Der Ringgenbach ist ein mitsamt seinem Hauptoberlauf Rohrenbach 7,4 km, auf seinem Namensabschnitt nach Aufnahme des Diegenriedbachs 4,4 km langer Bach im Landkreis Sigmaringen im südlichen Baden-Württemberg, der etwa einen Kilometer nordöstlich des Meßkircher Dorfes Ringgenbach zwischen deren Talorten Menningen und Göggingen von rechts und Süden dem Mittellauf des Donau-Zuflusses Ablach zumündet.
Geographie mini|links|Der Ringgenbach erhält seinen Namen ab hier beim Walder Weiler Allmannshofen zu Beginn des „Täle“ genannten Tals (Blick bachaufwärts). mini|links|Biberdamm vor Dietershofen (Februar 2020) mini|links|Der Ringgenbach auf Höhe des Buffenhofener Weihers mini|rechts|Der Ringgenbach verlässt das Dorf Ringgenbach und tritt ins Tal der Ablach ein, im Hintergrund Menningen Quellbäche Der Ringgenbach läuft beim Siedlungsplatz Allmannshofen des Dorfes Walbertsweiler in der Gemeinde Wald aus den zwei längeren Quellbächen Rohrenbach (von rechts) und Rickenbach (von links) und gleich danach zwei kürzeren Quellbächen zusammen.
Der längste Quellbach Rohrenbach fließt auf etwa aus dem eben südlich des Walbertsweiler Sportplatzes gelegenen, bewaldeten Langenmoos aus und entwässert dessen Nordteil nach Norden; im größeren Südteil des Moors entsteht der ostwärts laufende Burraubach, der über Kehlbach und Andelsbach letztlich auch in die Ablach entwässert. Der ungefähr genauso große, dem Rohrenbach nach ungefähr 3 km von links zulaufende, 2,4 km lange Rickenbach entspringt auf etwa ebenfalls einem Moor- und Waldgebiet mit Namen Riedle. Nach diesem laufen bald von jeder Seite je ein kleinerer Quellbach von um 1,5 km Länge zu, mit dem letzten entsteht der Ringgenbach.
Verlauf Der Ringgenbach läuft wie seine beiden größeren Quellbäche recht beständig nordwärts. Er tritt sehr bald auf die Dietershofener Gemarkung von Meßkirch über, worauf ihm sein längster Zulauf Rengetsweiler Graben von Südosten erreicht und er darin das Dorf Dietershofen und den Weiler Buffenhofen durchläuft. Danach wechselt er auf die anschließende Ortsteilgemarkung von Ringgenbach, das er ebenfalls quert. Hier etwa beginnt sein letzter, etwa einkilometriger nordöstlicher Fließabschnitt, an dessen Ende er auf etwa gegenüber den Menninger Bruckwiesen unterhalb des Dorfes und vor dem Krauchenwieser Ortsteil Göggingen in die mittlere Ablach mündet. Das Tal des Ringgenbachs von Allmannshofen bis einschließliches des Dorfes Ringgenbach wird „Täle“ genannt.
Einzugsgebiet Der Ringgenbach entwässert 21,0 km², die naturräumlich gesehen insgesamt zum Unterraum Andelsbachplatten der Donau-Ablach-Platten gehören. Sein ungefähr spindelförmiges Einzugsgebiet erstreckt sich von Süden nach Norden gut 7 km weit, quer dazu ist es an der dicksten Stelle etwas über 4 km breit. Darin laufen die großen Quellbäche näher an der westlichen, der Unterlauf näher an der östlichen Wasserscheide.
Jenseits der nordöstlichen Wasserscheide entwässert der recht kurze Lautenbach nordwärts in die abwärtige Ablach, jenseits der südöstlichen der Riedelbach und vor allem der Burraubach ostwärts zum Kehlbach, der dann über den Andelsbach-Unterlauf ebenfalls die Ablach erreicht. Im Südwesten grenzt kurz das Einzugsgebiet des Auenbachs an, der nordwestlich zum Ablach-Oberlauf zieht, der seinerseits weniger als fünf Kilometer westlich der Ringgenbach-Talachse zu dieser parallel läuft. Die Ablach selbst ist deshalb im Westen und – in Bereich ihres Rechtsbogens bei Meßkirch – Nordwesten der wesentliche Konkurrent auf der anderen Seite des Scheidenkamms, nur der ebenfalls nordwestlich zu dieser ziehende Aspenbach ist ein einigermaßen bedeutender unmittelbarer Konkurrent des Ringgenbachs.
Der höchste Punkt im Einzugsgebiet liegt an der südöstlichen Wasserscheide über der Quelle des langen Mittellauf-Zuflusses Rengetsweiler Graben auf . Mehrfach in ihrem Verlauf werden Höhen über erreicht.
Etwa ein Drittel des Einzugsgebietes an der Westseite sind bewaldete Hänge, hinzu kommen deutlich kleinere Anteile im Nordosten und Südosten. Um die Talachse liegt, von einer nur rechtsseitigen Waldenge bei Buffenhofen abgesehen, überall ein weites Band offener Flur. Flurbrücken gibt es nach Osten zum Riedelbach und vor allem nach Süden zum Burraubach.
Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt. Auswahl.
Ursprung des Ringgenbachs auf etwa beim Walbertsweiler Siedlungsplatz Allmannshofen neben der L 195. Hier, kurz vor der Gemeindegrenze zwischen Wald und Meßkirch, läuft dem langen Oberlauf Rohrenbach, der vorher schon zwei andere Zuflüsse aufgenommen hat, ein eher kurzer Bach verdolt zu, womit er zum Ringgenbach wird.
