Ursula Strauss (* 25. April 1974 in Melk, Niederösterreich) ist eine österreichische Schauspielerin und Sängerin.

Leben und Wirken Ursula Strauss wuchs in Pöchlarn im Bezirk Melk auf, wo ihr Vater Rupert Strauß ÖVP-Bürgermeister war. Nach der Matura an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Amstetten zog sie nach Wien und besuchte dort von 1993 bis 1996 die Schauspielschule am Volkstheater, abgerufen am 14. Dezember 2021. Anschließend war sie in verschiedenen Rollen am Volkstheater engagiert. Danach spielte sie im Hoftheater Gossam, in der St. Pöltner Bühne im Hof, an den Melker Sommerspielen, am Ensemble Theater Wien, Theater Drachengasse, Theater in der Josefstadt, Theater Kiel, Stadttheater Klagenfurt und am TEATA Köln.

Im Jahr 1999 begann ihre Filmkarriere. Ihre erste Hauptrolle spielte sie in Böse Zellen (2003). Für ihre Hauptrolle in Revanche (2008) wurde sie beim Grazer Filmfestival Diagonale, das üblicherweise keine Schauspielpreise vergibt, mit einem Spezialpreis ausgezeichnet.

Nach Gastauftritten in diversen Fernsehserien übernahm sie in der ab 2009 ausgestrahlten Krimiserie Schnell ermittelt die Hauptrolle der Kommissarin Angelika Schnell, für die sie 2010 eine Romy erhielt. Für ihre Darstellung in Elisabeth Scharangs Spielfilm Vielleicht in einem anderen Leben gewann sie 2012 den Österreichischen Filmpreis.

Ab 2012 wirkte sie an verschiedenen Produktionen am Wiener Rabenhoftheater mit, unter anderem in Iba de gaunz oamen Leit (Christine Nöstlinger) und Wien Mitte (Ernst Molden), und seit 2012 ist sie auch Programmleiterin des Festivals „Wachau in Echtzeit“.

mini|2013 bei der Eröffnung der Wiener Festwochen

Im Oktober 2013 übernahm sie gemeinsam mit Stefan Ruzowitzky die Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films. Im November 2021 folgten ihnen Verena Altenberger und Arash T. Riahi in dieser Funktion nach.

Nachdem Ursula Strauss im September 2014 einen schweren Verkehrsunfall als Beifahrerin erlitten hatte, musste sie ihre geplanten Dreharbeiten zur ORF-Serie Schnell ermittelt absagen. Über ihr Privatleben gibt es nur wenige Informationen; so ist der Name ihres Ehepartners, den sie im August 2014 heiratete, der Öffentlichkeit nach wie vor unbekannt.

Im Sommer 2018 spielte sie bei den Nibelungenfestspielen Worms unter der Regie von Roger Vontobel in Siegfrieds Erben die Rolle der Brunhild.NÖN: Pöchlarnerin umjubelt: Ursula Strauss als Brunhild in Worms gefeiert. Artikel vom 21. Juli 2018, abgerufen am 22. Juli 2018.Nibelungenfestspiele Worms: Ursula Strauss: Burgherrin Brunhild. Abgerufen am 22. Juli 2018.

In der ORF-Serie Wischen ist Macht (2020) verkörperte sie die Rolle der Michelle Sendracek, die eine Reinigungsfirma (Dreck.Weg.Sendracek) betreibt. Im April 2021 stand sie für Dreharbeiten zum fünften und letzten Teil der Fernsehserie Maria Theresia unter der Regie von Robert Dornhelm in der Titelrolle vor der Kamera.

2020 veröffentlichte sie mit Ernst Molden das Album Wüdnis, das die beiden auch live aufführten. Das Album Oame Söö (Ernst Molden, Herbert Pixner, Ursula Strauss, Maria Petrova und Manuel Randi) folgte 2022. Seit Herbst 2022 ist Strauss Mitglied der Deutschen Filmakademie.Neue Mitglieder 2022. In: deutsche-filmakademie.de. Abgerufen am 3. November 2022.

2025 übernahm Ursula Strauss beim Theatersommer Haag unter der Regie Leander Haußmanns die Titelrolle im Stück Die eingebildete Kranke von Thomas Brussig nach Molière. 2026 spielte sie am Wiener Rabenhof Theater unter der Regie von Thomas Gratzer im Stück Döbling burning.

Filmografie (Auswahl) Kinofilme

Fernsehfilme

Fernsehserien

Kurzfilme 2009: WIR-BEIDE-TEE 2018: Es wird besser 2020: Das leere Blatt

Diskografie 2020: Wüdnis (mit Ernst Molden) 2022: Oame Söö (mit Ernst Molden, Herbert Pixner, Maria Petrova und Manuel Randi) 2026: Nochdvegl (mit Ernst Molden)

Auszeichnungen mini|hochkant|Österreichischer Filmpreis 2012: Ursula Strauss mit der Trophäe 2008: Diagonale – Spezialpreis der Jury für einen bemerkenswerten Auftritt in Revanche 2010: Romy als beliebtester Serienstar in Schnell ermittelt 2011: Romy als beliebteste Schauspielerin 2012: Österreichischer Filmpreis als beste weibliche Darstellerin in Vielleicht in einem anderen Leben 2016: Diagonale-Schauspielpreis für Maikäfer flieg! 2016: Romy als beliebteste Schauspielerin Kino/TV-Film in Meine fremde Frau 2017: Romy als beliebteste Schauspielerin Kino/TV-Film 2018: Mario-Adorf-Preis der Nibelungen-Festspiele Worms 2020: Diagonale – Großer Schauspielpreis 2020: Romy als beliebteste Schauspielerin Serie/Reihe für Wischen ist Macht 2021: Preis der Deutschen Filmkritik als Beste Darstellerin in Le Prince 2025: Brand Council Austria/Superbrands Austria, Persönlichkeit des Jahres

Publikationen 2018: Warum ich nicht mehr fliegen kann und wie ich gegen Zwerge kämpfte: Bilder und Geschichten, aufgezeichnet von Doris Priesching, Amalthea Signum Verlag, ISBN 978-3-99050-131-3.

Weblinks

(mit Fotogalerie)

Offizielle Website Ursula Strauss bei der Agentur Die Agenten

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Mitglied der Akademie des Österreichischen Films Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Teilnehmer an der Prominenten-Millionenshow Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau