Die Panzergrenadierbrigade 5 „Kurhessen“ mit Stab zuletzt in Homberg (Efze) war ein Verband des deutschen Heeres. Die Brigade war in Nordhessen und Südniedersachsen stationiert. Sie wurde 1956 aufgestellt und 1996 außer Dienst gestellt.
Geschichte Vorgeschichte als Kampfgruppe in der Heeresstruktur 1 Zur Einnahme der Heeresstruktur 1 wurde im die Kampfgruppe B 2 mit Standort des Stabes in Goslar neu aufgestellt. Zur Aufstellung wurde Teile des Bundesgrenzschutzes herangezogen. Die Kampfgruppe B 2 unterstand der 2. Grenadierdivision. Der Kampfgruppenstab verlegte am nach Holzminden und im nach Kassel. Der Kampfgruppenstab der Kampfgruppe B 2 führte folgende Truppenteile:Für interne Verbandsabzeichen wurde erst etwa Mitte der 1980er Jahre offiziell eine Tragegenehmigung erteilt. Sie sind daher nicht dargestellt. Die aufgezählten Truppenteile oder die in ihrer Tradition stehenden „Nachfolger“ könnten jedoch inoffiziell bereits wappenähnliche Abzeichen geführt haben bzw. ab Mitte der 1980er Jahre offiziell erhalten haben. Verbandsabzeichen für Großverbände wurden erst in der Heeresstruktur 2 in die Truppe eingeführt.
25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Kampfgruppe B 2, Kassel 25px|kein internes Verbandsabzeichen (Panzer–)Aufklärungsbataillon 2, Kassel/Fritzlar 25px|kein internes Verbandsabzeichen Flugabwehrbataillon 2, Niederlahnstein 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 2, Hemer 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 12, Höxter/Göttingen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 22, Fritzlar 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 32, Wolfenbüttel 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 42 „Hessische Jäger“, Kassel 25px|kein internes Verbandsabzeichen (Panzer–)grenadierbataillon 52, Wildflecken
Heeresstruktur 2 Zur Einnahme der Heeresstruktur 2 wurde zum die Kampfgruppe B 2 in die Panzergrenadierbrigade 5 umgegliedert. Die Panzergrenadierbrigade 5 wurde der 2. Panzergrenadierdivision unterstellt. 1961 verlegte der Brigadestab nach Homberg (Efze). Die 4. Kompanie des Pionierbataillons 2 wechselte 1959 als Panzerpionierkompanie 50 zur Panzergrenadierbrigade 5. 1960 unterstanden der Brigade die Panzergrenadierbataillone 51, 52 und 53, das Panzerbataillon 54, das Feldartilleriebataillon 55, das Versorgungsbataillon 56, die Panzerjägerkompanie 50 und die Panzerpionierkompanie 50. 1975 wechselte die Panzerjägerkompanie 50 aus Wolfhagen zur Panzerbrigade 34 und wurde in Panzerjägerkompanie 340 umbenannt.
Heeresstruktur 3 Ab 1976 war die Brigade eine der Testbrigaden zum Test einer neuen Heeresstruktur, so dass sie stark umgegliedert wurde. Bis 1980 war dieser Versuch beendet und die Brigade gliederte erneut stark um. Ihr unterstanden jetzt das gemischte Panzergrenadierbataillon 51, das Panzergrenadierbataillon 52 (vormals Nr. 51 in Rotenburg an der Fulda), das Panzergrenadierbataillon 53, das Panzerartilleriebataillon 55, die neue Panzerjägerkompanie 50, die Nachschubkompanie 50, die Instandsetzungskompanie 50, die Panzerpionierkompanie 50, das Feldersatzbataillon 24 und das Jägerbataillon 26. Das während der Zeit als Modellbrigade aufgestellte Panzerbataillon 53 wurde wieder aufgelöst, 1980 wurde auch das bisher unterstellte Jägerbataillon 56 aufgelöst.
Heeresstruktur 4 Die Brigade umfasste im Herbst in der Friedensgliederung etwa 3150 Soldaten. Die geplante Aufwuchsstärke im Verteidigungsfall betrug rund 3550 Soldaten. Zum Aufwuchs war die Einberufung von Reservisten und die Mobilmachung von nicht aktiven Truppenteilen vorgesehen. Zum Ende der Heeresstruktur 4 im Herbst war die Brigade weiter Teil der 2. Panzergrenadierdivision und gliederte sich grob in folgende Truppenteile:Dargestellt sind die internen Verbandsabzeichen, für die bis etwa Mitte der 1980er Jahre eine Tragegenehmigung offiziell erteilt wurde. Nicht aktive Truppenteile (Geräteinheiten, teilaktive, gekaderte) sind kursiv dargestellt.
