Albrecht Gehse (* 1955 in Borsdorf bei Leipzig) ist ein deutscher Maler.
Leben und Wirken mini|Gehses Porträtgemälde von Johannes Richters in der Thomaskirche Leipzig Gehse stammt aus einer künstlerischen Familie; sein Großvater ist der Maler Ludwig G’schrey, sein Urgroßvater der Maler Hans Haustein und sein Onkel der Maler Paran G’schrey. 1971 bis 1973 absolviert Gehse eine Lehre als Tiefdruck-Retuscheur und nahm privaten Zeichenunterricht bei Erich Franke, einem Schüler von Werner Tübke. Nach dem Armeedienst in der NVA studiert er 1976–1981 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, an der er bereits 1974 die Abendakademie besucht hatte. Seine Lehrer im Grundstudium waren Hans Mayer-Foreyt, Harry Blume und Bernhard Heisig.
Seit 1981 schuf Gehse freischaffend Arbeiten in Leipzig; er gehört zur Leipziger Schule vor 1990. Bis 1990 war er Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und hatte in der DDR mehrere Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden. Von 1984 bis 1986 hielt er sich in Moskau und Sofia auf, wo er arbeitete und auch ausstellte. Von 1987 bis 1990 war er Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR bei Bernhard Heisig und Harry Blume.
Albrecht Gehse ist 2026 als ein „Schwergewicht der deutschen Malerei“ (Reinhard Spieler) bezeichnet worden.Marco Senge: Porträt von Stephan Weil in Staatskanzlei enthüllt. In: Göttinger Tageblatt, 6. Mai 2026, S. 22. (Unter wechselnden Titeln ebenso veröffentlicht in Partnerblättern der Verlagsgesellschaft Madsack, beispielsweise in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung am 4. Mai 2026: online.) Bekannt geworden sind seine Porträtgemälde berühmter Politiker. Seit 2003 wird sein Porträt von Bundeskanzler a. D. Helmut Kohl in der Kanzlergalerie im Bundeskanzleramt gezeigt.Manja Wilkens: Galerie der deutschen Bundeskanzler. Kreis der Freunde des Seminars für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-9807307-5-4. 2026 wurde Gehses Porträt von Ministerpräsident a. D. Stephan Weil in der „Ahnengalerie“ der niedersächsischen Staatskanzlei enthüllt.
Privates Von 1984 bis 2004 war Gehse mit Jenny Blaßkiewitz verheiratet. 2008 ehelichte er Denisa Kurowska; er hat vier Kinder. Seit seinem Wegzug von Leipzig 1991 lebt und arbeitet er in Berlin-Tiergarten und Berlin-Charlottenburg, sein Atelier befindet sich auf der Insel Eiswerder im Spandauer See.
Weitere Werkbeispiele Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex
Jetzt (1986/1987; Mischtechnik, 220 × 180 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Erwin Geschonnek (1986/1987; Mischtechnik, 95 × 75 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
Literatur Gehse, Albrecht. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 241. Michael Nungesser: Albrecht Gehse. Malerei. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1995, ISBN 978-3-89479-066-0. Holger P. Härter, Christoph Tannert (Hrsg.): Mayday. Albrecht Giese. Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln 2025, ISBN 978-3-7533-0861-6. (Digitalisat auf albrechtgehse-malerei.com)
Weblinks
Christoph Tannert: Albrecht Gehse: Der Pinsel säuselt, auf tagesspiegel.de, 2. Mai 2001 Ingeborg Ruthe: Albrecht Gehse kommt aus der Leipziger Schule vor 1990. Jetzt malt er Bilder von der neuen Welt: Zeitenwende, auf berliner-zeitung.de, 16. Februar 2005 (im Internet Archive) Ansgar Graw: Fischlein schluckt dich. Fressen und gefressen werden: Die neuen Bilder des Leipziger Malers Albrecht Gehse in Berlin auf welt.de, 26. März 2005
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann