Die 11. Panzergrenadierdivision war eine Division des Heeres der Bundeswehr mit Sitz des Stabes in Oldenburg. Die Division wurde zum 30. September 1994 aufgelöst. Die Truppenteile waren im nordwestlichen Niedersachsen zwischen Ems, Weser und Aller sowie in Bremen stationiert.

Geschichte Heeresstruktur I Die 11. Panzergrenadierdivision wurde 1959 als einer der letzten Großverbände des Heeres in Oldenburg aufgestellt. Die Division unterstand dem I. Korps in Münster. Nach ihrer Aufstellung waren der Division (mit Stab/Stabskompanie) folgende Truppenteile unterstellt:

Großverbände Panzergrenadierbrigade 32 Stab/Stabskompanie Panzergrenadierbataillon 323 Panzerbataillon 324 Versorgungsbataillon 326 Panzeraufklärungskompanie 320 Panzerpionierkompanie 320 Panzerjägerkompanie 320 Panzerbrigade 33 Stab/Stabskompanie Panzerbataillon 331 Panzergrenadierbataillon 332 Panzerbataillon 333 Panzerartilleriebataillon 335 Versorgungsbataillon 336 Panzeraufklärungskompanie 330 Flugabwehrbatterie 330

Divisionstruppen Fernmeldebataillon 11 Pionierbataillon 11 Sanitätsbataillon 11 Feldartilleriebataillon 111 Panzergrenadierbataillon 311 Versorgungsbataillon 316 Panzerjägerkompanie 310 Instandsetzungskompanie 11 Feldjägerkompanie 11

Heeresstruktur II–III 1961 schloss die Division ihre Neugliederung im Rahmen der Heeresstruktur 2 ab. Der Division (mit Stab/Stabskompanie) unterstanden jetzt:

Großverbände – wie in HST 1 zusätzlich Panzergrenadierbrigade 31 Stab/Stabskompanie Panzergrenadierbataillon 311 Panzergrenadierbataillon 312 Fallschirmjägerbataillon / Panzergrenadierbataillon 313 Panzerbataillon 314 Feldartilleriebataillon 315 Versorgungsbataillon 316 Feldersatzbataillon 317 (Geräteeinheit, inaktiv) Panzerjägerkompanie 310 Panzeraufklärungskompanie 310 Panzerpionierkompanie 310 Instandsetzungskompanie 310 ABC-Abwehrkompanie 310 Flugabwehrbatterie 310 Panzerspähzug 310 Panzergrenadierbrigade 32 Panzerbrigade 33

Divisionstruppen:

Artillerieregiment 11 Fernmeldebataillon 11 Heeresfliegerstaffel 11 Flugabwehrregiment 11 Pionierbataillon 11 Panzeraufklärungslehrbataillon 11 (nur im Verteidigungsfall, ansonsten Panzerlehrbrigade 9) Sanitätsbataillon 11 Instandsetzungsbataillon 11 Nachschubbataillon 11 ABC-Abwehrkompanie 11 Heeresmusikkorps 11 Fernmeldeausbildungskompanie 1/11

1961 wurde die Division der NATO eingegliedert.

Heeresstruktur IV bis Auflösung 1994 In der Heeresstruktur 4 waren der Division (mit Stab/Stabskompanie) in den achtziger Jahren die folgenden Truppenteile zugeordnet:

Großverbände 20px|Logo Panzergrenadierbrigade 31 – Henning-von-Tresckow-Kaserne Oldenburg (Oldbg) 20px|Logo Panzergrenadierbrigade 32 (Schwanewede) 20px|Logo Panzerbrigade 33 (Celle) Deren vormalige Feldartilleriebataillone waren zu Panzerartilleriebataillone umgerüstet worden.

