Als Scheingallizismen (Französismen)Ein früher Nachweis für diesen Begriff findet sich in Heinrich Eberhard Gottlob Paulus: Conversations-Saal und Geister-Revue. Stuttgart: Schweizerbart, 1836 (2. u. 3. Lieferung: Auswanderung bis Französismus; 4. u. 5. Lieferung: Französismus bis Herder), referenziert in Andreas Gottfried Schmidt: Gallerie deutscher pseudonymer Schriftsteller. Grimma, 1840 (S. 208) charakterisiert man die Verwendung von Wörtern in der deutschen Sprache, die aus dem Französischen zu kommen scheinen und meist auch französisch ausgesprochen werden. Diese Wörter sind aber im französischen Sprachraum unbekannt.
Beispiele in der deutschen Sprache
„scheinfranzösisch“ französische Entsprechung deutsche Bedeutung (des Scheingallizismus) Blamage (la) honte, (la) situation embarrassante peinliche Situation Friseur (le) coiffeur Haarschneider, Barbier Raffinesse (le) raffinement Verfeinerung, Spitzfindigkeit Rommé (le) rami (ein Kartenspiel) Takelage (le) gréement Takelwerk Staffage (la) décoration Ausschmückung, Beiwerk Gardine (le) rideau Vorhang Offerte (l') offre Angebot Jour fixe (la) réunion de travail régulière (oder ähnlich) RegelterminPapellerie(le) papierDruckschrift
Siehe auch Scheinanglizismus Scheinslawismus Denglisch Übersetzungsfalle Falscher Freund
Einzelnachweise
Kategorie:Etymologie Kategorie:Lehnwort