mini|St.-Thomas-Kirche in Hamburg-Rothenburgsort mini|hochkant|Kapernaumkirche in Hamburg-Horn

Otto Kindt (* 7. Mai 1909 in Paderborn; † 12. Juli 2006 in Hamburg)Lebensdaten nach „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Kick – Kiwit, zuletzt abgerufen am 16. September 2014 war ein deutscher Architekt.

Leben Otto Kindt studierte von 1928 bis 1933 an den Technischen Hochschulen in Darmstadt und Berlin. Nach Tätigkeiten in Architekturbüros studierte er von 1935 bis 1938 bei Heinrich Tessenow Architektur und wurde dessen Assistent. Er wurde 1940 zum Doktoringenieur promoviert. Von 1939 bis 1945 leistete er den Militärdienst. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Kindt nach Hamburg und leitete bis 1975 ein Architekturbüro.

Nach Entwürfen Kindts entstanden die deutschen Soldatenfriedhöfe in Helsinki-Honkanummi (Einweihung am 30. August 1963) und Rovaniemi-Norvajärvi (Einweihung am 31. August 1963) sowie der Soldatenfriedhof in Bastia (Einweihung am 6. August 1975).

Im Jahr 1975 erhielt Otto Kindt die Heinrich-Tessenow-Medaille. Er verstarb 97-jährig und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Die Grabstätte liegt westlich von Kapelle 10 (Planquadrat M 29).

Bauten 1951–1952: Dänische Seemannskirche in Hamburg-Neustadt 1952–1958: Beteiligung am Bau der Siedlung Hochbahnschleife in Hamburg-Barmbek 1953–1957: St.-Thomas-Kirche in Hamburg-Rothenburgsort 1956: Osterkirche in NeuengörsNeuengoers Kirchenkreis Plön-Segeberg, abgerufen am 6. Oktober 2015 1956–1959: Siedlung Denickestraße in Hamburg-Heimfeld 1958–1961: Kapernaumkirche in Hamburg-Horn, jetzt Al Nour Moschee Röhrenbahnhöfe in Hamburg: 1968–1970: U-Bahnhof Gänsemarkt 1968–1970: U-Bahnhof Messehallen 1966–1968: U-Hauptbahnhof Nord

Schriften Zweispänner. Grundrissentwicklungen beim Mehrwohnungshaus. Bauweltverlag der Ullstein AG, Berlin 1952. Das Einwohnungs-Reihenhaus. Ergebnis einer Befragung. Vermessungsamt Hamburg, Hamburg 1957. (= Schriften zum Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen, Heft 25.) Das wohnliche Haus. Ullstein Fachverlag, Berlin 1957. mit Hans Hasche: Ausstellung und Katalog-Zusammenstellung zur Heinrich–Tessenow–Ausstellung 1957. Einfamilien-Reihenhäuser. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1961. als Herausgeber: Heinrich Tessenow. Geschriebenes, Gedanken eines Baumeisters. Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1982. als Herausgeber: Heinrich Tessenow. Ich verfolgte bestimmte Gedanken... Dorf, Stadt, Großstadt – was nun?. Thomas Helms Verlag Schwerin 1996. als Herausgeber: Heinrich Tessenow. Nachdenkliches. Thomas Helms Verlag Schwerin 2000. Heinrich Tessenow und seine Zeit. Nach dem von ihm Geschriebenen, den Büchern und nachgelassenen Schriften. Thomas Helms Verlag Schwerin 2005.

Literatur

Ralf Lange: Hamburg. Wiederaufbau und Neuplanung 1943–1963. Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus 1994, ISBN 3-7845-4610-2. (darin Kurzbiografie) Architekten und Ingenieurverein Hamburg: Hamburg und seine Bauten 1954–1968. Hammonia-Verlag, Hamburg 1969. Heinrich-Tessenow-Gesellschaft: Die Preisträger der Heinrich-Tessenow-Medaille 1963–2001. Eigenverlag 2001, ISBN 3-00-0105069. (darin Entwurfsprinzipien und Liste von Bauten)

Weblinks

Einzelnachweise

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