Divisionstruppen 20px|Logo Artillerieregiment 11 – Hindenburg-Kaserne Oldenburg (Oldbg) 20px|Logo Flugabwehrregiment 11 – Steuben-Kaserne (Achim) 20px|Logo Pionierbataillon 11 – Niedersachsen-Kaserne (Dörverden) 20px|Logo Fernmeldebataillon 11 – Hindenburg-Kaserne Oldenburg (Oldbg) 20px|Logo Panzeraufklärungslehrbataillon 11 (Munster) 20px|Logo Sanitätsbataillon 11 (Leer) 20px|Logo Instandsetzungsbataillon 11 (Delmenhorst) 20px|Logo Nachschubbataillon 11 (Delmenhorst) 20px|Logo Heeresfliegerstaffel 11 (Rotenburg/Wümme) 20px|Logo ABC-Abwehrbataillon 110 (Emden) 20px|Logo Heeresmusikkorps 11 (Bremen-Grohn)

nicht aktive Truppenteile 20px|Logo Feldersatzbataillon 111 (Geräteeinheit) 20px|Logo Feldersatzbataillon 112 (Geräteeinheit) 20px|Logo Jägerbataillon 116 (Geräteeinheit) 20px|Logo Jägerbataillon 117 (Geräteeinheit) 20px|Logo Sicherungsbataillon 118 (Geräteeinheit)

Nach Bekanntgabe der Heeresstruktur 5 wurde die 11. Panzergrenadierdivision am 3. März 1994 außer Dienst gestellt und zum 30. September aufgelöst. Verbände und Einheiten, die nicht aufgelöst wurden, sind größtenteils der 1. Panzerdivision unterstellt worden.

Einsätze Teile der 11. Panzergrenadierdivision waren im Februar 1962 bei der Flutkatastrophe eingesetzt sowie im Sommer 1975 beim Großbrand in der Lüneburger Heide im Hilfseinsatz. Im Zusammenhang mit der Aktion Lindwurm im September 1990 waren auch Teile der Division, insbesondere Sanitäter aus Leer (Ostfriesland) für einige Wochen in Nordenham im Einsatz. Während des Ersten Golfkrieges unterstützte die Division von November 1990 bis Juli 1991 mit Transport-, Instandsetzungs- und Wachleistungen in den Häfen Emden und Nordenham die Verlegung US-amerikanischer und britischer Truppenteile.

Verbandsabzeichen Das Verbandsabzeichen der Division zeigt auf blauem Grund im unteren Teil des ungeteilten Schildes drei Wellenkämme und im oberen Teil zwei goldene (gelbe) Steckkreuze. Das Steckkreuz erinnert an die Verbundenheit mit der Stationierungsregion im Oldenburger Land. Dieses Symbol wurde bereits im Landeswappen des Landes Oldenburg gezeigt und heute noch in vielen Wappen der Region beispielsweise im Wappen des Landkreises Cloppenburg. Das Verbandsabzeichen entspricht im Übrigen bis auf den Rand den dieser Division zugeordneten Brigaden. Die silberne Kordel mit eingeflochtenen schwarzen Faden bezeugt den Divisionsstatus des Großverbandes.

Kommandeure Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung12Generalmajor Karsten Oltmanns1. April 199231. März 199411Generalmajor Hubertus Senff18. November 198731. März 199210Generalmajor Ernst Klaffus1. Oktober 198517. November 19879Generalmajor Hans Hoster1. April 198330. September 19858Generalmajor Hans-Henning von Sandrart1. Oktober 198031. März 19837Generalmajor Meinhard Glanz1. Oktober 197730. September 19806Generalmajor Gottfried Ewert1. Oktober 197430. September 19775Generalmajor Hans-Heinrich Klein1. Oktober 197030. September 19744Generalmajor Werner Ebeling15. Januar 196830. September 19703Generalmajor Otto Uechtritz1. April 196414. Januar 19682Generalmajor Cord von Hobe1. Januar 196131. März 19641Generalmajor Heinz Gaedcke1. November 195931. Dezember 1960

Trivia Über die Division wurde anlässlich ihres Verbandsabzeichens gesagt – Saht Ihr ihre Kreuze am Wegesrand stehn – gemeint war hiermit, dass die Division und ihre Brigaden zwar dem 1. Korps GE unterstellt war, aber als Vorauskräfte im Verteidigungsfall dem 1. Niederländischen Korps unterstellt werden sollte.

Literatur 11. Panzergrenadierdivision (Hrsg.): Die Elfte im Land von Weser, Ems und Aller. Eine Chronik. 25 Jahre 11. Panzergrenadierdivision. 2., erweiterte Auflage, Oldenburg 1984. Norbert Hartwig: Chronik der 11. Panzergrenadierdivision. Oldenburg 1994.

Weblinks Geschichte der Division auf www.relikte.com Informationen zu Division auf der Website Oldenburgs Findbuch zum Bestand BH 8-11 „11. Panzergrenadierdivision“ im Bundesarchiv

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