25px Stab/Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 5, Homberg an der Efze 25px Panzerjägerkompanie 50, Homberg an der Efze 25px Panzerpionierkompanie 50, Fritzlar 25px Nachschubkompanie 50, Homberg an der Efze 25px Instandsetzungskompanie 50, Homberg an der Efze 25px Panzergrenadierbataillon 51 (teilaktiv), Homberg an der Efze 25px Panzergrenadierbataillon 52, Rotenburg an der Fulda 25px Panzergrenadierbataillon 53, Fritzlar 25px Panzerbataillon 54, Hessisch Lichtenau 25px Panzerartilleriebataillon 55, Homberg an der Efze
1989 wurde der Brigade der Beiname „Kurhessen“ verliehen.
Heeresstruktur 5 bis zur Auflösung 1993 wurden der Brigade das Panzerbataillon 63 und das Panzerbataillon 64 unterstellt.
Als die 2. Panzergrenadierdivision 1994 aufgelöst wurde, wechselte die Brigade zur 5. Panzerdivision (Mainz). In der Heeresstruktur 5 unterstanden der Brigade-Stab und Stabskompanie, die Panzergrenadierbataillone 52 und 53, die Panzerbataillone 63 und 64, das Panzerartilleriebataillon 55, die Panzerjägerkompanie 130, die Panzerpionierkompanie 50, die Panzeraufklärungskompanie 50 und die Feldersatzkompanie 50.
Mit Wirkung zum 1. Juli 1996 wurde die Panzergrenadierbrigade 5 von ihrem Auftrag entbunden und gekadert. Als nichtaktiver Verband wurde sie der Panzerbrigade 14 "Hessischer Löwe" unterstellt. Zum 31. Dezember 2003 erfolgte die endgültige Auflösung der Panzergrenadierbrigade 5.Uwe Walter: Von Wölfen, Leoparden und anderen Raubtieren. Die Geschichte des Heeres der Bundeswehr in Hessen und den angrenzenden Bundesländern, 1. Teil, Cölbe-Schönstadt 2010, S. 14
Kommandeure Folgende Kommandeure hatte die Panzergrenadierbrigade 5 (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):
Nr. Name Kommandeur von Kommandeur bis15Oberstleutnant Wolfgang Kappen 1. März 1995 30. Juni 199514Oberst Peter Goebel 1. Januar 1995 28. Februar 199513Oberst Max Asam 1. Oktober 1990 31. Dezember 199412Oberst Götz Gliemeroth 1. April 1988 30. September 199011Brigadegeneral Helmut Willmann 1. Oktober 198531. März 198810Brigadegeneral Andreas Broicher1. April 1983 30. September 19859Brigadegeneral Peter Rohde1. Oktober 197931. März 19838Oberst Ernst-August Schorn 1. Oktober 1976 30. September 19797Brigadegeneral Horst Frickinger 1. Oktober 197330. September 19766Brigadegeneral Wolfram von Eichel-Streiber1. Oktober 196830. September 19735Oberst Ernst Paulsen1. Oktober 196630. September 19684Brigadegeneral Klaus Schubert 1. April 1963 30. September 19663Brigadegeneral Heinrich Schäfer 1. Oktober 195931. März 19632Oberst Gerd Kobe1. Juli 195730. September 19591Oberst Hermann Weyrauther1. Juli 195630. Juni 1957
Verbandsabzeichen mini|Gewebtes Verbandsabzeichen für den Dienstanzug mini|Internes Verbandsabzeichen des Stabes/Stabskompanie
Die Blasonierung des Verbandsabzeichens für den Dienstanzug der Angehörigen der Panzergrenadierbrigade 5 lautete: Rot bordiert, gespalten von Silber und Rot, ein gespaltener, vorne roter, hinten silberner steigender Löwe.
Die Tingierung des Schildes entsprach der Flagge Hessens. Der Löwe ähnelten dem Bunten Löwen („Hessenlöwe“) der Ludowinger aus dem hessischen Landeswappen. Die Verbandsabzeichen der Division und der unterstellten Brigaden waren bis auf die Borde identisch. In der Tradition der Preußischen Farbfolge erhielt das Verbandsabzeichen der Panzergrenadierbrigade 5 als „zweite“ Brigade„Erste“ Brigade: Panzergrenadierbrigade 4 (=weißer Bord). „Zweite“ Brigade: Panzergrenadierbrigade 5 (=roter Bord). „Dritte“ Brigade: Panzerbrigade 6 (=gelber Bord). der Division einen roten Bord.
Da sich die Verbandsabzeichen der Brigaden der Division nur geringfügig unterschieden, wurde gelegentlich auch das interne Verbandsabzeichen des Stabes bzw. der Stabskompanie pars pro toto als „Abzeichen“ der Brigade genutzt. Es nahm den roten Bord des Verbandsabzeichens auf und zeigte neben gekreuzten Schwerten ähnlich wie an den Schirmmützen des Heeres drei grüne Kleeblätter ähnlich wie im Wappen Kassels und mehreren Kommunalwappen im Schwalm-Eder-Kreis.
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
#05 Panzergrenadierbrigade #:5 Kategorie:Organisation (Homberg (Efze)) Kategorie:Gegründet 1959 Kategorie:Aufgelöst 2003 Kategorie:Hessische Militärgeschichte Kategorie:Historische Organisation (Hessen) Kategorie:Geschichte (Schwalm-Eder-Kreis)