Der Cerkniško jezero ( Zirknitzer See), der größte See Sloweniens, liegt im Südwesten des Landes südlich der Gemeinde Cerknica.

Der See ist ein periodisches Gewässer, das bei geflutetem Becken eine Fläche von 26 km² bis 38 km² aufweist. Mit einer Länge von 10,5 km und einer Breite von 4,7 km ist er der größte See in Slowenien. Die maximale Tiefe beträgt 10 m. Sein Name leitet sich von der nahegelegenen Ortschaft Cerknica (dt. Zirknitz) ab.

Bei Trockenheit besteht die Ebene des Polje aus einer landwirtschaftlich genutzten Grasfläche. Infolge von Niederschlägen, besonders im Herbst beginnend und im Frühjahr, tritt aus unzähligen Schlucklöchern des verkarsteten Untergrunds Wasser an die Oberfläche und flutet dabei die Landschaft. Traditionell hatte sich wegen dieser Naturerscheinung eine Kulturlandschaft mit Getreideanbau und Heuwirtschaft einerseits sowie intensivem Fischfang in jährlicher Wechselfolge andererseits herausgebildet. Diese Rhythmen lassen sich nicht exakt vorhersagen, sind jedoch an ihre jeweiligen Jahreszeiten gebunden. Die Ausbreitung der Wasserfläche kann in sehr kurzer Zeit erfolgen. Für den Fischfang ist der Spätherbst die ertragreichste Saison. Mitunter können Fische nach Ablauf des Wassers von der Landoberfläche eingesammelt werden, als wenn sie Feldfrüchte wären. An den Schlucklöchern ist der Fischfang mit Netzen möglich.Franjo Braš, Hugo Weiss: Slovenien. (Übersetzung: Elisabeth Prager) Verlag Jugoslavija, Beograd 1963, S. 90–91.

Geschichte Die früheste genaue literarische Beschreibung des Sees findet sich in De admirandis Hungariae aquis hypomnemation (1549) des ungarischen Balneologen und Finanzbeamten Georg Wernher (1549), der seine Kenntnisse vom Herausgeber Siegmund von Herberstein hatte, der in der Nähe aufgewachsen war, und war mit einer ersten topografischen Kupferstich-Darstellung von Augustin Hirschvogel versehen.Vgl. Primož Simoniti: The 1551 Herberstein-Wernher Description of the Lake Cerknica. / Herberstein-Wernherjev opis Cerkniškega Jezera iz leta 1551. (Englisch/Slowenisch), aus: COBISS:1.01. mini|links|Cerkniško jezero im Atlas Maior (1659) Valvasor veranlasste die Beobachtung des Zirknitzer Sees im 17. Jahrhundert zu hydrologischen Grundlagenarbeiten, die in der damaligen Wissenschaftergemeinde so großes Aufsehen erregten, dass maßgeblich wegen dieser Beobachtungen Valvasor auf Edmond Halleys Empfehlung in die Royal Society aufgenommen wurde.

1756 veröffentlichte Immanuel Kant seine Schrift Geschichte und Naturbeschreibung des Erdbebens, welches an dem Ende des 1755sten Jahres einen großen Theil der Erde erschüttert hat. Darin beschreibt er unter anderem auch das Phänomen periodischer Seen am Beispiel des Cerkniško jezero: „Der Zirknitzer See im Herzogthum Krain ist ein merkwürdiges Beispiel hiervon. Er hat in seinem Boden einige Löcher, durch welche er aber nicht eher abfließt als um Jacobi, da er sich denn mit allen Fischen plötzlich verläuft und, nachdem er 3 Monate lang seinen Boden als einen guten Weide- und Ackerplatz trocken gelassen, gegen den Novembermonat sich plötzlich wieder einfindet.“

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Einzelnachweise

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