Johann Georg Schmidt (* 1694 in Planá u Mariánských Lázní in Böhmen; † 1. September 1765 in Prag) war ein Barockmaler. Zur Unterscheidung vom bekannteren Namensvetter Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) wurde er auch Wiener Schmidt genannt.Thomas Karl: Johann Georg Schmidt gen. der Wiener Schmidt (um 1685–1748). Diss. Wien 1983 (Hier mit den abweichenden Lebensdaten 1685 bis 1748). Die Werke der beiden Künstler wurden manchmal verwechselt, da anscheinend beide auch im Bezirk Krems tätig waren und es möglicherweise auch Kontakte zwischen ihnen gegeben hat. Da es in dieser Zeit sehr viele Künstler mit dem Namen Johann (Hans) Georg Schmid (Schmied, Schmidt, Schmiedt) gab sind die Lebensdaten nicht gesichert und variieren zwischen 1685 und 1748 und 1694 bis 1765.

Leben Schmidt war ein Sohn des Malers Caspar (Kaspar) Schmidt, sowie ein Bruder der Maler Paul und Wenzel Schmidt. Er wurde als geschickter Staffierer und Maler bezeichnet, der mehrere Altarbilder in der ehemaligen Jesuitenkirche in Olmütz anfertigte. Für das Hochaltarbild Maria Schnee (1721 gemalt) soll er mit 550 fl. entlohnt worden sein.

Er soll eine Ausbildung im Atelier von Peter Strudel erhalten haben und von Martino Altomonte beeinflusst worden sein. Er arbeitete oft mit Architekten wie Johann Lucas von Hildebrandt zusammen. Vor allem in Niederösterreich und Wien sind viele Hochaltarbilder sowie Deckengemälde erhalten, unter anderem in Stift Altenburg, Stift Klosterneuburg, Stift Lilienfeld und Stift Zwettl. Ein Beispiel für die unterschiedliche Zuschreibung der Werke sind die 14 Nothelfer in der Pfarrkirche Imbach, die Franz Xaver Schweickhardt als ein Jugendwerk des Kremser Schmidt einstufte.

Zugeschriebene Werke (Auswahl) mini|hochkant=0.6|Hochaltarbild Geburt Mariä in der Stiftskirche Klosterneuburg (1727)

1719: Martyrium des Heiligen Sebastian und Glorie des Heiligen Ignatius in der Annakirche in Wien 1720: Heiliger Nikolaus aus der Kapelle des Jagdschlosses Schmida (heute Stiegenaufgang des Rathauses von Stockerau) 1720: Marienkrönung mit hl. Petrus und Paulus in der Pfarrkirche St. Veit an der Gölsen, ehemaliges Hochaltarbild 1721: Hochaltarbild Verklärung des hl. Ulrich von Augsburg mit einer Darstellung der Schlacht von Ebenfurth in der Pfarrkirche Ebenfurth 1724: Heilige Familie mit Anna, Judas Thaddäus u. Nikolaus von Tolentino, in der Pfarrkirche Maria Jeutendorf, Seitenaltar 1725: Johannes Nepomuk in der Pfarrkirche Etsdorf am Kamp, Seitenaltar 1727: Marienverehrung in der Stiftskirche Klosterneuburg 1730: Die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer in der Malteserkirche in Wien, HochaltarMalteserkirche St. Johann Baptist. In: ADAC Reiseführer Wien. Adac Verlag, 2004, ISBN 3-87003-625-7, S. 46 () 1730: Triumph der Kunst und des Handels, Schlösschen auf der Weide, Deckenfresko im Marmorsaal 1732: Altar der Ordensheiligen im Stift Zwettl, südlicher Querschiffaltar 1733: Hochaltarblatt Johannes der Täufer und Seitenaltarblatt Martyrium des Johannes Nepomuk in der Pfarrkirche Weißenalbern 1733: Tod des heiligen Benedikt im Stift Altenburg 1734: Martyrium des hl. Vitus in der Pfarrkirche St. Veit in Krems, Hochaltar 1737: Vierzehn Nothelfer in der Pfarrkirche Imbach, rechter Seitenaltar 1739: Karl Borromäus und Johannes Nepomuk, Wallfahrtskirche in Maria Taferl 1739: Heiliger Isidor von Madrid in der Pfarrkirche Vöcklamarkt, Seitenaltar 1747: Apokalyptische Frau in der Pfarrkirche Weitra Johannes Nepomuk, Priesterseminarkirche Hl. Kreuz in Linz, Seitenaltar Heilige Familie, in der Filialkirche in St. Michael in Weißenkirchen Johannes Nepomuk, Augustinus und Nikolaus im Stift Sankt Andrä an der Traisen

Literatur

Weblinks

(mit abweichenden Lebensdaten)

Einzelnachweise

Kategorie:Maler des Barock Kategorie:Maler (Österreich) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Geboren 1694 Kategorie:Gestorben 1765 Kategorie:Mann