Bustum ist vor allem in der römischen Antike eine Brandbestattung, bei der der Tote oberhalb oder in einer offenen Grube verbrannt wurde. Die Asche wurde vor Ort belassen und die Grube zugeschüttet. Bei Ausgrabungen eines Grabes ist ein Bustum meist relativ leicht erkennbar, da die Wände der Grabgrube angeschmaucht oder sogar leicht angeziegelt sind.
Der Begriff Bustum ist der einzige originäre, lateinische Begriff für den Typ eines Brandgrabs, der aus römischer Zeit überliefert istTilmann Bechert: Die Gräberfelder von Kastell und Vicus. In: Ders.: Die Römer in Asciburgium. Braun, Duisburg 1989, ISBN 3-87096-047-7, (= Duisburger Forschungen, Bd. 36), S. 183.:
Quellen Sextus Pompeius Festus, De verborum significatu 32,7–11.
Literatur Tilmann Bechert: Zur Terminologie provinzialrömischer Brandgräber. In: Archäologisches Korrespondenzblatt. Band 10, 1980, , S. 253–258. Ulrich Brandl: Süßes für die Ewigkeit – Eine frühe Bustumsbestattung auf dem Gebiet der "Colonia Ulpia Traiana"/Xanten. In: Gabriele Isenberg, Heinz Günter Horn, Harald Koschik u. a. (Hrsg.): Fundort Nordrhein-Westfalen. Millionen Jahre Geschichte. Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2672-6, S. 267–268.
Einzelnachweise
Kategorie:Bestattungsritual (Antike) Kategorie:Feuerbestattung Kategorie:Bestattung (Römisches Reich)