Frömern ist ein Ortsteil der Stadt Fröndenberg/Ruhr im Kreis Unna, der mehr als 1600 Einwohner hat und etwa zwei Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums liegt.
Geschichte mini|Dorf Landwehr, welches zum Ortsteil Frömern gehört Frömern gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft (Froenberen) im Amt Unna zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 15 Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen 2 oirt und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten.Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 28 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Frömern). Im Jahr 1705 waren in der Bauerschaft (Dorf Fröbern) 16 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hamm im Kataster verzeichnet.Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 64/65.
Ab dem 19. Jahrhundert gehörte Frömern bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Fröndenberg im Kreis Hamm. 1895 gab es in der Landgemeinde Frömern auf 569,5 ha Fläche, 5 Wohnplätze, 63 Wohnhäuser mit 67 Haushaltungen und 380 Einwohner.Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Berlin 1897, S. 76/77, Online-Ausgabe Münster, Universitäts- und Landesbibliothek 2014, pdf. Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt. Frömern wurde am 1. Januar 1968 nach Fröndenberg eingemeindet.
Die Kirche stammt aus romanischer Zeit (12. Jahrhundert). Während des Siebenjährigen Krieges wurden Dorf und Kirche von französischen Truppen unter den Marschällen Charles de Rohan, Prince de Soubise und Victor-François de Broglie 1761 beim Rückzug in Brand gesetzt, um nach der Schlacht bei Vellinghausen ihren Rückzug zu sichern.
+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1849 281 1910 456 1931Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931. 484 1956Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957. 679 1961 609 1967 609 1987 1284 2012 1543 2013 1647
Infrastruktur mini|Haltepunkt Fröndenberg-Frömern der Hönnetalbahn
In Frömern gibt es eine Gaststätte, ein Café, einen Friseursalon, eine Goldschmiede, eine Sattlerei, ein Gemeindehaus, ein Altenpflegeheim und einen Friedhof. Als produzierendes Gewerbe existiert eine Verzinkerei sowie ein Hersteller von Halbzeugen aus Stahl und Aluminium.
Die Züge der Linie RB 54 (von Unna über Fröndenberg nach Menden) auf der Bahnstrecke Fröndenberg–Unna haben den Verkehr eingestellt.
Die Strecke wird umfassend saniert. Der Baubeginn ist für das Jahr 2027 vorgesehen, mit dem Ziel, den Zugverkehr zwischen Unna und Fröndenberg ab Mitte 2028 wieder aufzunehmen.
Zudem ist der Ort per Bus mit den benachbarten Städten Unna und Fröndenberg verbunden.
An das Dorf angrenzend befinden sich zwei 18-Loch-Golfplätze.Golfclub Gut NeuenhofGolfclub Unna-Fröndenberg
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Evangelische Johanneskirche
Von der romanischen Kirche des 12. Jahrhunderts ist nur noch das Mauerwerk des Turmes erhalten. Im Inneren der Kirche befindet sich eine historische Orgel des Orgelbauers Friedrich Ladegast, die restauriert wurde.
Persönlichkeiten Johann Dietrich von Steinen (1699–1759), Historiker und Pfarrer
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Fröndenberg/Ruhr Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Unna) Kategorie:Gemeindeauflösung 1968