mini|Max Runge mini|Grabmal der Familie Runge auf dem Stadtfriedhof GöttingenDas Grab befindet sich in Abteilung 16. Quelle: Jens-Uwe Brinkmann (Text), Kaspar Seiffer (Fotos): Der Göttinger Stadtfriedhof. Ein Rundgang. Hrsg. Fremdenverkehrsverein Göttingen e. V. und Göttinger Verschönerungsverein, Göttinger Tageblatt, Göttingen 1994, ISBN 3-924781-26-5, S. 26 f., Nr. 15. Ein Abteilungsplan ist hier unter Stadtfriedhof Göttingen abrufbar.
Heinrich Max Runge (* 21. September 1849 in Stettin; † 27. Juli 1909 in Göttingen) war ein deutscher Gynäkologe und Hochschullehrer.
Leben Runge studierte in Jena, Bonn, Leipzig, Straßburg und Wien. In Straßburg war er Assistent bei Ernst von Leyden und Adolf Gusserow, danach an der Charité in Berlin Assistent ebenfalls bei Gusserow. Er promovierte 1875 und habilitierte sich 1879.
1883 wurde er Ordinarius für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Kaiserlichen Universität Dorpat.
1887 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.
Von 1888 bis 1909 war er Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Georg-August-Universität Göttingen. Er war hier Nachfolger von Jakob Heinrich Hermann Schwartz und forschte über das Fruchtwasser, die Auswirkung von Fieber auf die werdende Mutter und das Ungeborene und mögliche Zusammenhänge von Infektionen und Fruchttod.
Das Preußische Hebammenlehrbuch sowie seine Veröffentlichungen über Geburtshilfe und Gynäkologie erreichten große Auflagen. Die Eröffnung der neuen Göttinger Frauenklinik 1896 ist eines seiner Verdienste.
Philipp Jung wurde 1910 sein Nachfolger.
Der Chemiker und Hochschullehrer Franz Runge (1893–1973) ist Sohn Runges.
Schriften Preußisches Hebammenlehrbuch 1892 Google Books nach Vorwort ist das ohne Nennung eines Autors herausgegebene Lehrbuch von dem Direktor der Hebammen-Lehranstalt und Prof. für Geburtshilfe in Königsberg Rudolph Dohrn redigiert und von einer wissenschaftlichen Kommission in seiner Ausführung begleitet worden. Lehrbuch der Geburtshilfe. Springer, 1. Auflage 1891 (ab 9. Auflage von Rudolf von Jaschke und Otto Pankow bearbeitet) 1. Aufl. 1891 Francis A. Countway Library (Medical Heritage Library) 3. Aufl. 1896 Yale Library (Medical Heritage Library), Royal College of Physicians Edinburgh (Medical Heritage Library) 4. Aufl. 1898 Hathitrust Harvard = Google Books 5. Aufl. 1899 Hathitrust Harvard = Google Books, Google Books Stanford 6. Aufl. 1901 Hathitrust Harvard = Google Books 7. Aufl. 1903 Hathitrust Harvard (wird erst 2029 frei zugänglich) = Google Books (heute schon frei zugänglich) bis einschl. 1903 Schreibweise Lehrbuch der Geburtshülfe 8. Aufl. 1909 Hathitrust Michigan (nur mit VPN-USA zugänglich) = Google Books (frei zugänglich)
Literatur
Eduard Caspar Jacob von Siebold: Versuch einer Geschichte der Geburtshülfe, Bd. 3, Teil 2, Verlag von Franz Pietzcker, 1904 Richard von Volkmann (Hg.): Sammlung klinischer Vorträge. Gynäkologie. Neue Folge, 1915
Weblinks Geschichte der Klinik
Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer Kategorie:Hochschullehrer (Kaiserliche Universität Dorpat) Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1849 Kategorie:Gestorben 1909 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin