Martins Dukurs (* 31. März 1984 in Riga, Lettische SSR, Sowjetunion) ist ein ehemaliger lettischer Skeletonfahrer.
Werdegang mini|Martins Dukurs bei den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2020 in Altenberg mini|Martins Dukurs bei den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2020 in Altenberg Martins Dukurs debütierte im Dezember 2000 in Winterberg als 34. im Skeleton-Weltcup. Im folgenden Januar startete er auch erstmals bei Skeleton-Weltmeisterschaften. In Calgary wurde er 28. In der Saison 2001/02 startete er im neu geschaffenen Europacup. Die erste herausragende Leistung im Weltcup erreichte er als Zehnter im Januar 2005 im vorolympischen Rennen in Turin. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 erreichte er dann den siebten Platz. Bei den Europameisterschaften des Jahres wurde er Achter. In der Saison 2006/07 schloss sich Martins Dukurs dem SRTS Race Team Skeleton an und schaffte in der gleichen Saison den endgültigen Durchbruch. Bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz wurde er Sechster, bei den Europameisterschaften in Königssee hinter seinem Bruder Tomass Dukurs Vierter und beim vorletzten Weltcuprennen der Saison in Winterberg Dritter. In der Saison 2009/10 gewann er vier Weltcuprennen, kam bei jedem Rennen unter die besten fünf und gewann die Gesamtwertung der Weltcupsaison. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann Martins Dukurs die Silbermedaille hinter dem Kanadier Jon Montgomery. Nach drei von vier Durchgängen lag er noch in Führung, rutschte dann aber im letzten und entscheidenden Lauf auf den zweiten Platz zurück.
In der nacholympischen Saison gewann er den ersten zu vergebenen Titel bei der Skeleton-Europameisterschaft 2011 in Winterberg. Im Weltcup erreichte er in acht Rennen sieben Podestplatzierungen, darunter fünf Siege. Er gewann souverän die Weltcup-Gesamtwertung. Gekrönt wurde die starke Saison durch den Gewinn der Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft 2011 in Königssee. Er fuhr dabei in allen vier Durchgängen Bestzeit. Durch die Siege bei der Weltmeisterschaft 2012 sowie dem Weltcup wurde Dukurs der erste Skeletoni, der zwei Jahre hintereinander beide Titel einholte.M.Dukurs kļūst par divkārtēju pasaules čempionu, Tomass piektais, sportacentrs.com (lettisch). Abgerufen am 8. März 2015. Im Januar 2013 gewann er zum vierten Mal die Skeleton-Europameisterschaft 2013 und bei der Weltmeisterschaft gewann er Silber hinter Alexander Tretjakow. Im Weltcup musste er sich nur in einem Rennen Frank Rommel geschlagen geben und gewann überlegen erneut den Gesamtweltcup. Auch 2014 wurde er Europameister und holte zum fünften Mal den Gesamtweltcup, nachdem er nur bei einem Rennen nicht auf dem Podium gestanden hatte. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi konnte er sich jedoch nicht gegen Alexander Tretjakow durchsetzen und gewann erneut die Silbermedaille. Im Winter 2014/15 verteidigte er erneut seinen EM-Titel und gewann souverän zum sechsten Mal in Folge den Gesamtweltcup. Auch den WM-Titel gewann er zum nunmehr dritten Mal. Im Weltcup 2015/16 gewann er sieben der acht Rennen und holte überlegen erneut den Gesamtweltcup. Nur beim siebten Saisonrennen musste er sich Yun Sung-bin geschlagen geben. Dabei gewann er jedoch zeitgleich mit seinem Bruder Tomass sein siebtes Gold bei der Europameisterschaft. Bei der Weltmeisterschaft in Igls verteidigte er ebenfalls seinen Titel.
Ab 2010 wurde Dukurs unter anderem durch den ehemaligen Weltmeister Gregor Stähli trainiert.
Im Sommer 2022 gab Dukurs seinen Rücktritt bekannt.
Auszeichnungen Dukurs wurde 2010 mit dem Drei-Sterne-Orden ausgezeichnet.Starkovam un olimpiskajiem medaļniekiem – Triju Zvaigžņu ordeņi, sportacentrs.com (lettisch). Abgerufen am 8. März 2015. In den Jahren 2010, 2011, 2013, 2014, 2015 und 2019 wurde er zum lettischen Sportler des Jahres gewählt.
Erfolge Gesamtweltcup Saison Platz Punkte 2004/05 19. 139 2005/06 20. 151 2006/07 12. 255 2007/08 5. 1369 2008/09 6. 1282 2009/10 1. 1694 2010/11 1. 1719 2011/12 1. 1751 2012/13 1. 2010 2013/14 1. 1720 2014/15 1. 1770 2015/16 1. 1785 2016/17 1. 1662 2017/18 4. 1440 2018/19 3. 1533 2019/20 1. 1665 2020/21 1. 1456 2021/22 1. 1623
Weltcupsiege Einsitzer Nr. Datum Ort Bahn1. Bobbahn Winterberg2. Bobbahn Park City3. Bobbahn Winterberg4. Kombinierte Kunsteisbahn am Königssee5. Olympia Eiskanal Igls6. Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park7. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls8. Bobbahn Winterberg9. Olympia Bob Run St. Moritz–Celerina 10. Cesana Pariol 11. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 12. Piste de La Plagne 13. Bobbahn Winterberg 14. Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg 15. Olympia Bob Run St. Moritz–Celerina 16. Whistler Sliding Centre 17. Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park 19. Olympia-Bobbahn Lake Placid 19. Bobbahn Park City 20. Bobbahn Winterberg 21. Bob- und Rennschlittenbahn La Plagne 22. DKB-Eiskanal 23. Kunsteisbahn Königssee 24. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 25. Sliding Center Sanki 26. Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park 27. Bobbahn Winterberg 28. Olympia Bobrun St. Moritz–Celerina 29. Olympia Bobrun St. Moritz–Celerina 30. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 31. Kunsteisbahn Königssee 32. Olympia-Bobbahn Lake Placid 33. Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park 34. DKB-Eiskanal 35. Olympia Bobrun St. Moritz–Celerina 36. Bob- und Rennschlittenbahn La Plagne 37. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 38. DKB-Eiskanal 39. Bobbahn Winterberg 40. Kunsteisbahn Königssee 41. Olympia-Bobbahn Lake Placid 42. Bobbahn Park City 43. Whistler Sliding Centre 44. Kunsteisbahn Königssee 45. Bobbahn Winterberg 46. Olympia Bobrun St. Moritz–Celerina 47. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 48. Olympic Sliding Centre 49. Olympia-Bobbahn Lake Placid 50. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 51. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 52. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 53. Olympia Bobrun St. Moritz–Celerina 54. Rennrodel- und Bobbahn Sigulda 55. Rennrodel- und Bobbahn Sigulda 56. Rennrodel- und Bobbahn Sigulda 57. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 58. Kunsteisbahn Bob-Rodel Igls 59. Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg60. Bobbahn Winterberg61. Olympia Bobrun St. Moritz–Celerina
Weblinks
Ergebnisse bei the-sports.org (englisch) Tomass un Martins Dukuri (lett.)
Einzelnachweise
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