Pénestin, bretonisch Pennestin, ist eine französische Gemeinde im Département Morbihan in der Region Bretagne. Sie gehört zur Communauté d’agglomération de la Presqu’île de Guérande Atlantique.
Lage Der Einwohner (Stand ) zählende Ort liegt auf einer Halbinsel zwischen den Mündungsbereichen der Flüsse Vilaine im Norden und der Loire im Süden. Auf derselben Halbinsel, bereits in der benachbarten Region Pays de la Loire, liegt das historisch bedeutsame Guérande. Die Grenze zu Pays de la Loire und zum Département Loire-Atlantique verläuft kaum drei Kilometer südöstlich.
Bewohner von größeren Städten im Landesinneren wie Nantes oder Rennes haben Ferien- und Wochenendhäuser in Pénestin. Überwiegend werden diese an Urlauber vermietet. Aufgrund der Lage an der Küste und nahen touristischen Zielen ist die Nachfrage sehr groß.
Die Gemarkung reicht vom Meeresspiegel bis auf 38 m über dem Meer.
Geschichte Die Gemeinde wurde im Jahr 1790 gegründet. Traditionell gehörte Pénestin zur Kirchengemeinde von Assérac in Pays de la Loire. Obwohl es daher, genauso wie die benachbarten Dörfer Camoël und Férel, eher mit den Gemeinden weiter südlich zu tun hatte, fielen die drei Ortschaften an das Département Morbihan.
Bevölkerungsentwicklung1962 1968 1975 1982 1989 1999 2006 20191031 1078 1192 1299 1394 1527 1777 2019
Sehenswürdigkeiten Der Strandabschnitt Plage de la Mine d’Or von Penestin gilt als Naturerbe und ist eine geologische Besonderheit. Verschiedene Erdschichten, wie Glimmerschiefer, Sand, Ton sowie Kaolin wurden dort abgelagert. Diese poröse Schicht bildet eine gelbe bis ockerfarbene Klippe. Der Dolmen von Méarzenne in Pénestin scheint als Steinbruch benutzt worden zu sein. Der Ort wird in dem Buch von Jean-François Polo und Élizabeth Santagreu: "100 Menhire und Dolmens auf der Halbinsel Guérandaise und in der Brière" erwähnt. Die Autoren sagen, dass es hier in der Vergangenheit acht Tumuli und einen großen Dolmen gab. Der etwa 2,0 × 1,4 × 0,5 m messende Menhir du Halguen steht nordwestlich des Ortes. Zur Gemeinde gehört die Île à Bacchus nahe der Pointe du Bile, mit einer Ibiskolonie.
Literatur Le Patrimoine des Communes du Morbihan. Flohic Editions, Band 2, Paris 1996, ISBN 2-84234-009-4, S. 871–872.
Weblinks
Website der Gemeinde Infos zur Sehenswürdigkeit Strand von Mine d’Or (deutsch)
Kategorie:Ort in der Bretagne Kategorie:Gemeindegründung 1790