Der Rauriser Literaturpreis wird seit 1972 für die beste Prosa-Erstveröffentlichung in deutscher Sprache des jeweils vorangegangenen Jahres von der Salzburger Landesregierung verliehen. Der Literaturpreis ist mit 10.000 Euro (Stand 2022) dotiert. Zusätzlich wird von der Landesregierung gemeinsam mit der Marktgemeinde Rauris ein Förderungspreis für einen bisher nicht veröffentlichten Text vergeben. Dieser ist mit 5000 Euro dotiert (Stand 2022). Die Gewinner werden von einer jährlich wechselnden, dreiköpfigen Jury, bestehend aus je einer Person aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ausgewählt. Die Preisverleihung erfolgt bei den Eröffnungsfeierlichkeiten der Rauriser Literaturtage.

Im Rahmen der Rauriser Literaturtage wurde auch dreimal der Günter-Eich-Preis (für Lyrik) als Extrapreis zum Rauriser Literaturpreis vergeben.

Preisträger mini|Preisträger, Laudatoren und Veranstalter 2026 1972: Bodo Hell für Weihnachtsgeschichte 1973: Gerhard Amanshauser für Satz und Gegensatz und Peter Rosei für Landstriche 1974: Karin Struck für Klassenliebe 1975: Franz Innerhofer für Schöne Tage, Förderungspreis an Walter Kappacher 1976: nicht vergeben; Sonderpreis: Peter Henisch für Die kleine Figur meines Vaters 1977: Hans Joachim Schädlich für Versuchte Nähe 1978: nicht vergeben; Sonderpreis: Claudia Storz für Jessica mit Konstruktionsfehlern 1979: Werner Herzog für Vom Gehen im Eis. München-Paris 23. 11. – 14. 12. 1974, Förderungspreis an Günther Schatzdorfer und Reinhard Palm 1980: Klaus Hoffer für Halbwegs bei den Bieresch 1 1981: nicht vergeben; Bürgerpreis: H. C. Artmann 1982: Thomas Hürlimann für Die Tessinerin 1983: Martin R. Dean für Die verborgenen Gärten und Michael Köhlmeier für Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf 1984: Erwin Einzinger für Das Erschrecken über die Stille, in der die Wirklichkeit weitermachte und Alain Claude Sulzer für Das Erwachsenengerüst 1985: Helen Meier für Trockenwiese und Herta Müller für Niederungen 1986: Eva Schmidt für Ein Vergleich mit dem Leben und Christa Moog für Die Fans von Union 1987: Gisela Corleis für Unverwandt. Reisen in eine fremde Gegend 1988: Werner Fritsch für Cherubim 1989: Norbert Gstrein für Einer 1990: Thomas Hettche für Ludwig muß sterben 1991: Judith Kuckart für Wahl der Waffen 1992: Sabine Scholl für Fette Rosen und Patrick Roth für Riverside. Christusnovelle 1993: Ruth Klüger für Weiter leben. Eine Jugend 1994: Thomas Lehr für Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade 1995: Klaus Händl für Legenden 1996: Raoul Schrott für Finis Terrae 1997: Felicitas Hoppe für Picknick der Friseure und Katrin Seebacher für Morgen oder Abend 1998: Bettina Galvagni für Melancholia 1999: Peter Stamm für Agnes 2000: Gerhard Kelling für Beckersons Buch 2001: Corinna Soria für Leben zwischen den Seiten, Förderungspreis an Herbert Reiter 2002: Juli Zeh für Adler und Engel, Förderungspreis (dreigeteilt) an Roland Grünbart, Dirk Ofner und Kurt Rebol 2003: Katharina Faber für Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand 2004: Katja Oskamp für ihren Roman Halbschwimmer, Förderungspreis an Peter Hodina 2005: Christine Pitzke für ihren Roman Versuche, den Morgen zu beschreiben 2006: Kristof Magnusson für seinen Roman Zuhause, Förderungspreis an Ingrid Loitfellner-Moser 2007: Steffen Popp für seinen Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin, Förderungspreis an Robert Kleindienst 2008: Simona Ryser für ihren Roman Maries Gespenster, Förderungspreis an Margarita Fuchs 2009: Julya Rabinowich für ihren Roman Spaltkopf, Förderungspreis an Hansjörg Zauner 2010: Thomas Klupp für seinen Roman Paradiso, Förderungspreis an Martin Fritz 2011: Dorothee Elmiger für ihren Roman Einladung an die Waghalsigen, Förderungspreis an Martin Amanshauser 2012: Maja Haderlap für ihren Roman Engel des Vergessens, Förderungspreis an Elke Laznia 2013: Matthias Senkel für seinen Roman Frühe Vögel, Förderungspreis an Renate Silberer 2014: Saskia Hennig von Lange für ihre Novelle Alles, was draußen ist, Förderungspreis an Renate Aichinger 2015: Karen Köhler für ihren Prosaband Wir haben Raketen geangelt, Förderungspreis an Birgit Birnbacher 2016: Hanna Sukare für ihren Roman Staubzunge, Förderungspreis an Carlos Peter Reinelt 2017: Senthuran Varatharajah für seinen Roman Vor der Zunahme der Zeichen, Förderungspreis an Mercedes Spannagelorf.at: Rauriser Literaturpreis an Senthuran Varatharajah. Artikel vom 7. Februar 2017, abgerufen am 7. Februar 2017. 2018: Raphaela Edelbauer für Entdecker. Eine Poetik, Förderungspreis an Florian Gantnerorf.at: Rauriser Literaturpreis für Wiener Autorin. Artikel vom 9. Februar 2018, abgerufen am 9. Februar 2018. 2019: Philipp Weiss für Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen, Förderungspreis an Katherina Braschelorf.at: Rauriser Literaturpreis für Philipp Weiss. Artikel vom 5. Februar 2019, abgerufen am 6. Februar 2019. 2020: Angela Lehner für Vater unser, Förderungspreis an Vanessa Graf 2021: Benjamin Quaderer für sein Romandebüt Für immer die Alpen, Förderungspreis an Martin Mader für den Text Abstand ist Überall 2022: Anna Albinus für Revolver Christi, Förderungspreis an Alexandra Koch für den Text vattern muttern künd 2023: Marcus Fischer für Die Rotte, Förderungspreis an Felicia Schätzer für Sonnenuntergang der Girls 2024: Matthias Gruber für Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art, Förderungspreis an Luka Leben für Nachts nur das Rauschen 2025: Lilli Polansky für ihren Roman Gratulieren müsst ihr mir nicht, Förderungspreis an Anna Neata für den Text Es Maedchen fasst sich en Mut und zwä Herzen 2026: Sophie Hunger für ihr Romandebüt Walzer für Niemand, Förderungspreis an Andreas Neuhauser für Linz-Wegscheid

