Zweidorf ist ein Ortsteil der Ortschaft Wendeburg in der Gemeinde Wendeburg im Landkreis Peine in Niedersachsen mit etwa 1700 Einwohnern.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte in einer undatierten Urkunde, die in der Zeit von 1132 bis 1141 ausgestellt wurde. Daraufhin fand im Jahre 1991 eine 850-Jahr-Feier statt. Die Einweihung eines Jubiläumsdenkmals erfolgte am 24. August 1991. Seitdem wird jährlich am 24. August ein Gedenksteintag gefeiert. Ein Wahrzeichen von Zweidorf ist die am westlichen Ortsrand befindliche Holländerwindmühle.

Der Steinhof in Zweidorf: Am 23. August 1326 verfügte Herzog Otto von Braunschweig die Übertragung an das Kreuzkloster in Braunschweig. Die in Latein verfasste Urkunde (Abmessung: 24 × 14 cm, angehängtes Siegel mit 8 cm Durchmesser) ist noch heute im Niedersächsischen Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (26 Urk Nr. 105), vorhanden. Die Verfügung betraf den „Stenhof“ in „Twedorp“ mit allem Zubehör an Feldern, Wäldern, Wiesen, Weiden, Straßen und Wegen.Abgedruckt ist der Urkundentext in: Hänselmann, Ludwig: Urkundenbuch der Stadt Braunschweig, Bd. 3.1. - Berlin, 1891; Urkunde 182, S. 140–141. Der Steinhof ist nicht mehr vorhanden, er befand sich südlich der Mühlenstraße, zwischen Meerweg und Ostlandstraße.

Am 1. Juli 1968 schlossen sich die Gemeinden Wendeburg, Wendezelle und Zweidorf freiwillig zu einer neuen Gemeinde Wendeburg zusammen.wendeburg.de: Wappen der Ortschaften

Wappen mini|hochkant|links|Wappen der Familie Zweidorf Die Braunschweiger Patrizierfamilie von Zweidorf (ndd. Twedorpe), die sich nach dem Ort benannte, führte im silbernen Wappenschild einen grünen Balken, darunter eine und darüber zwei vierblättrige Rosenhälften.Information bei Siebmacher/Hefner Die Gemeinde übernahm den Balken, fügte aber die zerschnittenen Rosen zu einer ganzen roten Rose mit grünem Butzen und grünen Kelchblättern zusammen und besitzt nun eine synthetische, aber von vielen anderen Wappenrosen deutlich unterschiedene Blume mit vier anstatt wie üblich fünf Blättern. So wurde das Wappen am 18. Februar 1964 vom Gemeinderat beschlossen und am 27. August 1964 vom braunschweigischen Verwaltungspräsidenten genehmigt. Entwurf: Wilhelm Krieg.

Anna von Zweydorff (1580–1666) war die Mutter des Magdeburger Politikers und Physikers Otto Gericke.

Kultur Vereinsleben Es gibt ehrenamtlich tätige Organisationen, Vereine und Gruppen.

Bauwerke In Zweidorf befindet sich die katholische Kirche St. Elisabeth.

Sehenswürdigkeiten Im Zweidorfer Holz, einem Wald zwischen Peine und Wendeburg, ist mit Hilfe der Wendeburger Aueschule, der Gemeindejugendpflege, der Revierförsterei Meerdorf und des Niedersächsischen Forstamtes Braunschweig ein Walderlebnispfad entstanden.

Literatur Rolf Ahlers: Zweidorf 1141–1991, 850 Jahre aus der Geschichte des Ortes. Wendeburg 1991. Rolf Ahlers: Die Windmühle in Zweidorf. Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum der in den Jahren 1867 und 1868 erbauten Mühle, Wendeburg 1993. Rolf Ahlers: Bastelbogen der Windmühle in Zweidorf. Wendeburg 2003.

Weblinks

Rings um den Rothberg Zweidorfs weiße Söhne

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Peine) Kategorie:Ort im Landkreis Peine Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 1968 Kategorie:Ortschaft von Wendeburg