Rohrenbach, rechter Hauptoberlauf von Süden, 3,1 km und 6,6 km². Entwässert an dessen Nordseite das Langenmoos ab etwa 400 Meter südwestlich der Sportplätze im Südwesten von Walbertsweiler auf etwa . Rickenbach, von links und Südsüdwesten auf etwa nordwestlich von Walbertsweiler am Waldrand, 2,4 km und 2,1 km². (Der Rohrenbach ist oberhalb dieser Zumündung etwa 2,6 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 2,1 km².) Entsteht auf etwa an der Gemeindegrenze, die am Südostrand des Sauldorf-Raster Waldstücks Buchbühls entlangläuft. 10px Durchfließt am Unterlauf ab etwa den ca. 0,6 ha großen Oberen und gleich danach den 0,7 ha großen Unteren Walbertsweiler Weiher. Eng im Mündungskeil liegt dann noch eine achtgliedrige Kleinteichkette mit zusammen über 0,1 ha. Ortsbach, von rechts und Süden auf etwa beim Siedlungsplatz Allmannshofen von Walbertsweiler, 1,3 km und 2,2 km². Entsteht auf etwa am Nordwestrand von Walbertsweiler. […] Diegenriedhaugraben, linker und südwestlicher, zuletzt unter einem Acker verdolter Waldbach auf etwa bei Allmannshofen, 1,6 km und 1,8 km². Entsteht auf etwa im Bernhölzle. […] Jordanbach oder Rengetsweiler Graben, von rechts und Südosten auf etwa nach der Stadtgemarkungsgrenze von Meßkirch noch etwas südlich von dessen Dorf Dietershofen, 2,6 km und 2,5 km². Entsteht auf etwa südlich von Rengetsweiler im Osten des Waldes Randen nahe an einem Straßenstern. […] 10px Durchfließt einen Weiher einen Steinwurf vor der Mündung auf etwa , etwas unter 0,3 ha- darüber liegen einige viel kleinere Vorteiche. Bruckwiesengraben, von links und Süden auf etwa am Südrand von Dietershofen, 0,6 km. Fast paralleler naher Auengraben. 10px Teich am linken Ufer auf etwa kurz vor Buffenhofen, 0,2 ha. 10px See am rechten Ufer auf etwa gegenüber von Buffenhofen, 0,3 ha. Gönnertalgraben, von links und Südwesten am Nordrand von Buffenhofen auf etwa , 2,1 km und 2,8 km². Entsteht auf etwa etwa 1,5 km westlich von Dietershofen im Wald an der L 195. Waldgraben, von links und Westen auf etwa am Flureintritt, 1,2 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa zwischen den Waldgewannen Münzkreuz im Nordwesten und Forst im Südosten. […] Graben aus der Grabenschlucht, von rechts und Westen auf etwa beim Sportplatz südlich von Ringgenbach, 1,4 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf über im Forst östlich von Buffenhofen. […] Rosenbach, von links und Westsüdwesten auf etwa durch Ringgenbach, 1,5 km und 1,5 km². Entsteht auf etwa noch im Wald. 10px Durchfließt auf etwa kurz vor dem folgenden einen Teich, deutlich unter 0,1 ha. Lohgraben, von links und Westnordwesten auf etwa noch etwas vor Ringgenbach, 0,7 km und ca. 0,7 km². Entsteht meist noch vor dem Wald auf knapp . Brühlgraben, nach und von links auf unter bis unter unterhalb von Ringgenbach, 0,5 km. Linker Nebenlauf in der Weitung zur Ablach-Talebene.
Mündung des Ringgenbachs von rechts und zuletzt Südwesten auf etwa gegenüber den Menninger Bruckwiesen in die mittlere Ablach. Der Bach ist hier ab dem Ursprung des Rohrenbachs 7,5 km, auf seinem Namensabschnitt ab dem Zulauf des Diegenriedhaugrabens 4,4 km lang und hat ein 20,9 km² großes Einzugsgebiet.
Schutzgebiete Der überwiegende Meßkircher und der nur kleine Sauldorfer Anteil am Einzugsgebiet gehören zum Naturpark Obere Donau. Das Quellgebiet eines Zuflusses des Diegenhauriedgrabens ist ein unter Naturdenkmalschutz stehendes Moor.
Einzelnachweise LUBW Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Ringgenbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Länge: Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN). Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. EZG: Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Einzugsgebiet nach dem Layer Aggregierte Gebiete 05. Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Seefläche: Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer. Seefläche abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Sonstige: Schutzgebiete nach den einschlägigen Layern, Natur teilweise nach dem Layer Biotop.
Andere Belege
Literatur Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt, Nr. 7920 Leibertingen, Nr. 7921 Sigmaringen – auf beiden liegen nur mündungsnahe Zwickel – sowie Nr. 8020 Meßkirch und Nr. 8021 Pfullendorf
Weblinks
Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Ringgenbachs auf: Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Ringgenbachs auf: Meßtischblätter in der Deutschen Fotothek: 7920 Leibertingen von 1879 7921 Göggingen von 1883 8020 Meßkirch von 1880 8021 Pfullendorf von 1879
Kategorie:Fließgewässer im Landkreis Sigmaringen Kategorie:Geographie (Wald, Hohenzollern) Kategorie:Gewässer in Meßkirch