Waldemar Glaser (* 20. August 1903 in Striegau; † 22. März 1953 in Hof)Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 185. war ein deutscher Schriftsteller und Dichter, der in der Zeit des Nationalsozialismus publizierte.

Leben Glaser trat zum 1. November 1929 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 163.054)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11081319 und war ab dem 2. April 1933 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Breslau.Norbert Korfmacher: Vorläufiges Mitgliederverzeichnis der Stadtverordnetenversammlung Breslau 1919 bis 1933 (PDF-Datei; 293 kB), Münster, 13. November 2007. Daneben gehörte er innerhalb der SA dem Arbeitskreis der Obersten SA-Führung für Kunst und Wissenschaft an. Glaser leitete die Abteilung Zeitgeschehen im Reichssender Breslau und war stellvertretender Landesleiter und Gauobmann der Gruppe Schriftsteller in der Reichsschrifttumskammer Schlesien.Wilhelm Wirbitzky (Hrsg.): Ostdeutscher Musenalmanach, Bd. 2. Musenalmanach-Verlag, Berlin-Zeuthen 1938, S. 103.

Er schrieb überwiegend Romane und Gedichte. 1935 verfasste er das Jugendbuch Schar 6 – HJ in Kampf und Spionage. Sein 1938 erschienenes Buch Ein Trupp SA wurde vom Amt Rosenberg ausdrücklich als Lektüre zur weltanschaulichen Schulung der NSDAP empfohlen.

Fast alle seine Schriften wurden in der Nachkriegszeit in der Sowjetischen Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-g.htmlhttp://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-g.html

Werke Ein Trupp SA. Ein Stück Zeitgeschichte. Voigtländer, Leipzig 1933.Ernst Klee nennt im Kulturlexikon, S. 185 abweichend 1938 als Erscheinungsjahr. Feuerwanzen. Bauernjungen retten ihr Dorf. Union Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1934. Spitzbuben der Tugend. Der falsche Gott. Langen, G. Müller, Berlin 1934. Stahlkreuz an der Ruhr. Albert Leo Schlageters Leben u. Sterben. Union Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1930. Schar 6. HJ in Kampf und Spionage. Hirt, Breslau 1935. Asu sein bir. Schläsche Geschichtla. Flemming, Breslau u. a. 1937. Sonne in Preußens Fahnen. Aus dem Leben des Reitergenerals Friedrich Wilhelm von Seydlitz. Union Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1937.

Auszeichnungen 1936: Schlesischer Literaturpreis

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer Kategorie:Roman, Epik Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Person (Breslau) Kategorie:Geboren 1903 Kategorie:Gestorben 1953 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann