermittelt in eine Kakerlake verwandelt und bekommt erst nach dem Satz „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ seine menschliche Gestalt zurück.
Später besucht Daniel das Mädchen Petra, das sich bei Daniel zuvor in einem Fanbrief gemeldet hat und in Daniels Heimatort Eggenfelden im Café seines Großvaters (Opa Winter) arbeitet. Dieser kann Daniels Musik nicht ausstehen und wird darin von seinen Gästen bestärkt. Daniel kostet einige Torten mit seinem Finger, kauft diese und schenkt Petra zwei Karten für sein letztes Konzert dieses Jahres, das in Passau stattfindet.
Bei ebendiesem Konzert soll Daniel auf der Bühne erschossen werden. Stattdessen entführt ihn Rike nur und schafft ihn in ihr Haus. Wenig später trifft auch Tom dort ein. Dieser wird zuvor nochmals von Baltazar bestärkt, Daniel zu töten. Die beiden Teenager wollen die Hinrichtung filmen, um so selbst zu „Superstars“ zu werden. Als Daniel im Raum alleine ist, wird er nochmals von seinem Großvater besucht, der ihn für seine schwerste Prüfung ermutigt. Rike und Tom hingegen schaffen es nicht, Daniel zu töten. Stattdessen reden sie über ihre schweren Kindheiten, und Tom gibt zu, Daniels neuen Song nicht schlecht zu finden. Rike geht und Daniel einigt sich mit Tom darauf, freigelassen zu werden und die beiden im Gegenzug nicht zu verraten. So kehrt Daniel zu seinem Konzert zurück. Opa Winter wird dabei von Daniel überzeugt und ist schließlich ein Fan, der sich „wie ein Teenager“ benimmt.
Am Abend erscheint Johnny erneut. Als Daniel nach seinem Weihnachtsgeschenk fragt, bekommt er zur Antwort, dass er Rike und Tom vergessen habe und diesen seine Gitarre schenken soll. Daniel ist damit zuerst nicht einverstanden, tut es dann aber doch, worauf die drei beste Freunde werden.
Unter dem Weihnachtsbaum findet Daniel schließlich einen Zauberstab mit der Bemerkung „von dem Einarmigen“. Daniels Großmutter erzählt, dass ihr Mann nur einen Arm hatte. Dieser war Musiker auf dem Oktoberfest. Sie zeigt ein Bild von ihm und erfährt, dass er Daniel mehrmals erschienen war. Auch sagt sie, dass Daniel den Zauberstab nur einsetzen darf, um Menschen zu helfen.
Johnny und Baltazar treffen nochmals aufeinander. Dabei sagt Baltazar, Johnny habe die Schlacht gewonnen, der Krieg sei aber noch nicht vorbei, und der neue Zauberer wisse nicht richtig mit seinem Zauberstab umzugehen.
Entstehungsgeschichte mini|„Die Kombination meiner Erfahrungen mit dem Phänomen Daniel und Deutschland hat mich dazu bewogen, quasi über Nacht eine Geschichte zu erfinden“, Regisseur Ulli Lommel mini|Hauptdarsteller Daniel Küblböck Ulli Lommel gab in einem Interview an, zuerst von seiner amerikanischen Freundin auf Küblböck aufmerksam gemacht worden zu sein, die ihn im Fernsehen gesehen hatte. Daher besuchten sie ein Konzert Küblböcks im Circus Krone. Dazu sagte Lommel:
Lommel wusste anfangs nicht, dass Küblböck aus der Castingshow Deutschland sucht den Superstar hervorgegangen war oder dass er sich eine hatte. Lommel bezeichnete die Art, in der man Küblböck begegne, als und versuchte eine Erklärung mit den Worten:
Daniel Küblböck gab an, die Namen Lommel und Schamoni noch nie gehört zu haben. Über die Zeit mit den beiden sagte er:
Auch zum Bezug zur Realität äußerte sich Küblböck. Bezogen auf die Anfeindungen, die ihm begegneten, bekannte er:
Kritik Die Resonanz auf den Film war von Kritik wie Publikum größtenteils desaströs.
Die Nürnberger Zeitung schreibt etwa: Die Internetseite FILMSTARTS.de gibt eine durchweg negative Kritik: Wegen der Mitwirkung von Lommel und Schamoni spekuliert die Website nur: Daniel der Zauberer filmstarts.de. Schlussendlich vergleicht sie den Film mit einem Heimvideo und schreibt ihm nur eine im zu. Daraus folgert die Website: Der Standard bezeichnet den Film abschätzig als „semidokumentarische Groteske“.Regisseur und Filmproduzent Peter Schamoni gestorben. In: Der Standard. 14. Juni 2011 ().
Im Film-Dienst hieß es, dass die Handlung „laienhaft“ umgesetzt und „dilettantisches Entertainment“ sei. Der Film versäume es, das „Phänomen Küblböck“ näher zu beleuchten, und vervielfache dafür „lediglich dessen mediale Klischees“.
Eine der wenigen positiven Rezensionen findet sich auf filmkritiken.org: Der Film sei zwar inszeniert wie ein , heißt es da, aber Küblböck wirke Der Film zelebriere die . Küblböck sei so zu geworden und habe
„Schlechtester Film aller Zeiten“ Oft wird der Film als einer der schlechtesten aller Zeiten bezeichnet: In der Internet Movie Database rangiert Daniel, der Zauberer unter den schlechtesten Filmen aller Zeiten, phasenweise belegte er sogar den ersten Platz. Auf der Filmbewertungsplattform Moviepilot kam er bei etwa 3.500 Bewertungen sogar nur auf eine Durchschnittswertung von 0,4 von 10 möglichen Punkten; damit wurde er zum schlechtesten Film aller Zeiten gewählt (Stand September 2018).
In der Talkshow Markus Lanz im Februar 2013 bewertete auch Küblböck den Film als und erklärte, Daniel, der Zauberer sei Er selbst nahm es allerdings mit Humor: Zuvor wurde er bereits in einem Artikel der Frankfurter Rundschau von 2009 zitiert: "Man muss ja wirklich sagen, das ist der schlechteste Film aller Zeiten."
Am 26. August 2016 wurde der Film in der Reihe Die schlechtesten Filme aller Zeiten auf Tele 5 gezeigt.
Finanzieller Misserfolg Daniel – Der Zauberer floppte in den Kinos. Er hatte insgesamt nur 13.834Daniel – Der Zauberer auf Kino.de Zuschauer bei 107 Kopien und wurde in den meisten Kinos in der ersten Woche wieder abgesetzt.
Trivia Als Daniel einen Albtraum hat, werden Szenen aus der RTL-Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! eingeblendet, an der Küblböck teilgenommen hatte. Gegen Ende des Films werden Schlagzeilen gezeigt, die unter anderem Küblböcks Verkehrsunfall mit einem Gurkenlaster dokumentieren. Als Rike fragt, was im Fernsehen komme, antwortet Daniel: „Deutschland sucht den Superstar“. Neben Daniel sind weitere Mitglieder der Familie Küblböck zu sehen, die bedeutendste Rolle hat dabei Daniels Vater Günther Küblböck. Ebenso sind weitere Mitglieder der Familie Lommel zu sehen. Peter Schamoni konnte Lommels Idee zum Filmdreh anfangs nicht verstehen. Später finanzierte er den Film und wurde Produzent. Seine Rolle im Film spielt darauf an: Er verkörpert Opa Winter, der sich vom „Daniel-Hasser“ zum „Daniel-Fan“ wandelt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2004 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Musikfilm Kategorie:Hexerei im Film