Ivan Malré, eigentlich Ivan Malesevic, (* 9. November 1922 in Kikinda, Königreich Jugoslawien; † 22. März 1974 in Leipzig) war ein jugoslawisch-deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.
Leben Ivan Malesevic kam als Kind mit seiner Familie in das damalige Deutsche Reich und entdeckte früh seine Leidenschaft für das Schauspiel. Von 1939 bis 1941 nahm er Schauspielunterricht in Prag, gefolgt von Engagements an Bühnen in Brüx und Marienbad. Später wurde er als Soldat zum Kriegsdienst in die Wehrmacht eingezogen und im weiteren Verlauf der Kriegshandlungen in Gefangenschaft genommen.
Im Jahr 1949 begann er sich wieder dem Schauspiel zuzuwenden, mit Stationen an Theatern in Neuruppin, Senftenberg, Zeitz und Altenburg. Von 1957 bis zu seinem Lebensende war er Ensemblemitglied der Städtischen Theater Leipzig.Schauspieler Ivan Malre in Leipzig verstorben. In: Neues Deutschland, 23. März 1974. Parallel zu seiner Tätigkeit als Bühnendarsteller wurde er auch für den Film und das Fernsehen der DDR entdeckt und vielfach in Rollen als Schurke und Bösewicht besetzt. Größere Rollen hatte er vorwiegend in Filmen der DEFA, so wie beispielsweise in Richard Groschopps Krimi Ware für Katalonien (1959) oder Freispruch mangels Beweises (1962).
Filmografie (Auswahl) 1957: Spielbank-Affäre 1957: Wo Du hingehst... 1959: Ware für Katalonien 1960: Trübe Wasser 1960: Die Liebe und der Co-Pilot 1961: Vielgeliebtes Sternchen (TV) 1961: Der Traum des Hauptmann Loy 1961: Tempel des Satans 1962: Das grüne Ungeheuer (TV-Mehrteiler) 1962: Freispruch mangels Beweises 1962: Mord in Gateway 1963: Jetzt und in der Stunde meines Todes 1963: Die Spur führt in den 7. Himmel (TV-Film in fünf Teilen) 1964: Alaskafüchse 1964: Das schwedische Zündholz (1964) 1966: Lebende Ware 1966: Schwarze Panther 1967: DEFA 70 1967: Ein Lord am Alexanderplatz 1968: Blaulicht: Leichenfund im Jagen 14 1969: Verdacht auf einen Toten 1970: Unterwegs zu Lenin 1970: KLK an PTX – Die Rote Kapelle 1971: Husaren in Berlin
Theater 1965: Johann Nestroy: Einen Jux will er sich machen (Zangerl) – Regie: Erich-Alexander Winds (Leipziger Schauspielhaus)
Hörspiele 1963: Rolf Schneider: Der Ankläger (Manager Rutter) – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1971: Heinrich Mann: Die Jugend des Königs Henri Quatre – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Darstellender Künstler (Leipzig) Kategorie:Jugoslawe Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 1974 Kategorie:Mann