Nominierte 2019 Marie Gamillscheg mit „Alles was glänzt“„Shortlist" für den Rauriser Literaturpreis fix. Salzburger Landeskorrespondenz vom 17. Dezember 2018, abgerufen am 23. Dezember 2018. Julia von Lucadou mit „Die Hochhausspringerin“ Gianna Molinari mit „Hier ist noch alles möglich“ Philipp Weiss mit „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“ 2020 Helene Bukowski mit „Milchzähne“Fünf nominierte Autorinnen und Autoren für den Rauriser Literaturpreis. Salzburger Landeskorrespondenz vom 16. Dezember 2019, abgerufen am 17. Dezember 2019. Angela Lehner mit „Vater unser“ Katharina Pressl mit „Andere Sorgen“ Tonio Schachinger mit „Nicht wie ihr“ Ivna Žic mit „Die Nachkommende“ 2022 Anna Albinus mit „Revolver Christi“ Enrico Ippolito mit „Was rot war“ Stefanie vor Schulte mit „Junge mit schwarzem Hahn“ Ariane Koch mit „Die Aufdrängung“ 2024 Charlotte Gneuß mit „Gittersee“ Matthias Gruber mit „Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art“ Tine Melzer mit „Alpha Bravo Charlie“ Sarah Elena Müller mit „Bild ohne Mädchen“ Sophia Lunra Schnack mit „feuchtes holz“ 2026 Clara Heinrich mit „Pusztagold“ Anna Maschik mit „Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten“ Sophie Hunger mit „Walzer für Niemand“ Ozan Zakariya Keskinkilic mit „Hundesohn“

Weblinks Rauriser Literaturtage

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturpreis (Österreich) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Rauris Kategorie:Erstverleihung 1972