Das WM-Überbrückungsturnier ist ein deutsches Frauenfußballturnier, das nach seinen ersten beiden Austragungen 2003 und 2007 unter dem Namen Bundesliga-Cup im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 zum dritten Mal ausgetragen wurde. Zuvor fand das Turnier zweimal während der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2003 und 2007 statt. 2011 überbrückte das Turnier die Zeit zwischen dem Ende der WM-bedingt deutlich früher beendeten Bundesliga-Saison (einzig die in der UEFA Women’s Champions League vertretenen Vereine 1. FFC Turbine Potsdam und FCR 2001 Duisburg blieben im aktiven Spielbetrieb) und dem Beginn des WM-Turniers.
Teilnehmer waren bei allen drei Turnieren die zwölf Mannschaften der Bundesliga. Turniersieger waren 2003 der FC Bayern München, 2007 der FCR 2001 Duisburg und 2011 erneut der FC Bayern München. Das Turnier erinnert an die Männerwettbewerbe Ligapokal, Fuji-Cup und Telekom Cup.
Hintergrund Der DFB hatte beschlossen, den Spielbetrieb der Bundesliga während der Weltmeisterschaften 2003 (20. September bis 12. Oktober) und 2007 (10. bis 30. September) ruhen zu lassen. Damit die Spielerinnen, die nicht an der WM teilnehmen, Spielpraxis bekommen, führte der DFB ein WM-Überbrückungsturnier durch. Vorher hatte der DFB bereits entschieden, dass Spielerinnen der Bundesligamannschaften nicht in den zweiten Mannschaften ihrer Vereine eingesetzt werden dürfen.
2003 wurde die Bundesliga-Saison zwischen dem 3. Spieltag (31. August) und dem 4. Spieltag (19. Oktober), 2007 zwischen dem 2. Spieltag (26. August) und dem 3. Spieltag (7. Oktober) unterbrochen. 2011 endete die Bundesliga-Saison mit dem letzten Spieltag bereits am 13. März.
Modus Die zwölf Mannschaften wurden 2003 und 2007 nach regionalen Gesichtspunkten in drei Gruppen zu je vier Mannschaften eingeteilt. Innerhalb der Gruppen spielte jede Mannschaft einmal gegen jede andere. Im Turnier 2003 spielten die beiden punkt- und torbesten Mannschaften (unabhängig von ihrer Gruppenzugehörigkeit) das Finale aus, die dritt- und viertbesten Teams das Spiel im Platz drei; so ging es weiter bis zum Spiel um Platz elf. 2007 verzichtete man auf die Finalspiele. Gesamtsieger wurde der punkt- und torbeste Gruppensieger. 2011 wurden die Mannschaften in zwei regionale Gruppen zu je sechs Mannschaften eingeteilt. Die beiden Gruppensieger bestritten am 21. Mai 2011 ein Endspiel in Ingolstadt über die verkürzte Spielzeit von zweimal 30 Minuten.
WM-Überbrückungsturnier 2003 Ergebnisse Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Finalspiele
WM-Überbrückungsturnier 2007
Ergebnisse Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Turniersieger Der FCR 2001 Duisburg wurde Turniersieger aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem 1. FFC Frankfurt und dem FC Bayern München.
Bundesliga-Cup 2011
Ergebnisse Gruppe 1
Gruppe 2
Finale
Weitere Überbrückungsturniere 2009 und 2010 fanden weitere Überbrückungsturniere in der Vorbereitung auf die jeweilige Saison unter dem Namen Sommerliga West – mit nordrhein-westfälischen Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga (2010 auch ein Regionalligist) sowie mit dem SC 07 Bad Neuenahr – statt. 2009 wurde damit die Zeit der Europameisterschaft, 2010 der U-20-Weltmeisterschaft überbrückt. Nach einer Gruppenphase mit jeweils zwei Gruppen fand ein Final-Four-Turnier statt. 2009 gewann der FCR 2001 Duisburg in Leverkusen mit 7:6 nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln. Das Spiel um Platz drei ging mit 2:0 an den Herforder SV gegen den SC 07 Bad Neuenahr. 2010 siegte erneut der FCR 2001 Duisburg, der das Finale in Herford mit 3:0 gegen den SC 07 Bad Neuenahr für sich entschied. Im Spiel um Platz drei setzte sich die SG Essen-Schönebeck mit 3:0 gegen Bayer Leverkusen durch.
Siehe auch Bundesliga-Saisoneröffnungsturnier DFB-Supercup (Frauen) Bundesliga-Olympia-Turnier
Weblinks zum WM-Überbrückungsturnier 2007 Offizielle Website der Sommerliga West zum Bundesliga-Cup 2011
Kategorie:Frauen-Bundesliga Kategorie:Fußball 2003 Kategorie:Fußball 2007 Kategorie:Fußball 2011