Valea Viilor (, siebenbürgisch-sächsisch Wormlich, ) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort ist auch bekannt unter den früheren rumänischen Bezeichnungen Vorumloc oder Vurmloc und der ungarischen Baromlaka.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Valea Viilor im Kreis Sibiu Valea Viilor liegt im nördlichen Teil des Kreises Sibiu. Am Fluss Vorumloc – einem Zufluss der Târnava Mare (Große Kokel) – befindet sich die Gemeinde in einer hügeligen Landschaft des Kokeltals. An der Kreisstraße (Drum județean) DJ 142G liegt der Ort 6 Kilometer südlich der Kleinstadt Copșa Mică; die Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) liegt etwa 50 Kilometer südlich von Valea Viilor entfernt.

Geschichte Valea Viilor wurde (nach unterschiedlichen Angaben) erstmals unter der ungarischen Bezeichnung Baromlak 1224 (rumänisch). oder 1305Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2., als der ungarische Graf Apafi das Dorf seinem Sohn Gregor vererbte, urkundlich erwähnt. Das zunächst in Adelsbesitz befindliche siebenbürgisch-sächsische Hörigendorf konnte sich später dem Mediascher Stuhl anschließen und somit frei werden. Bis 1964 wurde der Ort in Rumänien unter der vom Deutschen abgeleiteten Bezeichnung Vorumloc geführt, anschließend in „Valea Viilor“ (deutsche Bedeutung: Tal der Weingärten) umbenannt.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1161 573 8 1144 236 1900 2061 669 19 1373 - 1941 2607 795 21 1666 125 1977 2869 1317 14 1500 28 1992 1915 1670 31 112 102 2002 2008 1922 46 21 19 2021 1962 1562 15 9 376 (225 Roma) Die höchste Einwohnerzahl auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde wurde 1977 ermittelt, die der Rumänen 2002, der Deutschen 1941, der Ungarn 2002 und die der Roma 1850. Während auf dem Gebiet der Gemeinde seit den Volkszählungen von 1850 bis 1941 etwa doppelt so viele Deutsche wie Rumänen lebten, wohnten im Dorf Valea Viilor selbst bis etwa 1941 etwa zu gleichen Teilen Siebenbürger Sachsen und Rumänen. Seit der Massenauswanderung der Siebenbürger Sachsen von 1992 leben hier fast durchweg Rumänen.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 4. November 2008 (PDF; 582 kB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Die Kirchenburg von Wurmloch erbaut im 14. Jahrhundert, wurde 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.„Valea Viilor’s fortified Church“ (englisch). Die Büste von Marțian Negrea (1893–1973), einem rumänischen Komponisten in Vorumloc geboren, wurde 2003 errichtet.

Siehe auch Liste von Orten in Siebenbürgen mit Kirchenburg oder Wehrkirche

Literatur Ebba Hagenberg-Miliu: Rumänien (= DuMont richtig reisen). DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-7614-6, S. 357.

Weblinks

Valea Viilor bei ghidulprimariilor.ro Wurmloch bei siebenbuerger.de 700 Jahre Wurmloch und 8. HOG-Treffen, Siebenbürgische Zeitung, siebenbuerger.de Bilder der Kirche von Valea Viilor, bei www.ars-transylvanica.de Webdarstellung der HOG Wurmloch

Einzelnachweise

Kategorie:Dörfer mit Kirchenburgen in Siebenbürgen (Welterbe)