Sretensk () ist eine Kleinstadt in der Region Transbaikalien (Russland) mit Einwohnern (Stand ).
Geographie Die Stadt liegt nördlich des Borschtschowotschnygebirges in Transbaikalien, etwa 380 km östlich der Regionshauptstadt Tschita, am Fluss Schilka, dem linken Quellfluss des Amur.
Die Stadt Sretensk ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Geschichte Der Ort war seit 1689 als Kosakenwinterlager bekannt. 1783 wurde ein Ostrog errichtet. 1789 wurde Stretensk Stadt und Verwaltungszentrum eines Kreises (Ujesds). Der Name bezieht sich auf die Darstellung des Herrn (russisch Sretenije Gospodne) – an diesem Tag wurde eine Kapelle geweiht. 1798 verlor der Ort den Stadtstatus jedoch wieder.
Bis weit in das 19. Jahrhundert war auch die Schreibweise Stretensk anzutreffen.
1897 wurde Sretensk zum vorläufigen Endpunkt der Transbaikalstrecke der Transsibirischen Eisenbahn (die Chinesische Ostbahn durch die Mandschurei nach Wladiwostok zweigte 280 Kilometer weiter westlich ab). Vom Sretensk wurden Güter und Personen weiter mit Dampfschiffen auf Schilka und Amur in Richtung Blagoweschtschensk und Chabarowsk befördert. Der Ort wurde zu einer bedeutenden Handelssiedlung, zumindest bevor 1916 die Amurbahn endgültig eröffnet wurde (Bau ab 1908), die von der ursprünglichen Transsibstrecke aus strategischen Gründen (Entfernung von der chinesischen Grenze) wiederum weiter westlich abzweigte und den Durchgangsverkehr aufnahm.
Trotzdem erhielt Sretensk 1926 erneut Stadtrecht.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 1.400 1926 8.600 1939 13.528 1959 15.138 1970 13.805 1979 13.414 1989 10.445 2002 8.192 2010 6.850 Anmerkung: Volkszählungsdaten (bis 1926 gerundet)
Kultur und Sehenswürdigkeiten In Sretensk gibt es ein kleines Heimatmuseum.
Wirtschaft und Infrastruktur Es gibt Betriebe der Leicht-, Lebensmittel- und Holzindustrie, in der Siedlung Kokui (10 km westlich) Schiffbau (kleinere Flussschiffe).
Sretensk ist Endpunkt einer 52 Kilometer langen Zweigstrecke, die bei Dunajewo (Station Kuenga) von der Hauptstrecke der Transsibirischen Eisenbahn abzweigt. In Sretensk überquert seit 1986 die „Straße republikanischer Bedeutung“ R426, welche die südöstlichen Teile der Region Transbaikalien an das Straßennetz anschließt, die Schilka.
Söhne und Töchter der Stadt Wladimir Titow (* 1947), Kosmonaut
Siehe auch Liste der Städte in der Region Transbaikalien
Einzelnachweise
Weblinks
Zur Geschichte von Sretensk (russisch) Sretensk auf mojgorod.ru (russisch)
Kategorie:Ort in der Region Transbaikalien Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1789 Kategorie:Stadtrechtsaberkennung 1798 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1926